Erfolgreicher Auftakt für Präventionsprojekt „Auf Messers Schneide“
Gewaltprävention für weiterführende Schulen und Berufsschulen im Landkreis Tuttlingen
Tuttlingen. Gewalt unter Jugendlichen ist ein zunehmend drängendes Thema unserer Zeit. Gruppendruck, Ohnmachtsgefühle, ungelöste Konflikte oder belastende Erfahrungen gehören für viele junge Menschen zum Alltag und können dazu führen, dass Situationen eskalieren.
Um Jugendliche frühzeitig zu stärken, Schulen bei der Präventionsarbeit gezielt zu unterstützen und Gewalt vorzubeugen, hat das Landratsamt Tuttlingen gemeinsam mit der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Schwarzwald-Baar-Heuberg, dem Referat Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… des Polizeipräsidiums Konstanz und weiteren Kooperationspartnern ein Präventionsprojekt auf den Weg gebracht. „Auf Messers Schneide“ heißt die Initative, die sich an 7. und 8. Klassen von weiterführenden Schulen sowie an Berufsschulen richtet.
Bei der Auftaktveranstaltung im Landratsamt wurde das Projekt jetzt den Schulen des Landkreises vorgestellt. Im Mittelpunkt steht ein Theaterstück des Präventionstheaters MACH WAS, das direkt an den Schulen aufgeführt wird. Es zeigt lebensnah, wie Konflikte entstehen, wie Gruppendruck wirkt und welche Möglichkeiten es gibt, deeskalierend zu handeln. Im Anschluss wird das Gesehene professionell pädagogisch nachbereitet: Speziell geschulte Polizeibeamtinnen und -beamte führen mit den Klassen Workshops zum Thema Gewaltprävention durch.
Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler in ihrer Konfliktlösungsfähigkeit zu stärken, Alternativen zur Gewalt aufzuzeigen und sie darin zu unterstützen, schwierige Situationen frühzeitig zu erkennen und Hilfe anzunehmen.
„Schulen leisten weit mehr als Bildungsarbeit – sie begleiten junge Menschen in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung. Als Landkreis sehen wir es deshalb als unsere Aufgabe, die Schulen mit starken Präventionsangeboten zu unterstützen. Die Verbindung aus Präventionstheater und pädagogischer Nachbereitung durch das Referat Prävention beim Polizeipräsidium Konstanz schafft die Voraussetzung dafür, dass das Thema Gewaltprävention nachhaltig im Schulalltag verankert werden kann“, sagte Bernd Mager, Sozialdezernent des Landkreises Tuttlingen, bei der Auftaktveranstaltung. Auch die Gesundheitskasse begleitet und unterstützt das Projekt aus Überzeugung:„Als AOK engagieren wir uns bei diesem Projekt, weil Gewaltprävention für uns auch Gesundheitsförderung ist ein fortlaufender Prozess mit dem Ziel, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über… ist. Gesundheit bedeutet nicht nur körperlich gesund zu sein. Gesundheit bedeutet auch, sich sicher zu fühlen, Konflikte bewältigen zu können und zu wissen, wo man Hilfe bekommt“ so Barbara Neff, stellvertretende Geschäftsführerin der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Die Präventionsarbeit ist ein wichtiger Baustein, wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung geht. Deshalb ist es uns als Polizei ein großes Anliegen, dass wir möglichst viele Menschen mit unseren Angeboten erreichen. Mit dem Gemeinschaftsprojekt sollen Kinder und Jugendliche im Bereich der Gewaltprävention informiert, sensibilisiert und vor allem gestärkt werden, um in entsprechenden Situationen angemessen reagieren und Gefahren minimieren zu können“, erläuterte Joachim Schön vom Referat Prävention beim Polizeipräsidium Konstanz.
Finanziell unterstützt wird das Projekt von der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg und ist für die teilnehmenden Schulen kostenlos.