Gute Vorsätze für das neue Jahr: Mit kleinen Schritten zum Erfolg
AOK-Tipps zum Durchhalten
Esslingen, Göppingen. Der Jahresbeginn ist für viele Menschen der perfekte Zeitpunkt, um mit frischen Vorsätzen ins neue Jahr zu starten. Die Festtage sind vorüber, und es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, gesündere Gewohnheiten zu entwickeln und sich von alten, ungesunden Verhaltensmustern zu verabschieden. Doch viele setzen ihre Ziele oft zu hoch an und überfordern sich. „Ein zu ambitionierter Plan führt oft zum schnellen Scheitern“, sagt Mareike Schmohl, Präventionsexpertin bei der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Neckar-Fils. Deshalb sei es wichtig, den eigenen Vorsätzen mit realistischen Erwartungen und kleinen Schritten zu begegnen.
„Wer sich direkt vornimmt, 20 Kilo abzunehmen, setzt sich einem enormen Druck aus. Besser ist es, mit einer kleinen, aber spürbaren Veränderung im Ernährungsverhalten zu beginnen und darauf aufzubauen“, rät Schmohl. Ein strukturierter Plan hilft dabei, gute Vorsätze tatsächlich in die Tat umzusetzen und auch in schwierigen Momenten am Ball zu bleiben. „Wer mehrere große Veränderungen gleichzeitig angeht, verliert schnell den Überblick und die Motivation. Stattdessen sollte man den Fokus auf ein Thema legen und die nächsten Schritte klar definieren, so die Präventionsexpertin weiter.
Schritt für Schritt zum Ziel
Mit einem gezielten Plan gelingt es nicht nur, die Motivation hochzuhalten, sondern auch Rückschläge zu überwinden. „Das sorgt für mehr Erfolgserlebnisse und stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.“ Ein bewährtes Modell zur Umsetzung von Vorsätzen ist die SMART-Methode. SMART steht für spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. „Wer sein Ziel genau kennt und es in kleine, erreichbare Schritte unterteilt, hat deutlich bessere Chancen, es auch langfristig zu erreichen“, erklärt Schmohl. Ein Beispiel aus der Praxis: „Wenn jemand das Schwimmen liebt, könnte der Plan lauten: Zweimal pro Woche, mittwochs und samstags, jeweils 30 Minuten schwimmen. Und am besten geht es sofort los.“ Ein klar formulierter Plan nimmt den Druck und hilft, die Veränderungen tatsächlich umzusetzen.
Vorbereitet sein auf Rückschläge
Die besten Vorsätze scheitern oft an kleinen Ausflüchten und dem allzu menschlichen Drang, Dinge aufzuschieben. Die Motivation kann schnell schwinden, wenn unvorhergesehene Hindernisse auftauchen – sei es schlechtes Wetter, Zeitmangel oder einfach der „innere Schweinehund“. „Deshalb ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein“, betont Schmohl. Eine einfache und effektive Möglichkeit am Ball zu bleiben, ist es, sich mit Freunden oder Bekannten zu verabreden – das erhöht die Verbindlichkeit. Wer sich einer Gruppe anschließt, kann von der Unterstützung und Motivation anderer profitieren und ist weniger geneigt, aufzugeben.
Doch auch bei der besten Vorbereitung gibt es immer wieder Momente, in denen die Motivation schwindet. „Bei solchen Durchhängern hilft es, sich an frühere Erfolge zu erinnern“, empfiehlt die Expertin und hat noch einen wichtigen Tipp: „Nach jeder erfolgreichen Phase sollte man sich für das Durchhalten belohnen und sich somit zum Weitermachen motivieren.“