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Studie: Weniger Herzinfarkte dank Behandlungsprogramm

AOK veröffentlicht Ergebnisse/Fazit: Hessens Ärzte leisten erfolgreiche Arbeit

13.07.2009

Bad Homburg. Seit dem 1. Juni 2004 haben Patienten mit einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) die Möglichkeit, sich in das strukturierte Behandlungsprogramm AOK-Curaplan einzuschreiben. Ziel des Projekts ist eine bessere Versorgung der Betroffenen durch die Vereinbarung überwachter Therapieziele, regelmäßige Arzttermine auch ohne akute Beschwerden und eine enge Vernetzung von ambulantem und stationärem Bereich. Die drei unabhängigen Forschungsinstitute infas, Prognos und WIAD haben sich AOK-Curaplan jetzt einmal näher angeschaut. Das Ergebnis: Die Teilnehmer leben gesünder und haben sogar weniger Herzinfarkte.

Der Erhebungszeitraum des heute vorgelegten Berichtes war dabei von Juni 2004 bis zum Ende des Jahres 2007. Zum Stichtag 31.12.2007 nahmen über 50.000 Versicherte am Programm teil sowie insgesamt rund 3200 niedergelassene Ärzte und 23 Kliniken.

Curaplan minimiert das Herzinfarktrisiko
„Besonders auffällig sind die Erfolge von Curaplan im Bereich herzbedingter Brustschmerzen (Angina Pectoris) und des Herzinfarkts bzw. der Herzmuskelschwäche“, sagt Dr. Angela Smith, Allgemeinmedizinerin bei der AOK Hessen. So sei die Anzahl derjenigen, die keinerlei Angina-Pectoris-Symptome aufwiesen von 37,8% in 2004 auf 59,5% in 2007 gestiegen. Statt 18,15% litten nur noch 3,08% unter einer Herzmuskelschwäche, die Rate der neu- bzw. erstmalig aufgetretenen Herzinfarkte ging um bemerkenswerte 80% zurück.


„Die Ergebnisse sind wunderbar, weil sie für die Betroffenen eine ganz erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität bedeuten“, freut sich Smith. Allerdings sei dafür die konsequente Mitarbeit der Teilnehmer unerlässlich: „Kern von AOK-Curaplan ist der sehr enge und immer wiederkehrende Kontakt zwischen Patient und Arzt sowie die Vereinbarung individueller Therapieziele. Damit ist der einzelne Teilnehmer ein ganzes Stück selber in der Verantwortung“, so Smith. Deutlich werde dies z.B. beim Thema Rauchen. „Wer raucht, potenziert sein Risiko für schwerste Herzerkrankungen beträchtlich. Im Rahmen des Programms konnte der Raucheranteil aber um insgesamt 45% gesenkt werden“, sagt Smith. Das sei echte und wirksame Prävention.

Die Ergebnisse überzeugen auch Herbert Schneider, den alternierenden Verwaltungsratsvorsitzenden der AOK Hessen: „Der Erfolg von Curaplan beweist, dass mit leitlinienbasierter Medizin die Versorgungsqualität nachhaltig gesteigert werden kann. Patienten profitieren von strukturierten Behandlungsprogrammen, das ist für uns eine ganz wichtige Erkenntnis.“ Denn insgesamt sind die Resultate eindeutig: Curaplan wirkt sich durchgängig positiv auf die Krankheitsverläufe der Teilnehmer aus und wird sowohl von Patienten als auch von Ärzten sehr gut angenommen und umgesetzt.



Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Stephan Gill - 06172/272-144 oder Stephan.Gill@he.aok.de