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AOK zum Welt-Diabetestag am 14. November: Verordnungen von Antidiabetika auf Rekordhoch

Pressemitteilung

Mehr als drei Millionen Diabetes-Präparate in Westfalen-Lippe

Dortmund (09.11.2021). In Westfalen-Lippe sind die Verordnungen von Diabetes-Medikamenten auf ein Rekordhoch gestiegen: Die niedergelassenen Ärzte stellten für die gesetzlich Versicherten in Westfalen-Lippe in 2020 insgesamt 3,026 Millionen Rezepte über blutzuckersenkende Präparate, so genannte Antidiabetika, aus. Das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr (2,914 Millionen Verordnungen). Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST auf Basis von Zahlen des GKV-Spitzenverbandes. „Eine Ursache ist, dass die Anzahl der Diabetiker seit Jahren kontinuierlich zunimmt. Wir können diese Diabetes-Epidemie nur wirksam bekämpfen, wenn es uns gelingt, die Menschen vor dem Auftreten einer Erkrankung zu schützen“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann anlässlich des Welt-Diabetestages am 14. November.

In Westfalen-Lippe leben mehr als 710.000 Menschen mit Typ-2-Diabetes. Über 50 Prozent der Betroffenen sind über 70 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an der sogenannten ‚Zuckerkrankheit‘ zu erkranken deutlich an. In den Altersgruppen zwischen 80 und 90 Jahren sind in Westfalen-Lippe rund 30 Prozent der Menschen davon betroffen. „Das Alter ist einer der bestimmenden Risikofaktoren für die Entwicklung der Erkrankung“, sagt AOK-Chef Ackermann. Dabei fällt auf, dass über alle Altersgruppen hinweg Männer häufiger an Diabetes Typ 2 erkranken als die Frauen.

Diabetes nimmt weiter zu

Bundesweit sind insgesamt rund 7,1 Millionen Menschen an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind, bis zum Jahr 2040 könnte die Anzahl auf bis zu zwölf Millionen Menschen ansteigen. „Die Lebensqualität der Betroffenen ist oft erheblich eingeschränkt. Häufig treten Nierenschädigungen, Erblindungen oder Amputationen als diabetesbedingte Komplikationen auf“, so Ackermann. Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle können dazu führen, dass Patienten frühzeitig versterben. Studien gehen davon aus, dass die Behandlungskosten inklusive Folgekosten für Typ-2-Diabetes Patienten doppelt so hoch liegen im Vergleich zu Patienten ohne Diabetes.

Ursachen für Diabetes mellitus Typ 2 sind komplex

Die Ursachen sind komplex: An einer genetischen Disposition kann man nichts ändern. Anders ist das bei Übergewicht und mangelnder Bewegung. „Geeignetes Mittel sind vor allem Lebensstiländerungen wie ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und der Abbau von Übergewicht“, so Ackermann. Experten gehen davon aus, dass sich dadurch mehr als 50 Prozent der Diabetes-Erkrankungen verhindern ließen. Um das zu erreichen, hilft die AOK NORDWEST ihren Versicherten mit speziellen Angeboten im Rahmen ihres Kursprogramms ‚Gesund leben‘. Die Angebote sind exklusiv und kostenfrei für AOK-Versicherte und werden vor Ort oder als Liveonline-Angebote im Internet von qualifizierten Fachkräften durchgeführt.

Passgenaue Versorgungsangebote

Darüber hinaus engagiert sich die AOK NORDWEST seit Jahren für eine bessere und strukturierte medizinische Versorgung von Typ-2-Diabetikern in Westfalen-Lippe. So ist beispielsweise das Disease-Management-Programm (DMP) ‚AOK-Curaplan‘ für Diabetiker ein fester Bestandteil der Versorgung. Insgesamt haben sich derzeit über 130.000 AOK-Versicherte für dieses Programm entschieden. Im DMP werden die Patienten auf der Grundlage wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse behandelt. Dabei koordiniert der behandelnde Arzt die gesamte Behandlung und legt gemeinsam mit dem Patienten Therapieziele fest – abgestimmt auf die persönliche Lebenssituation des Patienten und seines Gesundheitszustandes. So sind auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Vermeidung von Folge- und Begleiterkrankungen vorgesehen. „All das trägt mit dazu bei, die Erkrankung in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität deutlich zu verbessern“, so Ackermann. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenfrei. Mehr Informationen zum ‚AOK-Curaplan‘ für Diabetiker online unter www.aok.de/nw in der Rubrik Medizin und Versorgung, Behandlungsprogramme.

Bilder

In Westfalen-Lippe sind die Verordnungen von blutzuckersenkenden Präparaten (Antidiabetika) auf ein Rekordhoch gestiegen. Viele Diabetes-Erkrankungen lassen sich auch durch einen gesunden Lebensstil verhindern.

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Größe: 369 KB

Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de