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Menschen in Pflegeberufen infizieren sich öfter

Bad Homburg. Eine berufsbezogene AOK-Auswertung von Fehlzeiten durch COVID-19 zeigt für Hessen, dass insbesondere soziale und pflegende Tätigkeiten eine Infektion begünstigt haben.

Enorme Differenzen zwischen Berufsgruppen

Analysiert wurden Daten aus insgesamt 17 Monaten – von März 2020 bis Juli 2021. Angegeben ist jeweils die absolute Zahl der Betroffenen je 100.000 hessische AOK-Versicherte. Es handelt sich dabei immer um erwerbstätige Menschen.

Auffallend sind hierbei die enormen Differenzen: So waren Personen, die in der Buchhaltung arbeiten (1.699 Erkrankte) oder Haare frisieren (1.416) verhältnismäßig wenig betroffen. Das gilt noch mehr für die Gastronomie (958), die wegen der Lockdown-Maßnahmen mehrere Monate zwangsläufig ruhen musste.

Soziale Berufe besonders betroffen

Ganz anders sieht es bei den sozialen Berufen aus. Beschäftigte im Bereich Hauswirtschaft (3.149) und der Kinderbetreuung (3.459) liegen weit darüber. Mit an der Spitze: Die Altenpflege mit 3.814 Personen (pro 100.000 AOK-Versicherten), die sich in Hessen mit COVID-19 angesteckt haben. Ohnehin liegt die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage – auch vor der Pandemie – in der Pflege deutlich höher als im Durchschnitt.

So betragen die Fehltage über alle Berufsgruppen hinweg etwa 20,0 Tagen pro Kalenderjahr, immer mit leichten Abweichungen nach oben oder unten. In der Pflege jedoch sind es jährlich 4,0-4,5 Fehltage mehr (2020: 24,6 Fehltage in Hessen).