Zum Hauptinhalt springen
AOK – Die Gesundheitskasse

Akute Spannungskopfschmerzen sind meist harmlos

Junge Frau sitzt auf der Couch und hat Kopfschmerzen

© iStock / dragana991

Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 19.07.2021

Spannungskopfschmerzen sind die häufigste Kopfschmerzart. Die meisten Menschen haben schon einmal Bekanntschaft mit den dumpfen, drückenden Schmerzen gemacht. Doch muss es immer gleich die Schmerztablette sein? Hier lernen Sie effektive Alternativen kennen, um akute Kopfschmerzen zu vertreiben und ihnen langfristig vorzubeugen.

Inhalte im Überblick

    Volkskrankheit Kopfschmerzen

    Kopfschmerzen hatten die meisten Menschen schon einmal. In der Regel treten sie nur vorrübergehend auf und sind harmlos. Oft handelt es sich um sogenannte Spannungskopfschmerzen. Bei leichteren Schmerzen können sie sich oft auch mit natürlichen Hausmitteln effektiv und schnell behandeln lassen.

    Spannungskopfschmerzen zählen zu den primären Kopfschmerzen. Das heißt: Sie sind nicht auf eine spezifische Ursache zurückzuführen. Sekundäre Kopfschmerzen haben hingegen eine andere Erkrankung als Ursache. Das kann beispielsweise eine Kopfverletzung sein.

    Auch Migräne oder Clusterkopfschmerzen gehören zu den primären Kopfschmerzen. Sie müssen aber vom Spannungskopfschmerz differenziert werden. Denn Migräne und Clusterkopfschmerzen treten häufiger wiederkehrend auf und verursachen stärkere Schmerzen.

    Wie fühlen sich akute Spannungskopfschmerzen an?

    Spannungskopfschmerzen können Sie an folgenden Merkmalen erkennen:

    • Die Schmerzen fühlen sich dumpf und drückend an.
    • Sie können am gesamten Kopf auftreten, oder nur am Stirnbereich oder sich wie ein drückender Ring um den Kopf anfühlen (wie ein zu enger Hut).
    • Die Schmerzen sind leicht bis mittelstark und damit weniger intensiv als Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen.
    • Die Schmerzen werden bei körperlicher Betätigung wie etwa Treppensteigen oder Sport nicht stärker.
    • Die Schmerzen können schnell vorbei sein (nach wenigen Minuten), aber auch bis zu einer Woche andauern.

    Die Schmerzen gehen nicht mit Begleitsymptomen wie Lichtempfindlichkeit oder Übelkeit einher.

    Mann ist im Wald an der frischen Luft und trinkt Wasser
    Wasser trinken und frische Luft können bei Spannungskopfschmerzen helfen

    © iStock / Prostock-Studio

    Die 5 besten Hausmittel gegen akute Spannungskopfschmerzen

    Bei leichten Kopfschmerzen müssen Sie nicht direkt zu Schmerzmitteln greifen, es gibt verschiedene Wege und Hausmittel, die den Schmerz rasch lindern können.

    1. Pfefferminzöl

    Tupfen Sie Pfefferminzöl auf Stirn, Schläfen oder Nacken. Sie erhalten das ätherische Öl in der Apotheke.

    2. Frische Luft

    Gehen Sie an der frischen Luft spazieren oder sorgen Sie dafür, dass sich das Raumklima verbessert, indem Sie mehrmals täglich auf Durchzug lüften.

    3. Wasser trinken

    Kopfschmerzen können auftreten, wenn der Körper nicht mehr genug Flüssigkeitsreserven hat. Trinken kann die Kopfschmerzen dann wieder lindern. Achten Sie darauf, dass Sie über den Tag immer genügend trinken. Wenn Herz und Nieren gesund sind, kann man am Tag durchaus zwei bis drei Liter trinken.

    4. Kaffee trinken

    In vielen Schmerztabletten ist Koffein als Wirkstoff enthalten. Man kann auch einfach bei akuten Spannungskopfschmerzen eine Tasse schwarzen Filterkaffee oder einen Espresso trinken. Allerdings kann das dann wiederum den Nachtschlaf beeinträchtigen und Schlafmangel ist ein häufiger Grund für Kopfschmerzen.

    5. Dehnungsübungen

    Ihre Nackenmuskulatur ist verspannt, weil sie viel Zeit im Sitzen verbringen? Dann können diese Verspannungen Ihre Kopfschmerzen sogar verstärken. Dehnungsübungen können dabei helfen, Muskelverkürzungen und -verhärtungen zu beheben.

    So beugen Sie Spannungskopfschmerzen mit natürlichen Mitteln vor

    Was Spannungskopfschmerzen verursacht, ist bisher unbekannt. Auslöser für die Schmerzen lassen sich aber in der Regel identifizieren. Da diese sehr individuell sind, ist es für Kopfschmerzpatienten empfehlenswert, einige Behandlungsansätze auszuprobieren. So können Betroffene herauszufinden, auf welchem Weg den Schmerzen langfristig vorgebeugt werden kann. Allgemein gilt: Stress, zu wenig Bewegung und zu wenig Schlaf können Kopfschmerzen begünstigen.

    Folgende Tipps können helfen, Kopfschmerzen präventiv zu verhindern:

    Welche Leistungen bietet die AOK zur Teilnahme von Gesundheitskursen an?

    Die Leistungen der AOK unterscheiden sich regional. Mit der Eingabe Ihrer Postleitzahl können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und passende Leistungen Ihrer AOK anzeigen.

    Wer sich jedoch stark beeinträchtigt fühlt, kann rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke einnehmen. Diese dürfen aber nicht zu oft und vor allem nicht zu lange die Lösung sein. Denn die Mittel sind nicht nebenwirkungsfrei. Sie können etwa Magenschmerzen verursachen oder medikamenteninduzierte Kopfschmerzen auslösen.

    Es gilt: Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat ein. Wenn Sie feststellen, dass Sie an mehr als 10 Tagen im Monat Schmerzmittel einnehmen, sollten Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden.

    Hilfe bei chronischen Spannungskopfschmerzen

    Wenn Sie öfter Kopfschmerzen haben, sollten Sie das mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen. Diese können oft schon aus der Krankengeschichte erkennen, ob es sich um Spannungskopfschmerz handelt und Sie neurologisch untersuchen. Manchmal können auch weitere Untersuchungen sinnvoll sein.

    War dieser Artikel hilfreich?

    Mehr zu Schmerz

    Eine Frau liegt gemütlich neben dem offenen Fenster und liest ein Buch, da Lesen gut für die Gesundheit und Entspannung ist.
    Motivation
    Junge Frau geht mit Achtsamkeit durchs Leben und ruht auch in der Alltagshektik in sich.
    Achtsamkeit
    Ein Vater hält sein kleines Kind auf dem Arm. Durch Nähe und Zuwendung können Kinder Resilienz entwickeln und stärken.
    Achtsamkeit
    Jemand hält sich das Handgelenk wegen einem schmerzenden Mausarm-Syndrom.
    Gesund im Job