Gesundheit vor der eigenen Haustür
Landtagswahl wird zur Gesundheitswahl: Der AOK-Wahlkreis-Check informiert und stellt regionale Gesundheitsversorgung in den Fokus
Für die Landtagswahl veröffentlicht die AOK Baden-Württemberg ein interaktives Informationsportal, das die entscheidende Frage stellt: Wie gut ist die Gesundheitsversorgung im Land und in den einzelnen Regionen – auch in Bodensee-Oberschwaben – und was muss sich ändern? Die Webseite liefert umfassende Einblicke in die Stimmungslage der Bevölkerung, die wichtigsten Themen und die drängendsten Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit und Pflege. Auf den Regionalseiten gibt es detaillierte Informationen zu den spezifischen Herausforderungen vor Ort ergänzt durch Stellungnahmen von Wahlkreiskandidierenden. „Die Landtagswahl ist auch eine Wahl für die Gesundheit der Menschen. Es geht um die Frage, wie gut die Menschen versorgt sind und wie wir die Gesundheitsversorgung für alle Generationen nachhaltig gestalten“, so Markus Packmohr, Geschäftsführer der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben.
„Gesundheitspolitik wird nicht nur in Berlin gemacht, sie beginnt vielmehr vor der eigenen Haustür“, stellt Markus Packmohr klar. „Deshalb muss in die wohnortnahe Gesundheitsversorgung investiert werden. Dafür braucht es eine koordinierte, effiziente und digital unterstützte Versorgung mit hoher Qualität ist ein zentrales Versorgungsziel der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Im Rahmen der… zu bezahlbaren Kosten. Das Land muss beispielsweise seinen Investitionsverpflichtungen für die Krankenhäuser nachkommen und die Primärversorgung Unter Primärversorgung wird die gesundheitliche Grundversorgung und Beratung verstanden, in der auch… durch den konsequenten Ausbau des Landarztprogramms, die Aufwertung der Allgemein- und Kindermedizin in Studium und Weiterbildung sowie die gezielte Einbindung nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe stärken.“ Denn: Die Verantwortung für eine gute, patientenorientierte Versorgung liegt nicht nur beim Bund, sondern auch beim Land und in den Kommunen, hebt der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Geschäftsführer hervor: „Viele entscheidende versorgungsrelevante Maßnahmen, sei es bei der Krankenhausplanung Die Planung von Krankenhäusern steht in der Verantwortung der Bundesländer, die damit die… , beim Hitzeschutz oder beim bedarfsgerechten Ausbau der Pflegeinfrastruktur – werden im Land entschieden.“
AOK-Wahlkreis-Check klärt auf: www.gesundewahl-bw.de
Die Webseite bündelt die Ergebnisse einer umfassenden Umfrage, die sowohl die Bevölkerung als auch Landtagskandidierende zu zentralen Gesundheitsthemen befragt hat. Eine deutliche Mehrheit der Befragten zeigt sich mit der Gesundheitsversorgung in der Region Bodensee-Oberschwaben zufrieden (Bodenseekreis 73 %, Landkreis Ravensburg 55 %, Landkreis Sigmaringen 66 %). Im Landkreis Sigmaringen nennen die Menschen als wichtigstes Thema für die Gesundheitsversorgung eine gute und erreichbare Krankenhausversorgung (65,9 %), gefolgt von der hausärztlichen Versorgung (59,2 %) und einer bezahlbaren sowie verlässlichen Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… (43,8 %). Im Bodenseekreis stehen eine gute und erreichbare hausärztliche Versorgung (64,7 %), die Krankenhausversorgung (55,4 %) und eine bezahlbare sowie verlässliche Pflege (45,8 %) im Vordergrund. Im Landkreis Ravensburg nennen die Menschen als wichtigsten Aspekt der Gesundheitsversorgung eine gute und erreichbare hausärztliche Versorgung (57,5 %), gefolgt von der Krankenhausversorgung (50,4 %) und einem schnellen Facharztzugang (46,3 %) „Die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung ist unterschiedlich in der Wahrnehmung und abhängig von den verschiedenen Sektoren im Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen umfasst alle Einrichtungen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten,… . Wir müssen handeln, um sicherzustellen, dass jede Region gleichwertig gut versorgt wird und politische Machtkämpfe nicht auf dem Rücken unserer Versicherten und der Gesundheitsversorgung ausgetragen werden“, ordnet Markus Packmohr die Ergebnisse ein.
