Pressemitteilung

Wenn Begegnungen das Leben verändern

21.10.2026 AOK Baden-Württemberg, Bodensee-Oberschwaben 4 Min. Lesedauer

Die AOK-Selbsthilfekontaktstelle lädt am 5. November 2026 zum Film „Glück – Auf einer Skala von 1 bis 10“ ins Kino-Center Mengen ein

Manuela Jäger, AOK-Selbsthilfekontaktstelle

Region Bodensee-Oberschwaben. Der Film „Glück – Auf einer Skala von 1 bis 10“ erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Warum die Geschichte berührt, zum Nachdenken anregt und gleichzeitig Mut macht, darüber spricht Manuela Jäger von der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Selbsthilfekontaktstelle im Interview. Am 5. November 2026 wird der Film im Kino-Center Mengen gezeigt – ein Abend über Begegnung, Inklusion und das, was Menschen miteinander verbindet. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Warum haben Sie sich für den Film „Glück – Auf einer Skala von 1 bis 10“ entschieden?

Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen – unabhängig davon, ob er mit oder ohne Behinderung Nach der sozialrechtlichen Definition liegt eine Behinderung vor, wenn die körperlichen Funktionen,… lebt. Der Film zeigt auf positive und berührende Weise, wie zwei Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten durch einen Zufall zueinanderfinden, sich gegenseitig bereichern und voneinander lernen. Gleichzeitig macht der Film deutlich, dass jeder Mensch im Leben mit Barrieren und Herausforderungen konfrontiert sein kann. Besonders beeindruckt hat uns, dass der Schauspieler, der den Mann mit Behinderung verkörpert, selbst mit Zerebralparese lebt. Laut Presseberichten konnte er dadurch auch eigene Erfahrungen in die Rolle einbringen, was seine Darstellung besonders glaubwürdig macht.

Wie passt das Thema des Films zur Arbeit der AOK-Selbsthilfekontaktstelle?

Viele Menschen erleben durch ihre Erkrankung Einschränkungen und stoßen in ihrem Alltag auch auf Unsicherheit oder Berührungsängste. Der Film stellt jedoch nicht die Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Behinderung in den Mittelpunkt, sondern die Begegnung auf Augenhöhe. Genau das erleben wir auch in den Selbsthilfegruppen Viele Kranke und ihre Angehörigen engagieren sich in Selbsthilfegruppen, um Unterstützung bei der… : Menschen suchen Unterstützung, Verständnis und Austausch. Sie erfahren, dass sie mit ihren Herausforderungen nicht allein sind und dass ihre Erfahrungen von anderen verstanden werden. Diese Offenheit und das Gefühl von Sicherheit möchten wir auch in die Gesellschaft tragen. Mit dem Film möchten wir die regionale Selbsthilfegruppenarbeit stärken, auf unterschiedliche Erkrankungen aufmerksam machen und Selbsthilfegruppen die Möglichkeit geben, über ihre Themen und Angebote zu informieren. Selbsthilfe bietet einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützung und kann damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Teilhabe und Inklusion leisten.

Was bedeutet Inklusion für Sie?

Es zählt nicht die Diagnose oder Beeinträchtigung, sondern der Mensch mit all seinen Erfahrungen, Fähigkeiten und seiner individuellen Lebensgeschichte. Auch bei der Planung unserer Veranstaltung haben wir darauf geachtet, mögliche Barrieren so weit wie möglich abzubauen. Der Film macht zugleich deutlich, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit Barrieren und Herausforderungen konfrontiert sein kann. Oft müssen diese zunächst bewusst wahrgenommen werden, um gemeinsam nach passenden Lösungen zu suchen. Für uns bedeutet Inklusion vor allem, dass sich alle Menschen bei unserer Veranstaltung willkommen und angesprochen fühlen.

Kann eine solche Veranstaltung etwas verändern und was kann jede und jeder Einzelne für mehr Inklusion tun?

Ja. Jede Veranstaltung kann dazu beitragen, Selbsthilfe und unterschiedliche Lebenssituationen sichtbar zu machen und Betroffene auf Unterstützung aufmerksam zu machen. Gleichzeitig kann jeder Mensch Inklusion im Alltag fördern, indem er offen auf andere zugeht, ihre Bedürfnisse und Stärken wahrnimmt und gemeinsam nach Lösungen für Teilhabe sucht. Oft beginnt Inklusion schon mit einer einfachen Begegnung auf Augenhöhe.

Warum lohnt sich der Kinoabend und was erwartet die Besucherinnen und Besucher?

Der Film verbindet ernste Themen mit Humor, Wärme und einer lebensbejahenden Geschichte. Er regt dazu an, über Inklusion, Teilhabe, Barrieren und das eigene Miteinander nachzudenken. Gleichzeitig geht man mit neuen Impulsen und einem guten Gefühl nach Hause. Bereits ab 17:30 Uhr können Besucherinnen und Besucher verschiedene Selbsthilfegruppen und Netzwerkpartner aus dem Landkreis Sigmaringen kennenlernen. Auch die OWB – Oberschwäbische Werkstätten und die AOK-Selbsthilfekontaktstelle sind vor Ort. Wir wünschen uns einen inspirierenden Abend, der Vorurteile abbaut, Begegnungen ermöglicht und zu guten Gesprächen anregt.
 
Was würden Sie jemandem sagen, der noch überlegt, ob er sich den Film anschauen soll?

Gehen Sie hin – und lassen Sie sich überraschen. Der Film erzählt nicht einfach eine Geschichte über Behinderung, sondern die Geschichte zweier Menschen, die sich begegnen und dabei entdecken, was im Leben wirklich wichtig ist.


Der Kinoabend findet am Donnerstag, 5. November 2026, im Kino-Center Mengen, Hauptstraße 22, 88512 Mengen, statt. Die Informationsstände der Selbsthilfegruppen und Netzwerkpartner öffnen um 17:30 Uhr, der Film beginnt um 18:00 Uhr.

Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Pressekontakt

Stefanie Dewor
Pressesprecherin

Stefanie Dewor