Pressemitteilung

Bessere Versorgung bei chronischer Herzinsuffizienz

29.09.2026 AOK Hessen 3 Min. Lesedauer

Hessen als Vorreiter: Disease-Management-Programm Chronische Herzinsuffizienz startet zum 1. Oktober 2026

Ein Mann erleidet einen Herzinfarkt und fässt sich an die Brust.

Hessen startet als erstes Bundesland zum 1. Oktober 2026 das Disease-Management-Programm (DMP) Chronische Herzinsuffizienz. Patientinnen und Patienten mit gesicherter Diagnose einer linksseitigen chronischen Herzinsuffizienz können sich ab Oktober in dem strukturierten Behandlungsprogramm bei teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten sektorenübergreifend und leitliniengerecht versorgen lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) und die gesetzlichen Krankenkassen Die 93 Krankenkassen (Stand: 01.01.26) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… in Hessen haben dazu eine Vereinbarung geschlossen.

Bereits am 1. Juli 2026 hat die Einschreibephase für teilnahmeberechtigte Hausärztinnen und Hausärzte sowie der Fachärztinnen und -ärzte begonnen, die aktiv an dem Programm mitwirken wollen. Einige von ihnen werden neben der Betreuung der Patientinnen und Patienten auch Schulungen für einen besseren Umgang mit der Erkrankung anbieten. Außerdem beteiligen sich bereits zum 1. Oktober 2026 ein Krankenhaus Krankenhäuser sind Einrichtungen der stationären Versorgung, deren Kern die Akut- beziehungsweise… und zwei Reha-Kliniken, so dass zum Start des Programms für die Versicherten der beteiligten Krankenkassen eine sektorenübergreifende Versorgung sichergestellt ist.

„Das Programm ermöglicht es, die Lebensqualität von Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz zu verbessern, insbesondere durch die Steigerung beziehungsweise den Erhalt der individuellen Belastungsfähigkeit und damit der Möglichkeit einer selbstbestimmten Lebensführung“, stellt Dr. Isabella Erb-Herrmann, Vorständin der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Hessen, fest. Durch die spezifische Schulung würden die Betroffenen mehr über ihre Erkrankung erfahren, ebenso über geeignete Therapien und was sie selbst zum Erhalt ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen können.

„Hessen übernimmt mit der Einführung dieses DMP eine Vorreiterrolle und setzt ein wichtiges Zeichen für eine zielgerichtete und bedarfsgerechte Versorgung von Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz“, ergänzt Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen. „Die strukturierte, sektorenübergreifende und leitliniengerechte Behandlung führt zu einer passgenauen Versorgung. Sie stärkt die Zusammenarbeit aller Beteiligten und sorgt für eine noch besser abgestimmte Behandlung über Sektorengrenzen hinweg – ganz im Sinne der Patientinnen und Patienten.“

„Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz weisen immer häufiger Begleiterkrankungen auf“, sagt Armin Beck, hausärztlicher Vorstand der KV Hessen. „Mit dem neuen DMP Herzinsuffizienz wird dem komplexen Versorgungsbedarf dieser Patientengruppe gezielt Rechnung getragen. Das DMP unterstützt die behandelnden Ärztinnen und Ärzte dabei, ihre Patientinnen und Patienten strukturiert und leitliniengerecht zu versorgen.“

Hintergrund

Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke… gemäß § 137f SGB V. Sie sollen eine sektorenübergreifende, systematische Versorgung für chronisch kranke Menschen ermöglichen. Das Programm soll das Fortschreiten der Erkrankung sowie die Entstehung von Folgeerkrankungen verhindern. Ziel ist eine selbstbestimmte Lebensführung und eine bessere Lebensqualität der Betroffenen. Außerdem werden die Teilnehmenden im Rahmen des Programms besonders darin geschult, wie sie neben der medikamentösen Therapie zum Erhalt ihrer Mobilität und Lebensqualität beitragen können.

Chronische Herzinsuffizienz ist eine chronische Erkrankung Unter einer chronischen Erkrankung versteht man eine länger andauernde, schwer heilbare Krankheit.… des Herzens, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen, um Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Sie äußert sich typischerweise durch Atemnot, Leistungsminderung und Wassereinlagerungen (Ödeme).

 

(Gemeinsame Pressemitteilung von AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen, BKK Landesverband Süd, IKK classic, KNAPPSCHAFT - Regionaldirektion Frankfurt, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) – Landesvertretung Hessen, Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH))

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