Pressemitteilung

Stuttgarter Wirtschaftsforum

29.04.2026 AOK Baden-Württemberg, Stuttgart-Böblingen 3 Min. Lesedauer

Teilhabe als Schlüssel für die nachhaltige Integration internationaler Fachkräfte

Ayse Özbabacan und Cornelia Langenbeck sprechen vor dem Publikum des Stuttgarter Wirtschaftsforums 2026.
Ayse Özbabacan und Cornelia Langenbeck beim Stuttgarter Wirtschaftsforum 2026

Stuttgart. Wie lässt sich die Integration internationaler Fachkräfte erfolgreich gestalten? Welche Rolle spielen dabei gesundheitliche Aspekte? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Stuttgarter Wirtschaftsforums, das in diesem Jahr erstmals stattfand. Eingeladen hatten dazu die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Stuttgart-Böblingen, Apontis, das Bildungswerk der baden-württembergischen Wirtschaft, das Goethe-Institut, die Handwerkskammer Region Stuttgart, die Landeshauptstadt Stuttgart und Südwestmetall.

Vor rund 40 Gästen aus Wirtschaft, Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen umfasst alle Einrichtungen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten,… und Kommunen berichtete Ayse Özbabacan, Leiterin der Abteilung Integrationspolitik der Landeshauptstadt Stuttgart, wie kommunale Strategien beitragen können, dass Integration gelingt. Dabei stellte sie auch das Welcome-Center vor, das als eines der zentralen Bindeglieder in der lokalen Integrationsarbeit fungiert. Antoine Denkhaus von der Apontis GmbH beleuchtete die Perspektive der Unternehmen und zeigte, wie wichtig ein frühzeitig eingesetztes Pre-Onboarding für die langfristige Gewinnung internationaler Fachkräfte ist – idealerweise startet es bereits im Heimatland bei Vertragsabschluss. Markus Stichel, vom Goethe-Institut, legte dar, dass Sprachkompetenz der Schlüssel zu nachhaltiger Integration sei, erklärte die unterschiedlichen Sprachniveaus und zeigte praxisnahe Tipps für die Echtheitsprüfung der Nachweise.

Die Impulsvorträge machten deutlich: Eine erfolgreiche Integration internationaler Fachkräfte setzt auf frühzeitige Maßnahmen, weniger bürokratische Hürden und vor allem auf die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Dominik Hermet, Geschäftsführer des Sportkreises Stuttgart, Mikrobiologin Nihan Aydemir und Gökay Sofuoglu von der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg e. V. wurden konkrete Erfolgsmodelle vorgestellt.

Zu den Erkenntnissen des Abends im AOK-Gesundheitszentrum am Berliner Platz gehörte, dass die Perspektiven von Migranten und Unternehmen gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. Statt von „Integration“ zu sprechen, sollte der Begriff „Teilhabe“ stärker in den Vordergrund rücken. Ebenso wurde betont, dass Themen wie Heimweh und Einsamkeit nicht unberücksichtigt bleiben dürften – diese seien sowohl aus gesundheitlicher als auch gesellschaftlicher Sicht von großer Bedeutung. Gökay Sofuoglu brachte es auf den Punkt: „In den 1960er- und 1970er-Jahren kamen die Gastarbeiter mit der Absicht, eines Tages wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Heute möchten wir Fachkräfte – Männer wie Frauen – die am gesellschaftlichen Leben teilhaben, sich in der Arbeitswelt wohlfühlen und dauerhaft bleiben.“

Während die Diskussion am Ende des Stuttgarter Wirtschaftsforums in Kleingruppen fortgeführt wurde, fasste AOK-Geschäftsführer Sven Busch die zentrale Botschaft der Veranstaltung wie folgt zusammen: „Integration ist mehr als der Einstieg in den Arbeitsmarkt. Sie bedeutet Teilhabe, Gesundheit und Wohlbefinden und eine langfristige Bindung – für die Mitarbeitenden, die Unternehmen und die gesamte Region.“

1 passender Download

  • Ayse Özbabacan und Cornelia Langenbeck

    Format: JPG | 2 MB | 2500 × 1511 px

    Lizenz: Dieses Angebot (Foto, MP3, PDF...) darf für private und kommerzielle nicht-werbliche Zwecke und in sozialen Medien genutzt werden. Bitte geben Sie die Quellenangabe an.

Pressekontakt

Porträt Wassiliki Babel
Pressesprecherin

Wassiliki Babel