Gerlach verstärkt Informationen über Hautkrebsrisiko durch UV-Strahlung - Bayerns Gesundheitsministerium und AOK Bayern präsentieren in Nürnberg die bayernweit 250. UV-Index-Tafel
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach verstärkt die Informationen über Hautkrebsrisiko durch UV-Strahlung. Gerlach betonte am Donnerstag anlässlich der symbolischen Aufstellung der bayernweit 250. UV-Index-Tafel in Nürnberg: „Mit den UV-Index-Tafeln setzen wir ein sichtbares Zeichen für den Gesundheitsschutz. UV-Strahlung ist der Haupt-Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs – und wird häufig unterschätzt. Die UV-Index-Tafeln helfen dabei, die Gefahr sichtbar zu machen und erinnern daran, die Haut rechtzeitig zu schützen.“
Gerlach fügte hinzu: „Akut kann UV-Strahlung zu einem Sonnenbrand führen, langfristig aber auch Hautkrebs zur Folge haben. Die häufigste Form ist der weiße Hautkrebs. Im Jahr 2024 gab es davon geschätzt über 23.000 Neuerkrankungen in Bayern, die meisten davon sind gut behandelbar und bilden kaum Metastasen. Wesentlich seltener und gefährlicher ist hingegen der schwarze Hautkrebs, der jedoch ebenfalls erfolgreich behandelt werden kann, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Im Jahr 2024 wurden in Bayern 4.804 Fälle von schwarzem Hautkrebs registriert, im Jahr 2023 waren es 5.382 Fälle und im Jahr 2022 4.715 Fälle. Umso wichtiger ist, auf die Gefahren von UV-Strahlung hinzuweisen.“
Gemeinsam mit der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Bayern und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… (ADP) setzt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… und Prävention das Projekt WATCH OUT um. Insgesamt werden dabei 500 UV-Index-Tafeln im Freistaat aufgestellt.
Die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler, sagte: „Die Folgen von Hitze und UV-Strahlung sind längst in der Lebensrealität vieler Menschen angekommen. Als Gesundheitskasse im Freistaat wollen wir nicht erst reagieren, wenn gesundheitliche Schäden entstehen, sondern frühzeitig vorbeugen. Deshalb setzen wir auf Aufklärung, Prävention und starke Partnerschaften. Die heutige Übergabe der UV-Index-Tafel ist ein sichtbares Zeichen dieses Engagements und hilft dabei, Gesundheitskompetenz zu stärken und Menschen zu einem wirksamen Sonnenschutz zu motivieren, dort wo sie der Sonne ausgesetzt sind. So schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen für mehr Gesundheit und mehr gesunde Jahre in Bayern.“
Die Tafeln informieren über den UV-Index und geben konkrete Empfehlungen zum richtigen Sonnenschutz. Paten vor Ort stellen an den festen Aufstellungsorten den tagesaktuellen Höchstwert der UV-Strahlung anhand des international gültigen UV-Index ein. Über einen integrierten QR-Code können Nutzerinnen und Nutzer zudem den aktuellen UV-Index auf Grundlage der Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) auf ihrem Smartphone abrufen. Die hinterlegte Informationsseite bietet darüber hinaus weiterführende Informationen zum wirksamen Schutz vor UV-Strahlung.
Die Ministerin erläuterte: „Der Schutz vor UV-Strahlung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Masterplans Prävention. Unser Ziel ist, die Gesundheit auch mit Blick auf den Klimawandel zu schützen. Mit den UV-Index-Tafeln bringen wir Gesundheitsinformationen genau dorthin, wo sie gebraucht werden: in Freibäder, Sportanlagen, Schulen, Parks und an andere Orte, an denen sich viele Menschen im Freien aufhalten.“
Die Sonderbeauftragte des bayerischen Gesundheitsministeriums für Klimaresilienz und Prävention, Professorin Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, ergänzte: „Als Dermatologin weiß ich, dass viele UV Schäden vermeidbar wären. Die UV-Index-Tafeln machen eine unsichtbare Gefahr sichtbar und helfen dabei, im Alltag die richtige Entscheidung zu treffen. Somit schaffen wir Strukturen, die Gesundheit zu schützen, bevor Krankheit wird in der Medizin als Abweichung von Gesundheit oder Wohlbefinden verstanden. Allerdings stößt die… entsteht – das ist Verhältnisprävention.“
Gerlach warb zudem für Früherkennungsuntersuchungen auf Hautkrebs. Die Ministerin betonte: „Das ist besonders wichtig, wenn ein erhöhtes Risiko besteht - etwa bei einem hellen Hauttyp, vielen Muttermalen oder Sonnenbränden in der Kindheit. Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Heilungschancen.“
Weitere Informationen finden Sie unter www.stmgp.bayern.de/vorsorge/umwelteinwirkungen/uv-strahlung/.