Pressemitteilung

AOK-Gesundheitsatlas: Weniger Herzinfarkte in Bayern

13.05.2026 AOK Bayern 4 Min. Lesedauer
Die Bayernkarte zeigt für das Jahr 2024 die Häufigkeit von Herzinfarkten je 100.000 Menschen

- Bundesweit zweitniedrigste Herzinfarktrate in Bayern

- Aber: Anstieg bei Diabetes und Bluthochdruck

- Gesundheitsatlas mit Daten zu 26 Krankheiten aktualisiert

Sowohl bundes- als auch bayernweit erleiden weniger Menschen einen Herzinfarkt. Das zeigt der Vergleich der Jahre 2017 und 2024 im Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Im gleichen Zeitraum ist jedoch die Häufigkeit von Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck gestiegen – beides Risikofaktoren für koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt. 

So wurden im Jahr 2024 in den bayerischen Krankenhäusern rund 26.700 Herzinfarktfälle dokumentiert. Dies entspricht einer Rate von 290 Fällen je 100.000 Personen ab dem 30. Lebensjahr. Im Jahr 2017 waren es noch 30.400 Fälle – eine Rate von 340 Fällen je 100.000 Personen. Somit hat sich die Zahl Herzinfarktfälle in den letzten acht Jahren um 3.700 reduziert. Das entspricht einem Minus von knapp 14 Prozent seit 2017.

Bayern mit zweitniedrigster Herzinfarkt-Rate bundesweit

Zwischen den Bundesländern zeigen sich deutliche Unterschiede bei den Herzinfarkt-Raten: An der Spitze steht Thüringen mit einer Rate von 370 Fällen je 100.000 Personen ab 30 Jahren. In Hamburg liegt die Rate dagegen nur bei 270 Fällen je 100.000 Personen ab 30 Jahren. Den zweiten Platz teilen sich mit jeweils 290 Fällen Bayern, Sachsen und Berlin. Sowohl bayern- als auch bundesweit weist die Stadt Rosenheim (mit 180 Fällen je 100.000 Personen) die niedrigste Herzinfarkt-Rate auf. Der Gesundheitsatlas schlüsselt die Daten zur Herzinfarkthäufigkeit auch nach Alter und Geschlecht auf. Die Auswertungen zeigen, dass die Herzinfarkt-Raten mit dem Alter deutlich ansteigen. „Dabei gibt es einen deutlichen Geschlechterunterschied: In allen Altersgruppen sind Herzinfarkte bei Männern deutlich häufiger dokumentiert als bei Frauen“, erläutert Annette Lutz, Bereichsleiterin Gesundheitsförderung ist ein fortlaufender Prozess mit dem Ziel, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über… bei der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Bayern. So lag die Herzinfarkt-Rate der bayerischen Männer bei 410 je 100.000, während nur 180 von je 100.000 Frauen betroffen waren. 

Mehr Fälle bei den Risikofaktoren Diabetes und Bluthochdruck

„Gleichzeitig zeigen die Daten, dass sich Krankheiten, die das Risiko für Herzinfarkte erhöhen, negativ entwickeln“, sagt Lutz. So gibt es laut Gesundheitsatlas einen Anstieg bei den Diabetes-Erkrankungen: Der Anteil der Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 an der bayerischen Gesamtbevölkerung ab 20 Jahren ist von 9,7 Prozent im Jahr 2017 auf 10,3 Prozent im Jahr 2024 gestiegen (plus 0,6 Prozentpunkte). Auch beim Risikofaktor Bluthochdruck ist ein Anstieg zu verzeichnen: Hier wuchs der Anteil der betroffenen Menschen an der Gesamtbevölkerung ab 20 Jahren von 26,6 Prozent im Jahr 2017 sogar auf zuletzt 27,9 Prozent im Jahr 2024 (plus 1,3 Prozentpunkte).

Aktuelle Daten für das Jahr 2024 zu 26 verschiedenen Erkrankungen

Die Website www.gesundheitsatlas-deutschland.destellt Zahlen zu insgesamt 26 Erkrankungen dar, die jetzt aktualisiert und um das Datenjahr 2024 ergänzt worden sind. Die epidemiologischen Kennzahlen wurden ausgehend von den Routinedaten auch Sekundärdaten genannt, sind Daten, die routinemäßig von der gesetzlichen Krankenversicherung… der AOK-Versicherten auf die gesamte Wohnbevölkerung in den Regionen Deutschlands hochgerechnet. „Auf Basis der WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… -Auswertungen stellen wir bereits seit einigen Jahren beispielsweise Landräten, Bürgermeisterinnen oder der Leitung einer Gesundheitsregionplus Gesundheitsberichte zur Verfügung“, so Lutz. Mit dieser verlässlichen Datenbasis lassen sich gesundheitliche Auffälligkeiten auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte frühzeitig erkennen. So können vor Ort in der jeweiligen Kommune passende gesundheitsfördernde Maßnahmen umgesetzt werden.

Das Ziel: „Wir schaffen die Voraussetzungen für mehr gesunde Jahre“

Die AOK Bayern entwickelt darüber hinaus ihre Präventionsangebote konsequent weiter, um Gesundheit direkt in den Alltag der Menschen zu integrieren. So soll die Lücke zwischen dem Wissen über Gesundheit und dem konkreten Lebensstil geschlossen werden. „Unser Ziel ist klar: Wir schaffen die Voraussetzungen für mehr gesunde Jahre“, sagt Lutz.

Zur Vorbeugung der Risikofaktoren Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck bietet die Gesundheitskasse etwa in Kitas, Schulen und Betrieben vielfältige Angebote zur Bewegungsförderung und zu einer gesundheitsbewussten Ernährung an. Darüber hinaus unterstützt sie Bayern Versicherte mit Versorgungsprogrammen (DMP) im Umgang mit einer chronischen Erkrankung – davon profitieren auch Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 und koronarer Herzkrankheit (KHK). 

Im Internet:

Informationen zur Förderung kommunaler Gesundheitsprojekte durch die AOK Bayern: www.aok.de/bayern/gesundekommune

https://www.gesundheitsatlas-deutschland.de/

 

 

 

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