Kein Ort gewählt
Keine AOK gewählt

„NäherDran“ von Sportjugend Hessen und AOK Hessen gestartet

Inklusion, Integration oder Teilhabe: Initiative bietet neue Fördermodule für Sportvereine

Sportfest in Dreieich

Ergänzend wird am 29. August 2018 (Mittwoch) an der Georg-Büchner-Schule in Rodgau-Jügesheim ein Sportfest stattfinden, an dem die drei ersten Plätze für vereinseigene Projekte bekannt gegeben und vorgestellt werden. Neben einem Bühnenprogramm werden auch zahlreiche sportlich-integrative Aktivitäten vor allem für Kinder und Jugendliche angeboten.

Jetzt mit vereinseigenen Projekten bewerben

Frankfurt. Alle Sportvereine in Hessen, die sich besonders stark für Inklusion, Inte-gration oder Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen im Sport einsetzen oder dies nach den Sommerferien vorhaben, haben ab sofort die Chance auf finanzielle Unterstützung. Die Sportjugend Hessen hat gemeinsam mit der AOK Hessen die Initiative „NäherDran“ konzipiert. Hier sollen vereinseigene Projekte teilfinanziert werden. Außerdem werden etliche Bewegungs- und Bildungsmodule angeboten, die Clubs kostenfrei abrufen können. Als Schirmherr konnte Dirk Köhler vom RSV Lahn-Dill gewonnen werden. Die Bewerbungsfrist endet am 10. August 2018.

Eine dreiköpfige Jury entscheidet, welche vereinseigenen Projekte als förderungswürdig erachtet werden. „Wir legen beispielsweise Wert auf die konkrete Beschreibung der Zielsetzung und der Maßnahmen, eine detaillierte Zeit- und Kostenplanung, aber auch, ob das Konzept Aussicht auf Erfolg hat“, so Köhler. Zur Jury gehören auch Juliane Kuhlmann, Vorsitzende der Sportjugend Hessen sowie Anke Josten, verantwortlich für Marketing und Produktmanagement bei der AOK Hessen. Insgesamt stehen 100.000 Euro für „NäherDran“ in diesem Jahr zur Verfügung. „Wir wollen zusätzliche Schubkräfte freisetzen und greifen dafür engagierten Vereinen unter die Arme – nicht nur finanziell, sondern auch mit unserem Know-how. Und das sportartenübergreifend und unabhängig von deren Mitgliederzahl“, erzählt Kuhlmann. Insbesondere kleinere und mittelgroße Vereine sollen von diesem neuen Angebot profitieren. „NäherDran“ ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen: Geholfen wird Sportvereinen, die sich weiterentwickeln wollen. Zudem trägt die Kampagne dazu bei, häufig benachteiligte Personengruppen stärker ins Vereinsleben zu integrieren. Dabei rücken alle ein bisschen näher zusammen, während die Gemeinschaft in den Clubs gestärkt wird. „Wir wollen, dass sich die Menschen viel bewegen – am besten regelmäßig im Verein. Eine bessere Prävention gibt es nicht. Es geht uns aber auch darum, Vereine und benachteiligte Menschen zusammenzubringen, weil soziales Engagement ungemein wertvoll ist“, ergänzt Josten.

Schnell buchen: Bewegungs- und Bildungsmodule

Doch selbst dann, wenn es zunächst keine eigenen Projektideen geben sollte, gibt es Unterstützung: Insgesamt 19 Module der Sportjugend aus dem Kontext Bildung und Bewegung stehen unabhängig davon zur Verfügung, und pro Verein können – je nach Aufwand für die jeweilige Umsetzung – eines, zwei oder drei von ihnen realisiert werden.

Hierzu gehören beispielsweise Ausbildungen, Module zu den Themen Kinderarmut und Vielfalt, Workshops und Kinderfreizeiten sowie interkulturelle Angebote. Sogar ein komplettes Soccer- und Highlander-Turnier für unbegleitete Flüchtlinge kann mit Hilfe der Sportjugend organisiert werden. „Das Angebot ist bewusst sehr breit gefächert und so konzipiert, dass ein Verein neben der finanziellen Unterstützung eben auch Kompetenzen und Events im Gesamt- wert von mehreren tausend Euro erhalten kann“, so Josten. Die Beteiligten gehen derzeit davon aus, dass etwa 20-30 hessische Vereinen eine Förderung (Geld- und/oder Sachleistungen) zuerkannt wird. „Wir gehen jedoch von einem Vielfachen an Anmeldungen aus“, meint Köhler. Wenige Wochen nach Ende der Bewerbungsfrist wird feststehen, welche Vereine mit einer Unterstützung rechnen können. Allerdings werden auch die Schnellen belohnt: Wer Bewegungs- und/oder Bildungsbausteine bucht, ist im Vorteil, wenn dies besonders früh geschieht. „Aus diesem Grund empfehle ich sehr stark, bis zum Beginn der Sommerferien eine Entscheidung zu treffen“, rät Köhler.