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Geht ein Mann nicht zum Arzt

08.02.2016

Echte Männer lassen vieles auf sich zukommen. Leider zählen dazu auch Karzinome. Anders ist es nicht zu erklären, dass noch nicht einmal jeder Fünfte die Früherkennung ab dem 45. Lebensjahr beim Urologen wahr nimmt. So bleibt Prostatakrebs vielfach unerkannt. Die Aufklärungskampagne „Deine Manndeckung“ von Janssen Deutschland will diesem Phlegmatismus ein Ende setzen. Die AOK Hessen ist einer von mehreren Kooperationspartnern.

Mit Hilfe von renommierten Sportvereinen wie der HSG Wetzlar, dem SV Wehen und der MT Melsungen sowie dem Hessischen Fußball-Verband sollen objektive, umfassende und klar verständliche Informationen zur Früherkennung buchstäblich “an den Mann“ gebracht werden. Auch die Genossenschaft Hessischer Urologen und der Berufsverband der Deutschen Urologen wirken aktiv mit. Denn Prostatakrebs verursacht anfangs keine Symptome. Je früher die Erkrankung aber erkannt wird, desto höher die Heilungschancen. So wird „Deine Manndeckung“ beispielsweise beim Futsalcup in Grünberg am 13. Februar und dem Limburger Hessenpokal-Finale im Mai und darüber hinaus bei zahlreichen Handball-Veranstaltungen wie der Heimspielaktion der HSG Wetzlar am 26. März vor Ort sein. Auch bei den nordhessischen Gesundheitstagen (18./19. März) in Kassel wird der Dialog mit Männern gesucht. Doch bleibt zu fragen: Woher rührt die Angst? Warum vermeiden viele Männer den Gang zum Arzt derart beharrlich?

Langsames Vortasten

Die AOK Hessen hat hierfür folgende Erklärung: Zum einen wird es als peinlich empfunden, dass man seine „private parts“ vor einer fremden Person – seinen Urologen sieht man gemeinhin selten – entblößen muss und dass die Tastuntersuchung eventuell schmerzen könnte. Was aber passiert tatsächlich? Zunächst stellt der Arzt Fragen. Zum Beispiel: Haben Sie Probleme beim Wasserlassen? Dann folgt die Untersuchung, die so schnell vorbei ist, dass sich sehr viele Patienten danach wundern, warum sie nur solchen Bammel davor hatten. Bauch, Hoden und Penis werden von außen abgetastet. Später, im Liegen, der Patient dreht sich dabei vom Untersuchenden weg, führt der Urologe seinen Finger in das Rektum ein. Ein paar Zentimeter nur, das reicht. Er trägt dabei freilich einen Handschuh und benutzt ein spezielles Gleitgel. Die Prozedur dauert nicht länger als 30 Sekunden. Schmerzhaft ist das alles nicht. Sollte der Arzt etwas Ungewöhnliches ertasten, kann zusätzlich noch ein Ultraschall gemacht werden. Hier wird eine Sonde in den After eingeführt. Dauer: Eine Minute. Die AOK Hessen übernimmt – wie auch alle anderen Krankenkassen – die jährliche Früherkennungsuntersuchung für Männer ab 45 Jahren.