Weniger ist mehr
AOK-Tipps zum Salzkonsum
Karlsruhe. „Genaugenommen handelt es sich bei Salz nicht um ein Gewürz, sondern um ein Mineral: Natriumchlorid“, klärt Beate Benning-Gross, Ernährungsberaterin bei der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Mittlerer Oberrhein, auf. Während echte Gewürze pflanzlichen Ursprungs sind, wird Salz aus dem Meer oder unterirdischen Lagerstätten gewonnen. Salz verleiht Speisen kein eigenes Aroma, sondern dient als Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel.
Natriumchlorid steuert den Flüssigkeitshaushalt des Körpers, stabilisiert den Blutdruck und ist essenziell für die Muskel- und Nervenfunktion. „Salz ist lebensnotwendig. Ein Zuviel kann sich jedoch schädlich, in seltenen Fällen sogar lebensbedrohlich auswirken“, bringt sie auf den Punkt, warum man mit Salz achtsam umgehen sollte. Denn während das „weiße Gold“ in früheren Zeiten als Mangelware galt, nehmen wir es heute oft versteckt und im Überfluss zu uns. „Ein Großteil des verzehrten Salzes steckt in verarbeiteten Lebensmitteln, Snacks, aber auch in Brot, Wurstwaren und Käse“, so die Expertin. Sie empfiehlt, nur sparsam zu salzen und beim Würzen Kräuter zu verwenden. „Den meisten Kindern macht es Spaß, Kräuter selbst anzubauen und auszuprobieren,“ weiß sie aus Erfahrung. Ihr Tipp: Kräutermeersalz hilft, die Salzmenge zu reduzieren und bringt zusätzlich Geschmack.
Da ihre Nieren noch nicht voll entwickelt sind, sollten sich insbesondere Kinder salzreduziert ernähren. Nicht zuletzt gilt eine hohe Salzzufuhr als wichtiger Risikofaktor für Bluthochdruck. Erwachsene sollten laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung pro Tag maximal sechs Gramm Salz verzehren – das entspricht einem Teelöffel. „Ein- bis dreijährige Kinder dagegen nur zwei Gramm, Vier- bis Sechsjährige drei Gramm“, ergänzt Beate Benning-Gross.
Himalayasalz, Meersalz, Fleur de Sel? – Und welche Sorte ist am gesündesten? „Hier kann man im Regal getrost nach preiswertem Speisesalz greifen“, rät die Expertin. „Hauptsache es wurde jodiert – also mit Jod angereichert. Denn unser Körper braucht diesen Mikronährstoff zur Hormonbildung.“
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Salzkristalle
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