Pressemitteilung

AOK-Gesundheitsnavigator unterstützt Patientinnen und Patienten mit Krebs bei der Klinikwahl

03.02.2026 AOK Baden-Württemberg 1 Min. Lesedauer

Zahl der verzeichneten zertifizierten Krebszentren in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

Ärztin sitzt Patientin gegenüber. Die Patientin erhält eine Infusion

Die Zahl der im AOK-Gesundheitsnavigator angezeigten zertifizierten organ-spezifischen Krebszentren in Baden-Württemberg ist an den insgesamt 24 krankenhaus-planerisch ausgewiesenen onkologischen Zentren sowie 12 kooperierenden onkologischen Schwerpunktkrankenhäusern seit Anfang 2025 von 255 auf 268 gestiegen. Auf diesen positiven Trend weist die AOK Baden-Württemberg aus Anlass des Welt-Krebs-Tages am 4. Februar hin. Einweisende Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten, die vor einer Krebsoperation stehen, können sich in der Krankenhaussuche des AOK-Portals zudem über die Fallzahlen der einzelnen Kliniken sowie über die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Mindestmengen zur Behandlung von Brustkrebs und Lungenkrebs informieren. Zu Prostatakrebs-Operationen bietet die AOK darüber hinaus exklusive Qualitätsinformationen auf Basis der AOK-Abrechnungsdaten an.

Im Gesundheitsnavigator sind für Baden-Württemberg insgesamt 226 onkologische Zentren verzeichnet, die auf die Versorgung von Krebserkrankungen mehrerer Organe spezialisiert sind. Damit liegt Baden-Württemberg auf Platz 3 im bundesweiten Vergleich. Bei den Zentren zur Behandlung einzelner Krebsarten finden sich in Baden-Württemberg unter anderem 48 Brustkrebszentren, 38 Darmkrebszentren, 27 gynäkologische Krebszentren und 24 Prostatakrebszentren.

Seit Mitte 2025 werden erstmals auch zertifizierte Analkrebszentren und Hodenkrebszentren angezeigt, in Baden-Württemberg sind dies zwei Analkrebszentren und drei Hodenkrebszentren. Kliniken, die das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten, müssen besonders hohe fachliche Anforderungen erfüllen. Zudem zeichnen sich die Zentren dadurch aus, dass verschiedene Abteilungen und niedergelassene Experten vernetzt zusammenarbeiten. „Die Zertifizierung einer Klinik als Krebszentrum und entsprechende krankenhausplanerische Ausweisung sollten daher für Patientinnen und Patienten das entscheidende Kriterium bei der Auswahl der Klinik für ihre Behandlung sein“, betont Jana Linsky, Leiterin des Geschäftsbereichs Medizin der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Baden-Württemberg. Die mit Unterstützung der AOK durchgeführte Studie zur „Wirksamkeit der Versorgung in onkologischen Zentren“ (WiZen) habe gezeigt, dass die behandelten Patientinnen und Patienten in DKG-zertifizierten Zentren eine bessere Überlebenschance haben als in nicht zertifizierten Kliniken. „Die Behandlung von Krebs sollte daher im Sinne der Patientensicherheit im Zuge der Krankenhausreform auf diese zertifizierten Zentren konzentriert werden.“

Ein wichtiges Kriterium für die Zertifizierung ist die Zahl der pro Jahr behandelten Patientinnen und Patienten, denn bei Krebsbehandlungen gibt es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Erfahrung des Behandlungsteams und dem Behandlungserfolg. Für die Behandlung von Brustkrebs und Lungenkrebs gelten daher gesetzliche Mindestmengen, deren Einhaltung im Portal ebenfalls angezeigt wird. „Die Anhebung der Mindestmengen bei der Behandlung von Brust- und Lungenkrebs durch den Gemeinsamen Bundesausschuss zum Jahresbeginn 2025 zeigt Wirkung für die Patientinnen und Patienten und führt zu der gewünschten Bündelung der Versorgung an weniger Standorten mit mehr Routine und Erfahrung. Das bewerten wir positiv, da diese hochkomplexen Therapien eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team erfordern“, betont Linsky. Um den Nutzerinnen und Nutzern noch mehr Orientierung zu bieten, werden die Fallzahlen der einzelnen Krankenhäuser im Navigator zusätzlich in Relation zu den Werten anderer Kliniken gesetzt und als „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“ eingeordnet.

Für die vollständige Entfernung der Prostata wegen Prostatakrebs zeigt der Gesundheitsnavigator darüber hinaus exklusive Informationen zu Unterschieden in der Behandlungsqualität zwischen den einzelnen an der Versorgung beteiligten Krankenhäusern an. Basis ist das Verfahren zur „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR), das vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ) entwickelt worden ist. Die bundesweite QSR-Auswertung zeigt deutliche Qualitätsunterschiede: Während die Gesamt-Komplikationsrate im Fünftel der Kliniken, die in der Auswertung überdurchschnittlich abgeschnitten haben, bei 6,4 Prozent lag, war im Fünftel der schlechtesten Kliniken fast ein Viertel der operierten Männer (23 Prozent) von Komplikationen betroffen. Die Fälle werden jeweils ein Jahr „nachbeobachtet“. Auf diese Weise können alle Komplikationen, die innerhalb dieses Zeitraums nach der OP auftreten, ermittelt werden. 

Zum Beginn des Jahres sind sämtliche in der Krankenhaussuche verzeichneten Informationen aus den Strukturierten Qualitätsberichten der Krankenhäuser aktualisiert worden. Zudem bietet der AOK-Gesundheitsnavigator für mehrere Bundesländer Ergebnisse einer Patientenbefragung zur Zufriedenheit mit dem Krankenhaus Krankenhäuser sind Einrichtungen der stationären Versorgung, deren Kern die Akut- beziehungsweise… -Aufenthalt.

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