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98 Einrichtungen erhalten Fördermittel

Mit insgesamt rund 3,5 Millionen Euro fördert die AOK Niedersachsen auch in diesem Jahr landesweit 98 Einrichtungen der Hospizdienste. Mit dieser Summe werden die Ausbildung ehrenamtlicher Sterbebegleiter sowie die notwendigen Personal- und Sachkosten finanziert.

„Schwerkranke und sterbende Menschen wünschen sich meistens, ihre letzte Lebensphase nicht im Krankenhaus, sondern im gewohnten Umfeld zu verbringen. Ambulante Hospizdienste leisten hier eine wertvolle Arbeit. Ihr Engagement wird in unserer Gesellschaft gebraucht und verdient höchste Anerkennung“, so Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen.

Allein im Jahr 2020 haben die geförderten Hospizdienste 3.641 Menschen beim Sterben in ihrer häuslichen und vertrauten Umgebung begleitet, davon 200 Kinder. Ziel der persönlichen Betreuung ist es, sterbenden Menschen ein möglichst selbstbestimmtes und würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen sowie Familie und Freunde in diesem Prozess zu begleiten und zu unterstützen.

Jede Person – unabhängig von Konfession, Staatsangehörigkeit oder sozialer Stellung – kann einen Hospizdienst in Anspruch nehmen.

Noch bis Ende März 2022 können ambulante Hospizdienste ihre Anträge auf finanzielle Förderung für das nächste Jahr bei den gesetzlichen Krankenkassen einreichen. Bislang sind die Fördergelder für das kommende Jahr noch nicht ausgeschöpft. Die AOK Niedersachsen wird dabei den Mehraufwand für Schutzausrüstungen während der Corona-Pandemie berücksichtigen.

Hospizdienste, die im Corona-Jahr 2020 weniger Vor-Ort-Betreuung leisten konnten, können den Antrag auf Fördergelder auch auf Grundlage der Anzahl von Sterbebegleitungen aus dem Jahr 2019 stellen. Damit unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen die ambulanten Hospizdienste, die aufgrund der Pandemie einen Rückgang der Anfragen nach Sterbebegleitungen verzeichnet haben. 

Die Förderung ambulanter Hospizdienste in Niedersachsen durch die gesetzliche Krankenversicherung beläuft sich in diesem Jahr auf insgesamt 8,5 Millionen Euro.