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Chronische Wunden

Die Wundheilungsfähigkeit des Körpers sorgt dafür, dass sich bei Verletzungen neues und gesundes Körpergewebe bildet, welches beschädigte Bereiche im Gewebe verschließen kann. Ist der natürliche Wundheilungsprozess gestört, können chronische Wunden die Folge sein.

Wundheilung

Die Heilungsfähigkeit von Wunden hängt unter anderem von ihrer Größe und Tiefe ab. Kleinere, oberflächliche Wunden verheilen in der Regel innerhalb von kurzer Zeit von selbst. Bei größeren Wunden dauert der Heilungsprozess länger. Dabei können auch unterstützende medizinische Maßnahmen, wie eine Wundnaht oder der Schutz der Wunde durch medizinische Wundauflagen notwendig sein. 

Wann spricht man von chronischen Wunden?

Verschiedene Erkrankungen können dazu führen, dass der natürliche Wundheilungsprozess gestört wird und sich Wunden nur sehr langsam verschließen bzw. immer wieder neu aufbrechen. Wunden werden immer dann als chronisch bezeichnet, wenn sie nach 4 bis 12 Wochen trotz Behandlung nicht abheilen. In Deutschland leiden bis zu vier Millionen Menschen an chronischen Wunden.

Von den Betroffenen wird der Behandlungsprozess meist als sehr langwierig wahrgenommen. Auch Schmerzen oder Juckreiz, welche durch die chronischen Wunden verursacht werden können, stellen für viele Patienten eine Belastung dar.

Ursachen und Risikofaktoren

Chronische Wunden können an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers auftreten und verschiedene Ursachen haben. Häufig entwickeln sie sich am Bein und Unterschenkel.

Nicht jede schlecht heilende Wunde entwickelt sich zu einer chronischen Wunde. Dennoch bestehen Risikofaktoren, die deren Entstehung begünstigen können. Dazu gehören Durchblutungsstörungen, Venenschwäche, Diabetes, Erkrankungen des Immunsystems, Gewebezerstörung aufgrund von schweren Verletzungen, Verbrennungen, Verätzungen sowie dauerhafter mechanischer Druck sein.

Zu den Krankheiten, bei denen häufig eine chronische Wunde auftritt, gehören:

  • Geschwür im Bereich des Unterschenkels, aufgrund von Venenschwäche
  • Geschwür im Bereich des Unterschenkels, wegen Durchblutungsstörungen, z.B. „Raucherbein“
  • Druck- oder Wundliegegeschwür
  • Diabetisches Fußsyndrom (Geschwüre, die i.d.R. an den Füßen beginnen, meist aufgrund diabetischer Neuropathie)

Therapieoptionen

Für eine erfolgversprechende Behandlung spielen die Therapie der Grunderkrankung, die medizinische Wundversorgung sowie die Behandlung der Wundschmerzen eine wichtige Rolle.

Je nach Ursache und individueller Entwicklung des Heilungsprozesses können hier unter-schiedliche medizinische Maßnahmen erforderlich sein. Gängige Verfahren sind:

  • Wundreinigung, dabei wird die Wunde in der Regel mit einer Kochsalzlösung ausgespült.
  • Wundtoilette (Débridement), dabei wird abgestorbenes oder entzündetes Gewebe entfernt um die Bildung von gesundem Gewebe zu fördern und den Heilungsprozess zu beschleunigen. 
  • Wundauflagen, nach der Wundreinigung werden die Wunden mit Kompressen oder speziellen Wundauflagen versorgt.
  • Kompressionstherapie, v.a. mit Kompressionsbinden fördert den Heilungsprozess bei chronischen Wunden durch Venenleiden, indem Schwellungen (Ödeme) zurückgehen und der Blutfluss in den Venen optimiert wird.
  • Antibiotika, werden bei einer bakteriellen Infektion der Wunde eingesetzt.
  • Hauttransplantate, können bei großen Wunden eingesetzt werden, die sich nicht selbst wieder verschließen können. Dabei wird eigene Haut von einer anderen Körperregion auf die Wunde transplantiert.
  • Medikamentöse Schmerzbehandlung.

Ihr Arzt wird mit Ihnen gemeinsam die geeignete Therapie wählen.

Die AOK Sachsen-Anhalt unterstützt Sie

Ihre AOK Sachsen-Anhalt unterstützt Sie, bei einer optimalen Behandlung der chronischen Wunde durch einen besonderen Versorgungsvertrag. In einem Wundzentrum in den jeweiligen Versorgungsregionen erhalten Sie von erfahrenen Wundspezialisten einen individuellen Therapieplan zur Behandlung Ihrer chronischen Wunde. Zu Hause versorgen Sie qualifizierte Ärzte, Pflegedienste und Physiotherapeuten auf Grundlage des Therapieplans.

Die Teilnahme an diesem exklusiven Behandlungsvertrag gilt für alle Versicherten, die seit mindestens 12 Monaten bei der AOK Sachsen-Anhalt versichert sind und nicht in einer stationären Pflegeeinrichtung untergebracht sind. Ihre Teilnahme ist freiwillig und beginnt mit dem Tag Ihrer Unterschrift auf der Teilnahmeerklärung. Die Teilnahme können Sie jederzeit schriftlich widerrufen.

Ihre Vorteile:

  • Steigerung der Lebensqualität und Mobilität
  • Optimale Unterstützung des Heilungsverlaufs
  • Einsatz moderner Wundtherapeutika
  • Nahtlose Zusammenarbeit nach individuellem Therapieplan in einem Wundnetzwerk
  • Fachgerechte Therapie Ihrer Wunde durch erfahrene Spezialisten im Wundzentrum und zu Hause
  • Alle Leistungen innerhalb des Netzwerkes sind zuzahlungsfrei

Was Sie selbst tun können

Besteht bei Ihnen ein Diabetes mellitus, so trägt eine gute Blutzuckereinstellung zur Förderung der Wundheilung bei. Zudem sollten Sie darauf achten, passendes Schuhwerk zu tragen, um Druckstellen zu vermeiden. Eine regelmäßige medizinische Fußpflege kann außerdem dazu beitragen, Wunden rechtzeitig zu erkennen bzw. zu vermeiden.

Leiden Sie unter einer Venenschwäche und Krampfadern, helfen Kompressionsstrümpfe oder elastische Binden, die Venen zu entlasten. So kann die Entstehung von Wunden vermieden werden.

Rauchen stellt einen wichtigen Risikofaktor für die Entstehung von Durchblutungsstörungen chronischen Wunden dar. Bleiben oder werden Sie rauchfrei! Das AOK-Expertenforum hält nützliche Tipps für Sie bereit und motiviert Sie für ein rauchfreies Leben.

Chronische Wunden können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Dabei können auch Symptome, wie Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen auftreten, die thematisiert werden sollten. Diese könnten auch ein Hinweis auf die Entstehung einer Depression sein, die der Arzt mit behandeln kann. Daher ist es wichtig, dass Sie dies offen mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

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