Pressemitteilung

Bayerische Demenzwoche: Wie die AOK Bayern Menschen mit Demenz und ihre Familien unterstützt

17.09.2026 AOK Bayern 5 Min. Lesedauer
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  • Rund 210.000 Menschen in Bayern an Demenz erkrankt 
  • AOK Bayern ist Partnerin der Bayerischen Demenzwoche 
  • Pflegeberatung, Kurse, innovative Projekte und Lesungen

Menschen mit Demenz leben mitten in unserer Gesellschaft und doch werden sie oft nicht gesehen. Die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Bayern möchte deshalb im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche vom 18. bis 27. September zusammen mit weiteren Akteuren auf die Situation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen aufmerksam machen. Allein in Bayern waren im Jahr 2024 rund 210.000 Menschen an Demenz erkrankt, wie der Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ) zeigt. Die Tendenz ist steigend: Laut einer Prognose des WIdO leben bis zum Jahr 2060 mehr als 340.000 Betroffene im Freistaat.

Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, betont: „Menschen mit Demenz und ihre Familien brauchen Aufmerksamkeit und Verständnis. Die Bayerische Demenzwoche leistet einen wichtigen Beitrag, um für das Thema Demenz zu sensibilisieren. Als Gesundheitskasse ist uns hier ein breites Engagement für die Betroffenen ein Anliegen. Wir möchten mitwirken, Berührungsängste rundum Demenz abzubauen, aufzuklären und Betroffene und ihre Angehörigen bestmöglich mit unseren Angeboten unterstützen – in der Bayerischen Demenzwoche und auch darüber hinaus in ihrem anspruchsvollen Alltag.“

Die AOK Bayern ist Kooperationspartnerin der Bayerischen Demenzwoche sowie des Bayerischen Demenzpakts, der 2020 vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… und Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen nachhaltig zu verbessern.

Individuelle Unterstützung durch qualifizierte Pflegeberatung

Im Mittelpunkt der Arbeit der AOK Bayern stehen dabei sowohl die Erkrankten selbst, wie auch die Menschen, die sie begleiten und unterstützen. Denn Demenz stellt Familien oft vor große emotionale, aber auch organisatorische Herausforderungen. Die bayernweit 74 Pflegeberaterinnen und Pflegeberater der AOK Bayern unterstützen Versicherte und ihre Angehörigen bei Fragen rund um die pflegerische Versorgung, beispielsweise bei Anträgen zu Pflegeleistungen, Möglichkeiten zur Verbesserung des Wohnumfelds oder Angeboten zur Entlastung der Angehörigen. Stippler ergänzt: „Alle Pflegeberaterinnen und -berater haben die Schulung der Initiative „Demenz Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft absolviert und verfügen damit über spezielles Wissen im Umgang mit Menschen mit Demenz. Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Kolleginnen und Kollegen mit den Menschen in ihrer Häuslichkeit sprechen, um in der Alltagssituation die passenden Unterstützungsleistungen zu identifizieren.“ Im Fokus der Beratung steht die individuelle Situation und darauf angepasste Versorgungspläne, die gemeinsam mit den Betroffenen entwickelt werden. Insgesamt erfolgten mehr als 47.000 Pflegeberatungen im Jahr 2025 durch die AOK Bayern. 

Pflegekurse stärken Angehörige

Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an die Betroffenen selbst: Auch ihre Angehörigen benötigen Unterstützung, um den Alltag mit ihren erkrankten Angehörigen über einen langen Zeitraum zu bewältigen. Für eine gezielte Unterstützung  bietet die AOK Bayern gemeinsam mit der Alzheimer Gesellschaft den Pflegekurs „Hilfe beim Helfen“ an. Der Kurs findet einmal im Jahr als Onlineseminarreihe im Rahmen der bayerischen Demenzwoche statt. Die Kurse werden auch in Präsenz angeboten. Im Jahr 2025 wurden zehn Gruppenkurse durchgeführt. 
Ergänzend können Angehörige einen Online-Pflegekurs der AOK Bayern nutzen. Dieser beinhaltet ein spezielles Modul zu „Menschen mit Demenz“. Insgesamt 620 Teilnehmende haben den Online-Pflegekurs bis Ende 2025 absolviert.

Innovatives Projekt soll Überlastung entgegenwirken

Zusätzlich unterstützt die AOK Bayern Angehörige von pflegebedürftigen Menschen mit innovativen Angeboten. So richtet sich das Forschungsprojekt AnDemRose speziell an pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz. Es soll deren psychische Belastungen reduzieren und Überlastung oder Depressionen vorbeugen. Dabei können die Teilnehmenden über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu zwölf psychotherapeutische Gespräche per Telefon oder Video erhalten. Ergänzend stehen digitale Selbsthilfeangebote wie der AOK-Familiencoach Pflege bereit – dieser hilft Ihnen, sich im Pflegealltag besser vor Überlastung zu schützen. Das Online-Selbsthilfeprogramm können unabhängig vom Forschungsprojekt alle Interessierten nutzen.

Lesungen für mehr Aufklärung

Um einer breiten Öffentlichkeit, Wissen über Demenz zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und einen Austausch zu ermöglichen, unterstützt die AOK Bayern Lesungen der Autorin, Psychologin und Musikerin Dr. Sarah Straub. Unter dem Titel „Lebensmut trotz(t) Demenz“ verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen mit Musik. Insgesamt sechs Lesungen fanden bzw. finden bayernweit von Juni bis Oktober kostenfrei in Kooperation mit der AOK Bayern zusammen mit Partnern vor Ort statt. 
Der diesjährige Dr. Georg Schreiber-Ehrenpreis der AOK Bayern für herausragendes publizistisches Engagement wurde der Deutschen Gesellschaft für Frontotemporale Degeneration verliehen, deren Vorstandsvorsitzende Sarah Straub ist.

„Wir setzen uns auch in der Bayerische Demenzwoche gemeinsam für Aufklärung und Unterstützung sowie eine nachhaltig bessere Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ein“, so Stippler.

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