Angebot anzeigen für:

Zu viel Testosteron kann das Herz krank machen

AOK Hessen warnt vor unerwünschten Nebenwirkungen von Hormondoping

20.01.2009

Immer öfter lassen sich Männer ab dem 50. Lebensjahr mit dem Hormon Testosteron behandeln. Vor den noch nicht absehbaren langfristigen Nebenwirkungen, warnt die AOK Hessen. „Der normale altersbedingte Rückgang des Testosteronspiegels bei Männern wird vielfach als Krankheit betrachtet“, kritisiert Dr. Angela Smith, Ärztin beim der AOK Hessen. Bei Symptomen wie Müdigkeit, sexueller Lustlosigkeit, Zunahme des Körperfetts und abnehmender Muskelmasse würden von niedergelassenen Ärzten zunehmend Testosteronmittel als sogenannte individuelle Gesundheitsleistung angeboten: Sie sind vom Versicherten selbst zu tragen.

Studien belegen, dass Testosteron weder das Gedächtnis und die geistige Leistungsfähigkeit steigern kann noch die körperliche Beweglichkeit älterer Männer. Stattdessen steigen die Risiken: Etwa für koronare Herzerkrankung oder Schlaganfall, weil das erwünschte HDL-Cholesterin im Blut abnimmt oder weil die Zahl der roten Blutkörperchen Normwerte übersteigen kann. Auch die Prostata könnte sich im Einzelfall vergrößern und somit Krebs entstehen. Solchen Risiken stehen allenfalls Befindlichkeitseffekte durch Testosterongaben gegenüber wie aufgehellte Stimmung, etwas größeres sexuelles Verlangen oder eine leichte Zunahme des Muskelgegenüber dem Fettgewebe. „Viele der dem Testosteronmangel zugeschriebenen Symptome lassen sich aber auch durch eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung deutlich verbessern“, meint Smith. Insbesondere bei jüngeren Männern mit nachlassender Testosteronproduktion ist oft das Übergewicht infolge des ungesunden Lebensstils die Ursache – und dieser Effekt ist zum Glück umkehrbar.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de