Eine Blaupause für Berlin
Im Pressegespräch macht Hans-Joachim Seuferlein, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg, deutlich, warum die AOK schon seit 2008 mit dem AOK-Hausarztprogramm eine gute Patientenversorgung ermöglicht.
Schwäbisch Gmünd, Aalen, Heidenheim. Eine Umfrage der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Baden-Württemberg vor der Landtagswahl zeigte deutlich, was die Bürger in Ostwürttemberg umtreibt: Sie fürchten, im Notfall In Notfällen gewährleistet der Rettungsdienst lebensrettende Maßnahmen und den Transport kranker und… nicht schnell genug ärztliche Hilfe zu bekommen, dass die Hausarztversorgung schlechter wird und die Beiträge für das Gesundheitssystem weiter steigen werden.
Hans-Joachim Seuferlein, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg, kann die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen. „Wir brauchen Reformen im Gesundheitssystem. Das wissen alle“, betont er und ergänzt: „Bei den jüngst veröffentlichten 66 Vorschlägen der Berliner Finanzkommission Gesundheit sind viele sinnvolle Maßnahmen dabei, einige sind schon länger bekannt, etwa die vollständige Finanzierung der Beiträge von Bürgergeldempfängern. Ich hoffe, es wird endlich der Mut aufgebracht, die Vorschläge politisch auch umzusetzen.“
Doch der AOK-Chef sieht nicht die Einnahmen- sondern die Ausgabenseite als das größte Problem in der Gesetzlichen Krankenversicherung an. „Wir leisten uns in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten ein doppeltes Facharztsystem. In anderen Staaten gibt es Fachärzte nur in Krankenhäusern, alles läuft über den Hausarzt. In Deutschland fehlt eine sinnvolle Patientensteuerung durch das Gesundheitssystem.“
Die AOK Baden-Württemberg hat 2008 eine hausarztzentrierte Versorgung
Die hausarztzentrierte Versorgung wurde mit dem GKV-Modernisierungsgesetz 2004 zunächst als…
gemeinsam mit dem Hausärzteverband Baden-Württemberg und dem Medi-Verbund etabliert. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Prinzip: Der Hausarzt lenkt den Patienten als fester Lotse durch das System. Das kostet die AOK anfangs zwar mehr Geld für die ärztliche Vergütung
Die Leistungserbringer im Gesundheitswesen werden nach unterschiedlichen Systemen vergütet.
Die…
, rechnet sich aber insgesamt und rettet Leben. Eine aktuelle wissenschaftliche Evaluation belegt: Patienten im AOK-Hausarztprogramm werden engmaschiger betreut, unkoordinierte Facharztbesuche entfallen, chronisch Kranke wie Diabetiker erleiden seltener Herzinfarkte, die Zahl der Klinikeinweisungen konnte reduziert werden.
In Ostwürttemberg nehmen aktuell 160 Ärztinnen und Ärzte sowie rund 75.000 Versicherte daran teil. Landesweit sind es fast 4000 Allgemeinmediziner und 2,14 Millionen Patienten.
„Zurzeit wird in Berlin über die Einführung einer verpflichtenden Primärversorgung Unter Primärversorgung wird die gesundheitliche Grundversorgung und Beratung verstanden, in der auch… diskutiert. Hier liefert unser AOK Hausarztprogramm die richtige Blaupause“, ist Hans-Joachim Seuferlein überzeugt. Die regionale AOK-Bezirksdirektion Ostwürttemberg wie auch die AOK Baden-Württemberg bleiben trotz spürbarer Wechselbewegungen auf dem Krankenkassenmarkt weiterhin unangefochtene Nummer eins in der Region wie auch im Land. Ende 2025 zählte die AOK in Ostwürttemberg rund 176.800 Versicherte, was einem Marktanteil von 43 Prozent entspricht. „Fast alle gesetzlichen Krankenversicherungen mussten aufgrund der prekären Finanzlage im System in den letzten zwei Jahren ihre Beiträge anpassen. Dadurch war der Wechselwunsch am Markt ausgeprägt. Wir selbst haben eine ausgeglichene Bilanz, was Kündigungen und Neukunden betrifft“, sagt Hans-Joachim Seuferlein.
Um den Service effizient zu halten, fährt die Gesundheitskasse zweigleisig. Wer das persönliche Gespräch sucht, findet in Ostwürttemberg weiterhin ein Kundencenter in nächster Nähe. Gleichzeitig wächst das Online-Angebot: 2025 haben mehr als 38.000 Versicherte ihre Anliegen inzwischen rein digital erledigt. „Selbst die Unterschrift kann bei unserer AOK Digitalberatung per Smartphone geleistet werden“, so der AOK-Chef. „Das ist eine große Zeitersparnis für unsere Kunden und nachhaltig, da viele Wege und Briefverkehr entfallen.“
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Hans-Joachim Seuferlein
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