Bauernfeind: Endlich ein Schritt in die richtige Richtung
Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Baden-Württemberg, äußert sich positiv zu den vorgestellten Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, zur Reform der GKV-Finanzen. Er sieht eine wegweisende und faire Antwort auf die steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen umfasst alle Einrichtungen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten,… :
„Mit dem Grundsatz einer konsequenten einnahmenorientierten Ausgabenpolitik gibt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken dem GKV-System wieder die Chance, auf sichere Beine zu kommen. Das war lange überfällig. Gemeinsam mit weiteren Strukturreformen haben die am Dienstag vorgestellten Maßnahmen das Potenzial, für mehr Finanzstabilität zu sorgen und die Beitragszahlenden vor ungebremsten Beitragserhöhungen im kommenden Jahr zu schützen.
Honorarerhöhungen, Medikamentenpreise und alle weiteren Gesundheitsausgaben Das Statistische Bundesamt erstellt im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung eine… müssen sich künftig an der Entwicklung der beitragspflichtigen Einnahmen der GKV-Mitglieder und damit an den realen finanziellen Möglichkeiten der Versichertengemeinschaft orientieren – und nicht andersherum. Das ist eine klare Ansage und endlich der lange ersehnte Paradigmenwechsel.
Zudem geht es nicht nur darum, Kosten zu senken, sondern auch darum, dass wir nachweislich sinnvolle Leistungen für die Versicherten sicherstellen. Eine starke Evidenzorientierung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienteren und gezielteren Gesundheitsversorgung.
Nun gilt es, seitens der Politik am Ball zu bleiben und tatsächlich für stabile Beiträge zu sorgen. Es wäre ein schwerer Fehler, die Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit sowie die geplanten Gesetzesvorhaben zu zerreden und zu verwässern – wie wir es bei der Krankenhausreform in Teilen erlebt haben.
Wir stehen endlich an einem Wendepunkt, der uns einen zukunftsfähigen Rahmen für das Gesundheitswesen ermöglicht. Diese Chance müssen wir jetzt nutzen.“