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Wer kickt, kann auch Purzelbäume

09.04.2013

Die WHO empfiehlt eine Stunde körperlich anstrengende Bewegung für Kinder, und zwar täglich. Davon ist der deutsche Nachwuchs weit entfernt, schließlich locken soziale Netzwerke und TV-Soaps. Des-halb fördert die AOK Hessen zahlreiche Präventionsprojekte für Kinder. Um mehr Mädchen dauerhaft für aktiven Fußball und regelmäßiges Training zu begeistern, haben der HFV und die Gesundheitskasse ihre För-derpakete deutlich ausgeweitet. Teilnehmen können alle Vereine mit mindestens einer Mädchenmannschaft. Unterstützt wird die Kampagne von Profi-Verteidigerin Valeria Kleiner (1. FFC Frankfurt).

Das Leitmotiv heißt weiterhin „Mehr Mädchen auf den Rasen!“, und die Beteiligten meinen es ernst. Denn viele Kleinkinder haben aktuellen Studien zufolge Probleme mit einer einfachen Rolle vorwärts, können nicht auf einem Bein hüpfen. Sie bauen nicht genug Knochenmasse auf, sitzen zu viel, damit steigt die Osteoporosegefahr im Alter. Inaktive Jugendliche leiden vor allem unter Schmerzen im Muskel-Skelett-System. Emotional sind sie weniger belastbar als Schüler, die Sport treiben. „Wir wollen deshalb dazu beitragen, dass Kinder sich regelmäßig, am besten mehrmals wöchentlich, zusammen mit Gleichaltrigen bewegen“, meint Dr. Wilfried Boroch, Marketingchef der AOK Hessen. Umso wichtiger ist es, dass Mädchen, die einem Fußballverein beitreten, diesem Club für Jahre verbunden sind und nicht schon nach sechs Monaten das Handtuch werfen. „Das funktioniert nur, wenn die Mannschaft zumindest auf mittlerem Niveau erfolgreich ist, das Training auch nach zwei Jahren noch Spaß macht“, so Boroch weiter. Genau hier setzen die Förderpakete an. Denn gefördert wird hier vor allem die Qualität des Trainings selbst. Der Grund: Fußball ist die beste Prävention und schult zudem soziale Fähigkeiten.

Für Vereine, die hoch hinaus wollen

Fünf der insgesamt 25 Förderpakete, die in diesem Jahr in drei Ausprägungen angeboten werden, sind besonders umfänglich. Die Premium-Variante sieht zwei C-Lizenzen (Breitenfußball), einen Zuschuss für einen Vereinstrainer in Höhe von 1.000 Euro, eine Extra-Qualifizierung in Grünberg und drei Mentoren-besuche durch HFV-Referenten vor. Hinzu kommt ein kompletter Trikotsatz, ein Erste-Hilfe-Koffer und ein 500-Euro-Zuschuss für Trainingsgerät. Der Gesamtwert je Club beträgt 4.000 Euro. „Kein Verein, der sich weiter entwickeln will, sollte sich diese Gelegenheit entgehen lassen. Damit geht die Förderung sehr viel weiter als noch im Vorjahr“, kommentiert HFV-Präsident Rolf Hocke das gemeinsame Engagement. Die 20 weiteren Förderpakete können sich ebenfalls sehen lassen, beinhalten beispielsweise immer einen kompletten Trikotsatz für eine Mannschaft.

Sponsoring B-Juniorinnen geht weiter

Bis zum 14. Juli diesen Jahres nimmt die AOK Hessen Bewerbungen von Vereinen mit mindestens einer Mädchenmannschaft an. Die einzige Voraussetzung: Sie muss zum Spielbetrieb angemeldet sein. Es kann sich auch um Teams handeln, die schon länger um Tore kämpfen, jedoch sind Damenmannschaften ausgeschlossen. Darüber hinaus sponsert die Gesundheitskasse in der kommenden Saison 2013/14 wieder die Hessenliga und die Gruppenligen der B-Juniorinnen.