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Immer wenn die Sonne brannte

14.05.2014

Sonnenekzem, Mallorca-Akne, Lichtausschlag: Rund um die Beschwerden im Zusammenhang mit der Sonne kursieren etliche Begriffe. Die meisten Menschen, die empfindlich auf Sonnenstrahlen reagieren, leiden dabei unter der sogenannten polymorphen Lichterdermatose. Von ihr sind etwa zehn bis 20 Prozent der Mitteleuropäer betroffen.

Wenige Stunden, manchmal aber auch erst Tage nach der Sonnenbestrahlung reagiert die Haut mit juckenden Rötungen, Knötchen und Bläschen. Das ist lästig, doch meist verschwinden die Symptome bei konsequentem Sonnenschutz rasch von selbst.. Bei der so genannten Mallorca-Akne kommt es als Reaktion auf die ersten intensiven Sonnenstrahlen des Jahres zu juckenden Pickelchen an besonnten Hautstellen mit vielen Talgdrüsenfollikeln. Typische Stellen hierfür sind Rücken, Dekolleté, Schultern und Oberarme.

Eine Frage des Sonnentyps

Je nach Hauttyp können schon zehn Minuten Sonne leicht einen Sonnenbrand auslösen. Wer Medikamente nimmt und  an unbedeckten Hautstellen schneller als sonst eine brennende Rötung bekommt, der sollte an eine phototoxische Reaktion denken. Harntreibende Medikamente, bestimmte Antibiotika und Herzmittel können solche Beschwerden auslösen, weil sie die Haut  lichtempfindlicher machen. Wann immer die Haut Probleme macht, sollte ein Arzt die Ursache abklären. Je nach Schweregrad berät er die Betroffenen beispielsweise, ob die Stellen mit einer entzündungshemmenden Creme behandelt werden sollten oder ob es sinnvoll ist, die Haut vor Beginn der Sonnensaison langsam mit einer speziellen UV-Therapie an die Sonnenstrahlen zu gewöhnen.

Was man selbst tun kann

Auch ohne Arztbesuch kann dagegen jeder selbst viel tun, um künftig von lästigen Hautreaktionen verschont zu bleiben:

Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich wieder an die Sonne zu gewöhnen: Ein paar Minuten zum Einstieg reichen. Gerade zu Beginn der Sonnensaison reagiert der Körper oft stark auf die Sonne. Hat er sich gewöhnt, treten bei vielen die Symptome nicht mehr auf.

Schützen Sie die besonders empfindlichen Stellen wie Dekolleté, Gesicht, Schultern und Nacken: Tragen Sie langärmelige Kleidung und Hüte. Besonders gut eignet sich Kleidung mit speziellem UV-Schutz im Gewebe.

Schatten und Halbschatten sind besser als direkte Sonne: Auch hier bekommen Sie noch genug wohltuendes Licht ab. Das gilt besonders auch für die Mittagssonne zwischen elf und 15 Uhr, wenn die UV-Strahlung am stärksten ist.

Gut geschmiert: Wann immer die Sonne strahlt, sollte die Haut gut eingecremt sein. Der Lichtschutzfaktor sollte 30 oder höher sein und sowohl vor UV-A als auch vor UV-B-Strahlung schützen. Die Sonnencreme sollte eine halbe Stunde vor dem Gang in die Sonne aufgetragen und regelmäßig erneuert werden. Am besten eignen sich Mittel, die frei von Duft- und Konservierungsstoffen sind, da sie ansonsten eher wieder Reaktionen der Haut auslösen können. Selbst durch normale Fenster, aber vor allem durch Autoscheiben gelangt UV-Strahlung. Wer länger am Fenster sitzt oder längere Autofahrten vor sich hat, sollte also auch eingecremt sein. Wenn das nicht ausreicht, der sollte spezielle Folien anbringen.