Pressemitteilung

Häufigkeit der koronaren Herzkrankheit in München am niedrigsten

26.09.2022 AOK Bayern 3 Min. Lesedauer

Große regionale Unterschiede – AOK Bayern mit speziellem Versorgungsprogramm

Bundesweit ist München der Spitzenreiter: In der bayerischen Landeshauptstadt ist die Häufigkeit der koronaren Herzkrankheit (KHK) am niedrigsten. So waren 5,5 Prozent aller Münchnerinnen und Münchner ab 30 Jahren 2020 von einer KHK betroffen. Insgesamt liegt der Freistaat mit einer Krankheitshäufigkeit der KHK von 7,3 Prozent an der gesamten Bevölkerung unter dem bundesweiten Durchschnitt von 8,3 Prozent. Das zeigt der neue „Gesundheitsatlas Bayern – Koronare Herzkrankheit“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ) im Vorfeld des Weltherztages am 29. September. 

Über 660.000 Menschen in Bayern betroffen

Obwohl Bayern im bundesweiten Vergleich gut abschneidet, waren im Jahr 2020 im Freistaat insgesamt 661.000 Menschen in der analysierten Altersgruppe ab 30 Jahren von einer KHK betroffen. Die koronare Herzkrankheit, die sich zumeist erst ab einem Alter von 30 Jahren bemerkbar macht, ist eine chronisch verlaufende Erkrankung. Dabei kommt es durch Arteriosklerose zu einer Verengung der Herzkranzgefäße. „Die koronare Herzkrankheit ist eine ernst zu nehmende Volkskrankheit. Sie schädigt das Herz langfristig, was zu Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder einem Herzinfarkt führen kann“, erläutert Dr. Stefan Stern, Internist und beratender Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung eine… bei der AOK Bayern. 

Große Unterschiede innerhalb Bayerns

Bei der Häufigkeit der KHK in der Gesamtbevölkerung gibt es in den 96 bayerischen Kreisen und kreisfreien Städten große Unterschiede. Der niedrigste Anteil findet sich in München und Freising (5,5 bzw. 5,6 Prozent). Mehr als doppelt so hoch ist die KHK-Häufigkeit mit 13,3 Prozent in Kronach, gefolgt von Schweinfurt (11,1 Prozent). Tendenziell zeigt sich in Bayern insgesamt ein Nord-Süd-Gefälle. Das spiegelt sich auch im prozentualen Anteil der Menschen mit KHK in den Regierungsbezirken wieder: Die Spannweite reicht von Oberfranken und Niederbayern (9,28 bzw. 8,31 Prozent) bis hin zu Oberbayern und Schwaben (6,19 bzw. 6,82 Prozent).

Mehrere Risikofaktoren vorhanden

Die Krankheitshäufigkeit einer KHK steigt mit dem Alter deutlich an. Die meisten Betroffenen in Bayern finden sich sowohl bei Männern (70.000) als auch bei Frauen (60.000) in der Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen. „Männer erkranken häufiger an einer KHK als Frauen, was neben biologischen Faktoren auch durch den höheren Raucheranteil zu erklären ist“, so Dr. Stern. Darüber hinaus spielen weitere Risikofaktoren eine wichtige Rolle. „Bluthochdruck, starkes Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus begünstigen ebenfalls eine koronare Herzkrankheit. Dieser Zusammenhang spiegelt sich auch in den regionalen Auswertungen wieder“, ergänzt Dr. Stern. So hat beispielsweise München mit der niedrigsten Krankheitshäufigkeit der KHK auch einen geringen Anteil an Betroffenen mit Bluthochdruck und Diabetes (6,7 bzw. 6,6 Prozent). Hingegen gibt es in Kronach mit dem höchsten KHK-Anteil auch deutlich mehr Menschen mit Bluthochdruck und Diabetes (beide 11,2 Prozent).

AOK Bayern mit speziellem Behandlungsprogramm für KHK

Die AOK Bayern engagiert sich mit dem „AOK-Curaplan Koronare Herzkrankheit“ bereits seit 2005 für eine bessere und strukturierte medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit KHK. Dr. Stern: „In diesem Disease Management Disease Management wurde als eine Technik des Managed Care in den USA entwickelt und bedeutet… Programm, kurz „DMP“, arbeiten Hausärzte, Kardiologen und Kliniken nach neuesten medizinischen Leitlinien werden definiert als systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Ärzte und Patienten, die eine… fachübergreifend zusammen. Neben medikamentösen Behandlungen, regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und Schulungen spielen dabei auch die Beratung und Anleitung zu einem gesunden Lebensstil, einer gesunden Ernährung, viel Bewegung und zum Rauchverzicht eine entscheidende Rolle.“ Ziel ist vor allem, das Herzinfarktrisiko zu senken und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen. Aktuell nehmen bayernweit über 140.000 Versicherte der AOK Bayern, mehr als 8.000 Ärzte und 30 Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen am DMP KHK teil. 

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Dr. Regina Greck
Pressesprecherin

Dr. Regina Greck

AOK Bayern