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AOK Hessen sagt Diabetes den Kampf an

Ärztenetz PriMa setzt AOK aktiv + vital um / Bundesweit einzigartiges Konzept zur Diabetesprävention / Präventionspaket im MMVZ

14.07.2009

Die AOK Hessen hat ein bundesweit einzigartiges Betreuungskonzept für Diabetesgefährdete entwickelt*, das nun von Ärzten des Netzwerkes PriMa umgesetzt wird. In erster Linie werden Patienten aus Marburg und Umgebung ab sofort über AOK aktiv + vital betreut. Auch bereits diagnostizierte Diabetiker profitieren von dem Angebot. Der PriMa-Vorstandsvorsitzende Dr. Hartmut Hesse ist von der Idee sowie den Inhalten überzeugt: „Dieses Programm ist ideal, um Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren und mit ihnen gemeinsam einer akuten Erkrankung entgegenzuwirken.“ Geeignete Patienten können sich ab sofort bei derzeit über 20 PriMa-Hausärzten einschreiben – wöchentlich kommen weitere Ärzte hinzu. Kernbestandteil ist ein umfangreiches Begleitprogramm zur Prävention im Marburger Medizinischen Versorgungszentrum (MMVZ).

Die Volkskrankheit Diabetes ist weiterhin auf dem Vormarsch: Derzeit sind nach Angaben des Deutschen Diabetikerbundes in Deutschland etwa 6 Mio. Menschen erkrankt. Dazu rechnen Experten noch eine Dunkelziffer von über 2 Mio. Bürgern, die unwissend an Diabetes leiden. Hinzu kommen diejenigen, die früher oder später auf eine Erkrankung zusteuern. Durch ein fragwürdiges Ernährungs- und Bewegungsverhalten sowie andere Faktoren werden sie zu Risikopatienten, die vom Arzt nicht immer frühzeitig genug als solche diagnostiziert werden können. Dass diese Entwicklung gemeinsam mit Haus- und Fachärzten frühzeitig gestoppt werden muss, hat die AOK Hessen erkannt. „Es besteht die realistische Möglichkeit, durch Änderung des Lebensstils keinen Diabetes zu entwickeln“, berichtet Matthias Grün, verantwortlich für Integrierte Versorgung bei der AOK Hessen. Damit sind beispielsweise professionell angeleitete Ernährungs- und Bewegungsprogramme Möglichkeiten, einem vorhandenen Diabetes-Risiko entgegen zu wirken. Arzt und Patient legen einvernehmliche Therapieziele fest und sehen sich regelmäßig. Zu AOK aktiv + vital gehört auch eine optimale Arznei-, Heil- und Hilfsmittelversorgung. Die Teilnahme ist für AOK-Versicherte durch einen speziellen Wahltarif auch mit finanziellen Vorteilen verknüpft.

Alle Fäden in der Hand des Arztes
Mit einer speziellen Software ist es möglich, alle relevanten medizinischen Werte auf einen Blick zu verfolgen und anhand der Untersuchungs- und Behandlungspfade die nächste Therapieentscheidung zu treffen. Aktuelles medizinisches Wissen steht dem behandelnden Arzt dadurch unmittelbar bei notwendigen Entscheidungen zur Verfügung und ist konkret zugeschnitten auf den einzelnen AOK-Versicherten. „Der so genannte Decision Support – also die Entscheidungshilfe – ist neben der Medikamententherapie und der Medizintechnik die neue dritte Säule und der entscheidende Erfolgsfaktor in der Unterstützung von Ärzten und Krankenkassen“, erklärt Frank Ladendorf von der CompuGROUP. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, alle im Gesundheitswesen Beteiligten sektorübergreifend zu vernetzen, damit relevante medizinische Informationen immer genau zum richtigen Zeitpunkt elektronisch zur Verfügung stehen. Letztendlich obliegt es dann dem behandelnden Haus-arzt, ob die Empfehlungen dem Patienten gerecht werden, oder ob im Einzelfall individuelle Abweichungen dem Therapieziel förderlicher sind.

Vertrag unter Dach und Fach
Der Vertrag wurde vom PriMa-Vorstand vor kurzem unterzeichnet, die ersten Patienten sind bereits eingeschrieben. Im Gesundheitsnetz Osthessen läuft das Programm bereits seit Anfang 2008 mit Erfolg. Insgesamt 49 Ärzte und 2.300 Patienten aus Fulda und dem weiteren Umland nutzen bereits die Vorteile dieser besonderen Versorgung. Ebenso im Norden Hessens wird AOK aktiv + vital umgesetzt. Für Mittelhessen erwartet Dr. Hartmut Hesse einen ähnlich hohen Zulauf: „Es handelt sich um ein innovatives Konzept, das zu einer deutlich gesteigerten Qualität in der Diabetesversorgung führen wird. Dies geschieht auf der Grundlage strukturierter Behandlungsabläufe.“

„8 + 4“ macht stark gegen Diabetes
Ein wesentlicher Bestandteil des Programms ist ein umfängliches Präventionspaket. Mit ihm soll der Patient befähigt werden, seinen Lebensstil nach und nach umzustellen. Im MMVZ nimmt er an einer achtteiligen Ernährungsschulung teil, ebenso gibt es Trainingseinheiten zur Bewegung mit und ohne Anleitung. Diese Maßnahmen werden unter ständiger therapeutischer Begleitung acht Wochen lang intensiv betrieben. In den vier Wochen danach setzen die Partner auf acht bis 14 frei wählbare Trainings zur Vertiefung des Gelernten. „Wir wollen die Patienten dazu bringen, ihre neuen Erfahrungen und ihr Wissen selbstständig in den Alltag mitzunehmen. So werten wir die Trainingsprotokolle, in denen alle medizinischen Werte erfasst sind, kontinuierlich aus und arbeiten mit den PriMa-Ärzten eng zusammen“, erzählt Uwe Happel, Inhaber des Therapiezentrums. Durch diese Maßnahmen soll der Diabetes langfristig wirksam bekämpft werden.

* in Zusammenarbeit mit der GiV = Gesellschaft für angewandte integrierte Versorgungsformen mbH

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de