Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ 2026
Schülerinnen und Schüler sagen Nein zu Tabak und Nikotin
In diesem Schuljahr nahmen 845 Schulklassen aus Baden-Württemberg am Wettbewerb „Be Smart – Don´t Start“ teil. Unter dem Motto „#SmartAmStart!“ galt es, ein halbes Jahr rauchfrei zu sein und damit Nein zu sagen zu Tabak und Nikotin in jeglicher Form. Der Wettbewerb endete am 24. April 2026.
657 Schulklassen (rund 78 Prozent) waren erfolgreich und haben damit an der bundesweiten Preisverlosung teilgenommen. Vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Die BIÖG fördert durch praktische Gesundheitserziehung und -aufklärung das verantwortungsbewusste… haben zehn Schulklassen aus Baden-Württemberg einen Preis in Höhe von 300 Euro erhalten.
Beim zusätzlich zum bundesweiten Wettbewerb durchgeführten Kreativwettbewerb wurden 49 Beiträge von den teilnehmenden Klassen eingereicht. Zehn Klassen wurden im Rahmen der Preisverleihung am Donnerstag (9. Juli 2026) in der Jugendherberge Stuttgart International ausgezeichnet und konnten ihre Beiträge und Aktionen einem großen Publikum vorstellen. Für ihre kreativen Leistungen erhielten sie Preisgelder in Höhe von je 400 Euro. Zu bewundern gab es einen bunten und abwechslungsreichen Mix an Audio- und Videobeiträgen, Plakaten, einem Schattenspiel, Quiz-Formaten und weiteren Aktionen zum Thema Nichtrauchen in der Schule. Die Klasse 8b der Eichendorff-Realschule in Gottmadingen hat darüber hinaus mit ihrem Kreativbeitrag rund um das Thema „Du entscheidest“ auch die Jury des bundesweiten Kreativwettbewerb überzeugt und dort den 1. Preis in Höhe von 500 Euro gewonnen. Die Klasse hat den Schülerinnen und Schülern der Schule auf unterschiedliche Art und Weise aufgezeigt, dass es eigene Wahlmöglichkeiten gibt. So wurde mit selbst entworfenen und produzierten Schlüsselanhängern die Botschaft transportiert, dass Entscheidungen, auch wenn sie schwierig sind, immer in der eigenen Hand liegen.
Die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit, Petra Krebs MdL, zeigt sich angesichts der neuen Entwicklungen beim Rauchen und Vapen besorgt: „Der Wettbewerb Be Smart – Don´t Start leistet seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag, junge Menschen bei ihrer Entscheidung rauchfrei zu bleiben zu unterstützen. Die überwiegende Mehrheit der jungen Menschen raucht nicht, und über viele Jahre war der Anteil der jugendlichen Raucherinnen und Raucher rückläufig. Soweit die guten Nachrichten. Die neuesten Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigen aber: In den letzten Jahren gibt es wieder mehr rauchende Jugendliche. Auch der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeuteln hat zugenommen. Das sehe ich mit großer Sorge. Wir dürfen uns die Erfolge der Tabakprävention der letzten Jahrzehnte nicht nehmen lassen und müssen insbesondere auch die neuartigen, für Jugendliche attraktiven Produkte verstärkt in den Blick nehmen. Dazu gehören, so die Staatssekretärin weiter, auch strengere und klarere Regulierungen, die unter anderem den Jugendschutz stärken. Hierzu haben wir bei der letzten Gesundheitsministerkonferenz Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) ist eine jährlich stattfindende… Vorstöße in Richtung Bundesregierung unternommen. Mit dem neuen Nichtraucherschutzgesetz, das nun auch elektronische Zigaretten, Tabakerhitzer, Verdampfer und vergleichbare Produkte berücksichtigt, haben wir in Baden-Württemberg zudem den Schutz vor Passivrauch deutlich verschärft. Das kommt nicht nur der unmittelbaren Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zugute, sondern unterstreicht auch das Nichtrauchen als soziale Norm.“
