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Zum Fisch noch etwas Brokkoli

AOK Hessen empfiehlt: Jodmangel durch Ernährung vorbeugen

08.05.2008

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und wird für die Produktion von Schilddrüsenhormonen gebraucht. Da der Körper es nicht selbst produzieren kann, muss es mit der Nahrung aufgenommen werden. Geschieht dies nicht, kann die Schilddrüse erkranken. Durch den Einfluss der Schilddrüsenhormone auf zahlreiche Stoffwechselvorgänge hat ein Mangel auch Auswirkungen auf die allgemeine Leistungsfähigkeit. Typische Symptome sind Abwehrschwäche, ständiges Frieren und Müdigkeit. Bei Kindern kann ein Jodmangel gar Defizite in der körperlichen und geistigen Entwicklung verursachen.

Der tägliche Jodbedarf ist abhängig vom Alter und der Lebenssituation. „Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) liegen für Erwachsene bei 180 bis 200 Mikrogramm (Millionstel Gramm). Schwangere und Stillende sollten täglich 230 bis 260 Mikrogramm zu sich nehmen“, erläutert Claudia Böhler, Ernährungsexpertin bei der AOK Hessen. Die Ackerflächen in Deutschland zählen zu den Jodmangelgebieten. Durch die jodarmen Böden können Getreide, Obst und Gemüse auch nicht ausreichend Jod auf-nehmen. Dieser Mangel kann durch jodiertes Speisesalz ausgeglichen werden. Die breite Verwendung von Jodsalz hat in den letzten Jahren zu einer Verbesserung der Jodversorgung geführt. „Jedoch kann die notwendige Tagesmenge von 5 Gramm Jodsalz durch Zusalzen allein nicht erreicht werden“, so Claudia Böhler. So ist es auch wichtig, bei Lebensmitteln wie Brot, Käse und Wurst darauf zu achten, dass Jodsalz bei der Herstellung verwendet wurde. „Wer zweimal pro Woche Seefisch (z.B. Schellfisch, Seelachs, Scholle) isst, braucht sich über möglichen Jodmangel keine Sorgen zu machen, da Seefisch besonders jodhaltig ist. Milchprodukte sowie frischer Brokkoli und Champignons dienen ebenfalls als Lieferanten, jedoch werden hier größere Mengen benötigt. „Um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken bedarf es 100 Gramm Seefisch oder aber 1,3 Kilogramm Brokkoli“, erläutert die AOK-Ernährungsexpertin. Regelmäßige Aufenthalte am Meer sind eine weitere Möglichkeit die Jodversorgung zu verbessern. Die Meeresluft und das Meer-wasser haben einen höheren Jodgehalt. Besonderheiten sind bei Personen mit erhöhtem Jodbedarf, wie beispielsweise Schwangere und Stillende, zu beachten. Sie sollten, nach vorheriger Rücksprache mit Ihrem Arzt, Jod in Tablettenform zu sich nehmen. Das gilt auch für Allergiker, die keinen Fisch oder Milchprodukte essen können.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.jodmangel.de oder www.jod-fuer-zwei.de.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de