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Neuer Selektivvertrag der AOK Niedersachsen sichert optimale Versorgung

Bei etwa fünf bis dreizehn Prozent der Frauen tritt in der Schwangerschaft ein Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) auf, die Tendenz ist steigend. Hier ist eine spezielle Versorgung besonders wichtig. Ebenso benötigen Versicherte mit einem Diabetes Typ 3 eine optimierte Versorgung.

Mit einem neuen Selektivvertrag, in den sich Versicherte seit August des Jahres einschreiben können, ermöglicht die AOK Niedersachsen eine strukturelle fachärztliche Behandlung von Schwangeren mit Gestationsdiabetes und Versicherten mit Diabetes Typ 3. Das Programm soll Früh- und Spätkomplikationen durch rechtzeitige, zielgerichtete Diagnostik und Therapie vermindern oder verzögern und schwerwiegende Krankheitsverläufe verhindern.

Was ist Gestationsdiabetes?

Bei einem Gestationsdiabetes treten über das normale Maß hinaus erhöhte Blutzuckerwerte auf. Der Gestationsdiabetes ist mit vielfältigen Risiken für Mutter und Kind verbunden. Dazu zählen etwa Frühgeburten und Geburtskomplikationen. Aber auch Übergewicht und ein erhöhtes Diabetes-Risiko für Mutter und Kind sowie Fehlentwicklungen der kindlichen Organe gehören zu den Risiken eines Schwangerschaftsdiabetes. Aufgrund der Gefahren für Mutter und Kind ist es wichtig, dass betroffene Schwangere engmaschig und mit größter Aufmerksamkeit von einem erfahrenen Diabetologen behandelt werden.

Was ist Diabetes Typ 3?

Der Diabetes Typ 3 zählt zu den seltenen Formen der Zuckerkrankheit, die als Folge von anderen Krankheiten, genetischen oder hormonellen Faktoren auftreten. Auch eine operative Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse kann zu einem Diabetes Typ 3 führen.

Wie wird behandelt?

Die Behandlung wird in Niedersachsen von ca. 180 Diabetologischen Schwerpunktpraxen übernommen. Gestationsdiabetes und Diabetes Typ 3 sind im Disease-Management-Programm AOK-Curaplan nicht integriert. Mit dem neuen Vertrag wird eine optimale Versorgung gesichert und den Betroffenen eine schnelle und strukturierte Behandlung mit festen Untersuchungsintervallen geboten.

Die Inhalte des Versorgungsprogramms reichen bei Gestationsdiabetes unter anderem von einer ausführlichen Beratung, Information, Patientenschulung und Untersuchung über eine eventuelle Insulin-Einstellung bis zur Kontrolluntersuchung nach der Geburt.

Das Versorgungsprogramm sieht bei Diabetes Typ 3 ebenfalls eine umfassende Beratung, Schulung, Untersuchung und Behandlung nach dem neuesten wissenschaftlichen Kenntnisstand sowie unter anderem auch die Wundversorgung bei Diabetischem Fußsyndrom vor.

Das neue Versorgungsprogramm für an Gestationsdiabetes erkrankte Frauen und Versicherte mit Diabetes Typ 3 bildet zusammen mit den bestehenden strukturierten Behandlungsprogrammen ein umfassendes Angebot im Bereich der Diabetesversorgung.

Weitere Informationen zu dem Thema auf aok.de mit dem Suchwort Schwangerschaftsdiabetes bzw. Diabetes mellitus Typ 3.