Pressemitteilung

AOK Bayern und Bayerischer Hausärztinnen- und Hausärzteverband erweitern Hausarztvertrag

12.02.2026 AOK Bayern 4 Min. Lesedauer
Die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler, und der BHÄV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Ritter stehen vor einem AOK-Banner.
Die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler, und der BHÄV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Ritter.
  • Neue Förderung für nichtärztliches Praxispersonal
  • Die Folge: Unmittelbare Entlastung für Ärztinnen und Ärzte
  • Gesundheitskasse stellt jährlich vier Millionen Euro zur Verfügung

Die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Bayern und der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband e.V. (BHÄV) stärken gemeinsam die hausärztliche Versorgung in Bayern: Im Rahmen ihres Hausarztvertrags haben beide Vertragspartner neue Leistungen vereinbart mit dem Ziel, die hausärztliche Versorgung im Freistaat durch mehr Arbeitsteilung und Telemedizin zukunftsfähig aufzustellen. Dazu gehört die verstärkte Förderung des Einsatzes akademisch ausgebildeter nichtärztlicher Fachkräfte in den Praxen sowie bei Hausbesuchen. Außerdem werden die Praxen bei der Finanzierung von telemedizinischen Geräten unterstützt, mit denen Gesundheitsdaten direkt beim Patienten vor Ort erhoben und sicher an die Hausarztpraxis übermittelt werden können. Insgesamt stellt Bayerns größte Krankenkasse dafür zusätzlich vier Millionen Euro im Jahr zur Verfügung.

„Wir wollen unseren Versicherten heute und auch in Zukunft eine verlässliche, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Primärversorgung Unter Primärversorgung wird die gesundheitliche Grundversorgung und Beratung verstanden, in der auch… garantieren. Mit der Weiterentwicklung des Hausarztvertrags stellen wir gemeinsam mit dem BHÄV die Weichen für eine zukunftssichere hausärztliche Versorgung“, sagt Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern. „Gerade der Einsatz der Primary Care Manager entlastet spürbar die Praxen und ist zusammen mit dem digitalen Ausbau der Versorgungspfade ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Primärversorgungssystem, wie es aktuell auch gesundheitspolitisch diskutiert wird“, betont Stippler.

„Wir sind froh, mit der AOK Bayern einen Vertragspartner zu haben, der erkannt hat, wie wichtig Delegation und Teamarbeit für den Erhalt der hausärztlichen Versorgung sind. Die neu verhandelten Leistungen stärken das hausärztliche Betreuteam. Mit einem hochqualifizierten Team können Hausärztinnen und Hausärzte mehr Patienten mit gewohnt hoher Qualität ist ein zentrales Versorgungsziel der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Im Rahmen der… versorgen. Die Vergütung Die Leistungserbringer im Gesundheitswesen werden nach unterschiedlichen Systemen vergütet. Die… delegativer Leistungen ermöglicht es gerade auch Einzelpraxen im ländlichen Raum, die mit einem hohem Patientenaufkommen konfrontiert sind, eine wohnortnahe hausärztliche Versorgung auf gleichbleibend hohem Niveau weiterhin zu gewährleisten“, ergänzt der BHÄV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Ritter. 

Demografischer Wandel erfordert neue Versorgungsmodelle

Hausarztpraxen sind für viele Menschen in Bayern bereits heute erste und zentrale Anlaufstelle in Gesundheitsfragen. In Zukunft werden aufgrund des demografischen Wandels immer mehr Menschen medizinische Behandlung in Anspruch nehmen. Darauf wollen sich die AOK Bayern und der BHÄV gemeinsam vorbereiten. Die Erweiterung des Hausarztvertrags knüpft an die im Herbst vereinbarte Studienförderung für nichtärztliches Personal an. Konkret honoriert die AOK Bayern unter anderem den Einsatz von sogenannten Primary Care Managern, die Ärztinnen und Ärzte im Praxisalltag unterstützen.

Digitale Angebote ausbauen – Neue Förderung für Hausbesuche

Auch Hausbesuche durch entsprechend geschulte nichtärztliche Mitarbeitende werden finanziell gefördert. In enger Absprache mit der behandelnden Hausärztin oder dem Hausarzt können sie Routineaufgaben wie einfache Untersuchungen oder Messung von Körperwerten übernehmen. Dies entlastet die Praxen und ermöglicht gerade älteren, chronisch kranken Menschen eine kontinuierliche Betreuung im eigenen zuhause. Ergänzend dazu haben sich BHÄV und die AOK Bayern darauf geeinigt, dass im Rahmen ihres Hausarztvertrags die Finanzierung für moderne telemedizinische Geräte gefördert wird, mit denen sich beispielsweise die Hausärztin oder der Hausarzt per Videochat zuschalten kann.

Prävention stärken – AOK-Coaches für Chroniker

Eine weitere Neuerung im Hausarztvertrag von AOK Bayern und BHÄV ist die Förderung des Einsatzes von AOK-Coaches – etwa zu Bluthochdruck und Diabetes Mellitus Typ II – in der hausärztlichen Versorgung. Die Online-Programme unterstützen Versicherte im Umgang mit chronischen Erkrankungen und erhöhen die Gesundheitskompetenz. Gerade Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… und Gesundheitskompetenz sind wichtige Schlüssel, um die Gesunderhaltung weiter zu stärken. Die AOK Bayern als größte Krankenkasse in Bayern und der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband als größter Landesverband im Hausärztinnen- und Hausärzteverband arbeiten hier Hand in Hand für das gemeinsame Ziel: Mehr gesunde Lebensjahre für alle Menschen in Bayern.

Pressekontakte

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Sebastian Küster
Tel.: (089) 62730-146
Mail: presse(at)by.aok.de

Bayerischer Hausärzteverband
Ruth Sharp
Birgit Fenzel
Tel.: (089) 1273927-60
Mail: presse(at)bhaev.de

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