Klarer Auftrag an die Politik: Im Gespräch mit den Landtagskandidaten
„Die Ergebnisse der Umfrage sind ein klarer Auftrag an die Politik“, so AOK-Geschäftsführer Markus Packmohr. „Wir sehen, dass es regionale Unterschiede gibt, aber auch, dass viele Menschen ähnliche Sorgen haben. Wir haben mit den Landtagskandidaten der Wahlkreise Ravensburg, Wangen, Bodensee und Sigmaringen gesprochen.“ Ein zentrales Thema war dabei die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung. Die aktuellen Rahmenbedingungen stellen die gesetzliche Kranken-versicherung vor erhebliche Herausforderungen. „Mein Geschäftsführungskollege Bernd Gulde und ich setzen uns dafür ein, die Gesundheitspolitik Die Gesundheitspolitik ist ein facettenreiches Gebiet, das weit über die in der Öffentlichkeit mit… stärker in den Mittelpunkt des Wahlkampfs zu rücken und fordern konkrete Lösungen für die Menschen vor Ort. Die Landtagswahl wird zur Gesundheitswahl: Gesundheit darf nicht vom Wohnort oder dem Einkommen abhängen. Gesundheit ist ein Grundrecht. Deshalb braucht es konkrete regionale Lösungen für eine koordinierte, effiziente und digital unterstützte Versorgung. Dafür setze ich mich ein: Für mehr gesunde Lebensjahre für alle“, betont Markus Packmohr.
Ergebnisse der Civey-Befragung je Landkreis
Bodenseekreis (WK 67 Bodensee)
Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit der Gesundheitsversorgung in Ihrer Region?
Eine deutliche Mehrheit der Befragten zeigt sich mit der Gesundheitsversorgung in der Region zufrieden. Insgesamt bewerten rund 73 % ihre Versorgung vor Ort als „sehr zufriedenstellend“ oder „eher zufriedenstellend“, während 19,4 % sie als „weniger zufriedenstellend“ oder „gar nicht zufriedenstellend“ einstufen. Im Landesdurchschnitt sind die Menschen in Baden-Württemberg ebenfalls positiv gestimmt: 58,8 % äußern sich zufrieden, 27,3 % unzufrieden. Die Zufriedenheit steigt mit dem Alter: In der Gruppe der über 65-Jährigen liegt sie bei 69,8 %, bei den 18- bis 29-Jährigen bei 54,4 %.
Welche Gesundheitsthemen sind Ihnen besonders wichtig?
Als wichtigstes Thema für die Gesundheitsversorgung nennen die Menschen in der Region eine gute, erreichbare hausärztliche Versorgung (64,7 %), gefolgt von der Krankenhausversorgung (55,4 %) sowie einer bezahlbaren und verlässlichen Pflege (45,8 %). Eine stabile Finanzierung der Krankenkassen Die 97 Krankenkassen (Stand: 26.01.22) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… ist für 11,6 % der Befragten zentral, um die Versorgung langfristig bezahlbar zu halten. Digitale Angebote werden hingegen nur von 0,5 % der Teilnehmenden als wichtiges Gesundheitsthema identifiziert.
Welche Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Förderung der Gesundheit halten Sie für am wichtigsten?
