Pressemitteilung

Männer haben es am Herzen

20.09.2022 AOK Hessen 1 Min. Lesedauer

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist in Hessen weit verbreitet. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). 2020 waren 325.000 Menschen* in Hessen betroffen, das entspricht 7,5 Prozent aller Personen ab 30 Jahren. Der Bundesdurchschnitt liegt jedoch bedeutend höher (8,3 Prozent). Der Werra-Meissner-Kreis nimmt die Spitzenposition ein (10,3 Prozent), während die Stadt Frankfurt einen auffallend niedrigen Wert aufweist (5,7 Prozent). Die Zahlen veröffentlicht die AOK Hessen aus Anlass des Weltherztages am 29. September.

Raucher besonders gefährdet

Mit zunehmendem Alter steigt die Krankheitshäufigkeit an. Männer sind eher betroffen als Frauen. So müssen 37,6 Prozent der hessischen Männer im Alter von 85 bis 89 Jahren mit dieser Diagnose leben. Wo viele Raucherinnen und Raucher leben, dort ist KHK auch mehr verbreitet (9,3 Prozent zu 7,4 Prozent).

Weitere wesentliche belastende Faktoren sind Diabetes (Typ 2), dünne Besiedelung und soziale Brennpunkte – sie können bis zu vier Prozentpunkte Unterschied ausmachen. Auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung in einer Region erhöht die Quote mitunter beträchtlich, ebenso ein bestehender Bluthochdruck.

„Dass Männer häufiger an KHK erkranken, ist neben biologischen Faktoren auch durch den höheren Raucheranteil zu erklären. Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung einer KHK, und in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten war der Raucheranteil unter den Männern immer deutlich höher als unter den Frauen“, meint Dr. Christoph-Gerard Stein, Mediziner bei der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Hessen.

Zweitplatziert ist Hersfeld-Rotenburg mit 10,2 Prozent, gefolgt vom Vogelsbergkreis (9,8 Prozent). In der Rhein-Main-Region gibt es dagegen die wenigsten Erkrankungen.

Der Gesundheitsatlas aus 2022 mit Daten aus Hessen steht hier zur Verfügung.

*Für den Gesundheitsatlas ist ein Hochrechnungsverfahren zum Einsatz gekommen, das für diesen Zweck vom WIdO mit der Universität Trier entwickelt worden ist. Es erlaubt auf Basis der Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten zuverlässige Aussagen zu Krankheitshäufigkeiten in der gesamten Wohnbevölkerung Deutschlands bis auf die lokale Ebene.

Pressesprecher

Riyad Salhi

AOK Hessen