Kultusminister Andreas Jung: „Rauchen ist eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland. Und es ist bekannt, wie schwierig es ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Gerade die vermeintlich harmloseren Vapes und E-Zigaretten bergen enorme Suchtgefahren für junge Menschen. Deshalb sind Kinder und Jugendliche vor allem darin zu bestärken, sich selbstbewusst für das Nichtrauchen zu entscheiden. Mit der wichtigen Präventionskampagne „Be Smart – Don’t Start” wollen wir aufklären und motivieren. Wir wollen Jugendliche ermutigen, ihren eigenen Weg rauchfrei zu gehen, Trends kritisch zu hinterfragen und eine smarte Entscheidung für die eigene Gesundheit zu treffen. Ich danke allen Lehrkräften, Schulleitungen und Eltern, die diese Initiative mit Leben füllen und als starke Vorbilder vorangehen. Und an Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, appelliere ich: Nutzt die Angebote dieser Kampagne, seid füreinander da, schützt eure Gesundheit und macht eure Schule zu einem gesunden, rauchfreien Ort.“
Gordana Marsic, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Baden-Württemberg: „Gesundheit wird schon in jungen Jahren geprägt. Deshalb unterstützen wir den Wettbewerb mit voller Überzeugung. Projekte wie dieses vermitteln Wissen, stärken die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen und ermutigen sie, selbstbestimmte Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen. Gerade mit Blick auf neue Nikotinprodukte wie Vapes ist eine frühzeitige Aufklärung besonders wichtig. Wer früh lernt, bewusst auf Nikotin und Tabak zu verzichten, schafft eine wichtige Grundlage für mehr gesunde Lebensjahre. Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… ist deshalb eine Investition in die Zukunft, für jede und jeden Einzelnen sowie für unsere Gesellschaft.“
Der Präsident des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Baden-Württemberg, Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke: Unter dem Motto #SmartAmStart haben unsere Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll gezeigt, wieviel Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist in ihnen steckt. Mit großer Ideenvielfalt und bemerkenswertem Engagement haben sie auf kreative Weise für ein rauch- und nikotinfreies Leben geworben. Die Beiträge machen deutlich, dass ein gesundes Leben und der bewusste Umgang mit der eigenen Gesundheit keine Selbstverständlichkeit sind, sondern Ausdruck von Selbstbestimmung und klugen Entscheidungen. Damit setzen die Schülerinnen und Schüler ein starkes Zeichen für ein gesundes Aufwachsen und zeigen: Gesund zu leben ist nicht nur vernünftig – es ist auch smart.
Die diesjährigen Gewinner des Kreativwettbewerbs in Baden-Württemberg sind:
- die Klasse 7b der Karl-Erhard-Scheufelen-Realschule in Lenningen
- die Klassen 7 Ethik der Wilhelm-Hauff-Realschule in Pfullingen
- die Klasse 9c des Parler-Gymnasiums in Schwäbisch Gmünd
- die Berufsschulstufe der Bodelschwingh-Schule in Geislingen
- die Klasse 8b der Eichendorff-Realschule in Gottmadingen
- die Klasse 6b des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Mühlacker
- die Klasse 8b der Hebel-Werkrealschule in Titisee-Neustadt
- die Klasse 8 der Ludwig-Uhland-Schule in Schömberg
- die Klasse 6a des Kopernikus Gymnasiums in Wasseralfingen
- die Klasse 7d des Herzog-Christoph-Gymnasiums in Beilstein
Der bundesweite Wettbewerb „Be Smart – Don´t Start“ für rauchfreie Schulklassen wird gefördert vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Die BIÖG fördert durch praktische Gesundheitserziehung und -aufklärung das verantwortungsbewusste… , der Stiftung Deutsche Krebshilfe sowie dem AOK-Bundesverband und weiteren öffentlichen und privaten Institutionen. Er wird vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel koordiniert.
In Baden-Württemberg wird der Wettbewerb vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit koordiniert und gefördert. Weitere Kooperationspartner und Förderer auf Landesebene sind das Ministerium für Kultus, das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung und die AOK Baden-Württemberg. Weitere Informationen zu „Be Smart – Don´t Start“ finden Interessierte auf der Website der Kampagne und auf der Website des Landesgesundheitsamts (LGA).