Früherkennung Im Rahmen der Prävention dienen Maßnahmen der Früherkennung dazu, Krankheiten bereits im Frühstadium… und Vorsorgeuntersuchungen gelten für 56,1 % der Befragten in der Region als wichtigste Maßnahme zur Krankheitsprävention. Knapp die Hälfte (46 %) spricht sich für Präventionskurse aus, während 26 % gesundes Essen in Kantinen als entscheidend erachten. Mehr wohnortnahe Bewegungsangebote stehen nur bei rund 6 % im Fokus. Das Wissen um die Bedeutung von Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen hängt landesweit auch vom Bildungsstand ab: 63,8 % der Befragten mit Abitur halten diese Maßnahme für sehr relevant, bei Menschen mit mittlerer Reife sind es 56,4 %, bei Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss nur noch 49,9 %.
Welche Herausforderungen in der Pflege gibt es?
92,9 % der Befragten mit privaten oder beruflich Pflegeerfahrungen in der Region sehen pflegende Angehörige als stark belastet. 68,3 % finden, dass pflegende Angehörige zu wenig Unterstützung erhalten – dieser Wert ist landesweit insbesondere in der Altersgruppe der 30-39-jährigen hoch (97,3 %). Zudem bewerten 72,3 % die Pflegekosten für zu hoch und 95,5 % die Bürokratie bei der Pflegearbeit für übermäßig. Die Versorgungslage in der Region wird unterschiedlich bewertet: 62,5 % sehen zu wenig stationäre Plätze, bei ambulanten Angeboten sagen das 9,3 %. Die Wartezeit auf einen Pflegeplatz wird mehrheitlich als zu lang bewertet (95,6 %). Die Pflegequalität vor Ort beurteilen 45,1 % als gut, 25,8 % als schlecht.
Landkreis Ravensburg (WK 68 Wangen, WK 69 Ravensburg)
Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit der Gesundheitsversorgung in Ihrer Region?
Eine deutliche Mehrheit der Befragten zeigt sich mit der Gesundheitsversorgung in der Region zufrieden. Insgesamt bewerten rund 55 % ihre Versorgung vor Ort als „sehr zufriedenstellend“ oder „eher zufriedenstellend“, während 26,2 % sie als „weniger zufriedenstellend“ oder „gar nicht zufriedenstellend“ einstufen. Im Landesdurchschnitt sind die Menschen in Baden-Württemberg ähnlich positiv gestimmt: 58,8 % äußern sich zufrieden, 27,3 % unzufrieden. Die Zufriedenheit steigt mit dem Alter: In der Gruppe der über 65-Jährigen liegt sie bei 69,8 %, bei den 18- bis 29-Jährigen bei
54,4 %.
Welche Gesundheitsthemen sind Ihnen besonders wichtig?
Als wichtigstes Thema für die Gesundheitsversorgung nennen die Menschen in der Region eine gute, erreichbare hausärztliche Versorgung (57,5 %), gefolgt von der Krankenhausversorgung (50,4 %) sowie einem schnellen Facharztzugang (46,3 %). Eine stabile Finanzierung der Krankenkassen ist für 9,2 % der Befragten zentral, um die Versorgung langfristig bezahlbar zu halten. Die Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz wird hingegen nur von 2,5 % der Teilnehmenden als wichtiges Gesundheitsthema identifiziert.
Welche Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Förderung der Gesundheit halten Sie für am wichtigsten?
Gesundheitsbildung in Schulen gilt für 38,4 % der Befragten in der Region als wichtigste Maßnahme zur Krankheitsprävention. Knapp ein Drittel (33,8 %) spricht sich für mehr wohnortnahe Bewegungsangebote aus, während 27 % Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen als entscheidend erachten. Präventionskurse stehen nur bei rund 12 % im Fokus. Das Wissen um die Bedeutung von Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen hängt landesweit auch vom Bildungsstand ab: 63,8 % der Befragten mit Abitur halten diese Maßnahme für sehr relevant, bei Menschen mit mittlerer Reife sind es 56,4 %, bei Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss nur noch 49,9 %.
Welche Herausforderungen in der Pflege gibt es?
