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„Es ist ein neues Bild nötig, was Pflege leisten soll“

30.04.2026 AOK Hessen 2 Min. Lesedauer

Martin Hußing ist Vorsitzender des Landespflegerates Hessen und Pflegedirektor im Hospital zum Heiligen Geist in Frankfurt. Er besetzt eine von drei Talkrunden auf dem Hessischen Gesundheitsforum am 27. Mai in Frankfurt. Hier antwortet er kurz auf drei Fragen zur Weiterentwicklung der Pflege.

Eine Pflegerin hält die Hand einer alten Person.
Das Porträtfoto zeigt Martin Hußing.

Die Gesellschaft wird älter, die Eigenanteile steigen: Was muss die Politik tun, um die Pflege finanziell langfristig zu stabilisieren?

Hußing: Es stellt sich die Frage welche Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… wir wollen und was Aufgabe der fachkundigen Pflege in Zukunft sein soll. Es ist nicht nur eine Frage der Finanzierung, sondern auch eine Frage der Verfügbarkeit von Personal. Der Ausbau der Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… und auch der Eigenverantwortung wäre sicher auch ein Weg, Pflegebedürftigkeit Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) vom 27. November 2015 wurde der Begriff der… Im Alter zu verringern.

Was halten Sie von der Idee, das Leistungsrecht zu flexibilisieren und Budgets zu bündeln, somit die Trennung der ambulanten und stationären Sektoren aufzuheben?

Hußing: Die Trennung der Sektoren aufzuweichen ist schon lange eine gute Idee. Vor allem die pflegebedürftigen Menschen würden davon profitieren. Dann muss aber die Pflege ins Leistungsrecht, was angesichts der geplanten Ausweitung der Kompetenzen von Pflege auch geboten ist.

Im Jahr 2025 wurden in Hessen knapp fünf Prozent mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen und auch die Vergütung von Pflegefachkräften ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Was muss zusätzlich getan werden, um den Fachkräftemangel zu kompensieren?

Hußing: Die Anwerbung aus dem Ausland hat den drohenden Kollaps des Systems bisher verhindert, wird aber in Zukunft nicht ausreichen. Es ist ein neues Bild nötig von dem, was Pflege leisten soll und wie wir bei weiter schwindenden Ressourcen die Aufgaben bewältigen können..

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