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Nachts, wenn der Atem stockt

Neuer AOK-Versorgungsvertrag mit dem St. Elisabethen-Krankenhaus in Frankfurt

Bad Homburg / Frankfurt. Mittlerweile gibt es elf Schlaflabore in Kliniken, die mit der AOK Hessen Verträge zur besonderen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Schlafapnoe geschlossen haben. Lungenfachärztinnen und -ärzte sind sich sicher, dass eine ausbleibende Therapie bei Atemaussetzern in der Nacht das Leben um bis zu zehn Jahre verkürzen kann.

Seit kurzem ist die das St. Elisabethen-Krankenhaus in Frankfurt dem Vertrag der AOK Hessen beigetreten. Es ist die elfte Klinik mit einem Schlaflabor, in der eine Versorgung dieser Art möglich ist und die jene AOK-Versicherten nutzen können, bei denen ein Verdacht auf ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom besteht. Über 700 Versicherte haben sich allein 2018 in den Vertrag eingeschrieben, dessen Ziel es ist, die Behandlungsqualität durch eine aufeinander abgestimmte Behandlungskette zu verbessern. Auch sind mehrere Kontrolluntersuchungen vorgeschrieben. Doch der erste Schritt ist immer die ambulante Untersuchung in einer Praxis. Nach spätestens 24 Werktagen betritt der oder die Betroffene dann das Schlaflabor, dort gibt es eine sofortige Versorgung, auch Schulungen mit dem Therapiegerät, das daheim angewendet wird.

Sind die oberen Atemwege wegen einer erschlafften Muskulatur verengt, erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit beim Ein- und Ausatmen – dadurch steigt der Druck im Rachenraum, was wiederum zu starken Vibrationen führt. Diese erzeugen dann laute Schnarchgeräusche. Bei der obstruktiven Schlafapnoe entsteht zeitweise sogar ein kompletter Verschluss des Rachens, bis hin zum Kollabieren der Luftröhre. Es gibt Menschen, bei denen sich Atemstillstände von über einer Minute fünfzig oder achtzig Mal in der Nacht wiederholen. Sie sind dauerhaft übermüdet, selbst wenn sie deswegen nicht jedes Mal aufwachen. Die Gefahr eines Infarktes oder Schlaganfalls ist stark erhöht. Auch besteht akute Unfallgefahr, vor allem im Straßenverkehr durch Sekundenschlaf.

In Frankfurt nimmt außerdem noch das Krankenhaus Nordwest am Vertrag teil. Ebenso Kliniken in Eschwege, Bad Wildungen, Wiesbaden, Weilmünster, Darmstadt, Bad Soden, Marburg, Bad Nauheim und Elgershausen bei Gießen.