93,5 % der Befragten mit privaten oder beruflich Pflegeerfahrungen in der Region sehen pflegende Angehörige als stark belastet. Drei Viertel (71,5 %) finden, dass pflegende Angehörige zu wenig Unterstützung erhalten – dieser Wert ist landesweit insbesondere in der Altersgruppe der 30-39-jährigen hoch (97,3 %). Zudem bewerten 89,9 % die Pflegekosten für zu hoch und 79 % die Bürokratie bei der Pflegearbeit für übermäßig. Die Versorgungslage in der Region wird unterschiedlich bewertet: 71,7 % sehen zu wenig stationäre Plätze, bei ambulanten Angeboten sagen das 61,6 %. Die Wartezeit auf einen Pflegeplatz wird mehrheitlich als zu lang bewertet (76,2 %). Die Pflegequalität vor Ort beurteilen 36,4 % als gut, 46,9 % als schlecht.
Landkreis Sigmaringen (WK 70 Sigmaringen)
Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit der Gesundheitsversorgung in Ihrer Region?
Eine deutliche Mehrheit der Befragten zeigt sich mit der Gesundheitsversorgung in der Region zufrieden. Insgesamt bewerten rund 66 % ihre Versorgung vor Ort als „sehr zufriedenstellend“ oder „eher zufriedenstellend“, während 27,5 % sie als „weniger zufriedenstellend“ oder „gar nicht zufriedenstellend“ einstufen. Im Landesdurchschnitt sind die Menschen in Baden-Württemberg ebenfalls positiv gestimmt: 58,8 % äußern sich zufrieden, 27,3 % unzufrieden. Die Zufriedenheit steigt mit dem Alter: In der Gruppe der über 65-Jährigen liegt sie bei 69,8 %, bei den 18- bis 29-Jährigen bei 54,4 %.
Welche Gesundheitsthemen sind Ihnen besonders wichtig?
Als wichtigstes Thema für die Gesundheitsversorgung nennen die Menschen in der Region eine gute, erreichbare Krankenhausversorgung (65,9 %), gefolgt von der hausärztlichen Versorgung (59,2 %) sowie einer bezahlbaren und verlässlichen Pflege (43,8 %). Eine stabile Finanzierung der Krankenkassen ist für 43,1 % der Befragten zentral, um die Versorgung langfristig bezahlbar zu halten. Digitale Angebote werden hingegen nur von 3 % der Teilnehmenden als wichtiges Gesundheitsthema identifiziert.
Welche Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Förderung der Gesundheit halten Sie für am wichtigsten?
Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen gelten für 77,2 % der Befragten in der Region als wichtigste Maßnahme zur Krankheitsprävention. 42,6 % sprechen sich für gesundes Essen in Kantinen aus, während 38,8 % Initiativen zur Bekämpfung von Einsamkeit als entscheidend erachten. Betriebliche Gesundheitsangebote stehen nur bei rund 8 % im Fokus. Das Wissen um die Bedeutung von Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen hängt landesweit auch vom Bildungsstand ab: 63,8 % der Befragten mit Abitur halten diese Maßnahme für sehr relevant, bei Menschen mit mittlerer Reife sind es 56,4 %, bei Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss nur noch 49,9 %.
Welche Herausforderungen in der Pflege gibt es?
91,5 % der Befragten mit privaten oder beruflich Pflegeerfahrungen in der Region sehen pflegende Angehörige als stark belastet. Drei Viertel (78,8 %) finden, dass pflegende Angehörige zu wenig Unterstützung erhalten – dieser Wert ist landesweit insbesondere in der Altersgruppe der 30-39-jährigen hoch (97,3 %). Zudem bewerten 91,9 % die Pflegekosten für zu hoch und 97 % die Bürokratie bei der Pflegearbeit für übermäßig. Die Versorgungslage in der Region wird unterschiedlich bewertet: 82,1 % sehen zu wenig stationäre Plätze, bei ambulanten Angeboten sagen das 7,8 %. Die Wartezeit auf einen Pflegeplatz wird mehrheitlich als zu lang bewertet (61,9 %). Die Pflegequalität vor Ort beurteilen 54,8 % als gut, 6,5 % als schlecht.