Weichen für Zukunft der stationären Versorgung im Bodenseekreis werden gestellt
AOK und Betriebskrankenkassen fordern eine kommunale Trägerschaft für effiziente Strukturen und bestmögliche Versorgungsqualität
Die aktuelle Diskussion um die Zukunft des Krankenhauses in Friedrichshafen und einen möglichen Zusammenschluss mit der Oberschwabenklinik Ravensburg ist von zentraler Bedeutung für die medizinische Versorgung im Bodenseekreis. Für die AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben, die ZF BKK und die BKK MTU stehen dabei nicht nur organisatorische Fragen im Vordergrund: Es geht um Verantwortung, Effizienz und vor allem die Sicherheit und Qualität der Versorgung für die Menschen in der Region – heute und in Zukunft.
Für die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben und die Betriebskrankenkassen Der Arbeitgeber kann für einen oder mehrere Betriebe eine Betriebskrankenkasse (BKK) errichten, wenn… im Bodenseekreis ist klar: Die stationäre Versorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und muss deshalb auch weiterhin in kommunaler Verantwortung bleiben. „Krankenhäuser sind keine beliebigen Wirtschaftsbetriebe, sondern tragende Säulen der öffentlichen Infrastruktur und der Gesundheitsversorgung. Eine kommunale Trägerschaft stellt sicher, dass medizinische Entscheidungen am Bedarf der Bevölkerung ausgerichtet sind und nicht an kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen“, betont Ralf Hirmke, Vorstand der ZF BKK. „Gerade in einer sensiblen Phase des Umbruchs ist Verlässlichkeit entscheidend für Patientinnen und Patienten ebenso wie für Beschäftigte.“
Wirtschaftliche Stabilität durch Abbau von Doppelstrukturen
Angesichts steigender Kosten, des Fachkräftemangels und wachsender Anforderungen an Qualität ist ein zentrales Versorgungsziel der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Im Rahmen der… und Spezialisierung sehen die Krankenkassen Die 97 Krankenkassen (Stand: 26.01.22) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… in einem Zusammenschluss mit der Oberschwabenklinik Ravensburg erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
„Dauerhaft tragfähig sind nur Strukturen, die effizient organisiert sind. Doppelvorhaltungen kosten Geld und binden Personal, ohne die Versorgung automatisch zu verbessern. Ein Verbund ermöglicht es, Ressourcen gezielt einzusetzen und wirtschaftliche Stabilität zu schaffen. Eine wirtschaftlich solide Basis ist die Voraussetzung dafür, medizinische Leistungen langfristig anbieten und weiterentwickeln zu können“, erklärt Roland Dietz, Vorstand der BKK MTU.
Qualität, Sicherheit und Verlässlichkeit für die Menschen vor Ort
Neben Struktur- und Kostenfragen steht für die Krankenkassen vor allem eines im Mittelpunkt: die Qualität der Versorgung und die Patientensicherheit. „Für die Menschen im Bodenseekreis ist entscheidend zu wissen: Im Notfall In Notfällen gewährleistet der Rettungsdienst lebensrettende Maßnahmen und den Transport kranker und… ist Hilfe da. Kompetent, erreichbar und verlässlich. Diese emotionale Sicherheit darf in der Debatte nicht verloren gehen“, hebt Markus Packmohr, Geschäftsführer der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben, hervor. „Ein Klinikverbund für die gemeinsame Versorgungsregion Bodensee-Oberschwaben bietet die Chance, medizinische Expertise zu bündeln, Fachabteilungen zu stärken und rund um die Uhr eine hohe Behandlungsqualität sicherzustellen. Gerade Familien, ältere Menschen und chronisch Erkrankte brauchen das Vertrauen, dass sie wohnortnah gut versorgt werden. Qualität und Sicherheit sind in der Gesundheitsversorgung keine abstrakten Begriffe, sie entscheiden über persönliche Schicksale“, macht Markus Packmohr deutlich.
Ambulante und sektorenübergreifende Versorgung konsequent mitdenken
Ein zukunftsfähiges Versorgungskonzept endet jedoch nicht an der Kliniktür. Die Krankenkassen sprechen sich ausdrücklich dafür aus, die stationäre Versorgung eng mit ambulanten und sektorenübergreifenden Angeboten zu verzahnen. „Die Zukunft der Versorgung liegt in einer intelligenten Vernetzung von ambulanter und stationärer Medizin. Gerade ein leistungsfähiger Klinikverbund kann hier neue Wege eröffnen zum Vorteil der Patientinnen und Patienten“, so Ralf Hirmke, Vorstand der ZF BKK. „Ziel muss es sein, Behandlungspfade besser zu koordinieren, unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und die Versorgung insgesamt patientenorientierter zu gestalten“, ergänzt Roland Dietz, Vorstand der BKK MTU.
Fokus auf die Menschen – jetzt die richtigen Entscheidungen treffen
Die gesetzlichen Krankenkassen vertreten die Interessen der Versicherten und bringen eine unabhängige, patientenzentrierte Perspektive in die öffentliche Debatte ein. „Die Gespräche laufen auf Hochtouren und jetzt werden die Weichen für die Qualität der Gesundheitsversorgung in der Region gestellt. Darum muss jetzt der Fokus klar auf die Bedürfnisse der Menschen in Friedrichshafen und der gesamten Region zu liegen. Die Bevölkerung muss auch künftig gut, sicher und zuverlässig versorgt bleiben, daran sollte jede Entscheidung gemessen werden“, so Markus Packmohr von der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben abschließend.