Erst anrufen, dann warten
Befragung: Telefonische Terminanbahnung in Facharztpraxen weiterhin üblich / Wartezeiten auf Termin stark gespreizt
Mehr als die Hälfte der hessischen Patientinnen und Patienten bevorzugt immer noch das Telefon für das Anbahnen von fachärztlichen Praxisterminen. Lediglich 15 Prozent nutzen dafür hauptsächlich digitale Plattformen. Doch bis zur Untersuchung können Wochen vergehen, zuweilen Monate.
Man greift nach wie vor zum Hörer, wenn man eine Untersuchung benötigt. Nur noch jede hundertste Person – telefonisch befragt wurden 1.000 Menschen ab 18 Jahren – vertraut darauf, dass sie auch ohne vorherige Kommunikation in der Fachpraxis drankommen. Immerhin 15 Prozent regeln das persönlich im Vorfeld, acht Prozent per E-Mail. Gefragt wurde aber auch, welche digitalen Instrumente zum Gesundheitsmanagement schon mindestens einmal genutzt wurde. Hier liegt die Online-Terminbuchung mit 41 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von Online-Apotheken (39 Prozent), Fitnesstrackern und Smartwatches (29 Prozent) und der elektronischen Patientenakte Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) können Patientinnen und Patienten sowie die an ihrer… (21 Prozent), der ePA. Die Video-Sprechstunde bleibt nach wie vor eine Ausnahme: Nur neun Prozent haben diesen Kontaktform bereits ausprobiert.
Drei Tage oder drei Monate
Doch wie lange wartet man in Hessen auf einen Termin? 20 Prozent der Befragten geben an, mindestens drei Monate warten zu müssen. Unter einem Monat zur Dermatologin oder zum Orthopäden? Das gibt es auch: 31 Prozent geben an, dass das bei ihnen in diesem Jahr möglich war. Wobei nicht speziell nach Facharztgruppen unterschieden worden ist. Das Gesamtbild ist weit gespreizt: Neun Prozent geben sogar an, schon innerhalb weniger Tage vorstellig werden zu können.