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Krankenstand in Hessen steigt erneut leicht an

Mittelhessen häufiger krank / AOK berät Unternehmen in Gesundheitsfragen

Laut einer Erhebung der AOK Hessen stieg der landesweite Krankenstand von 5,1% im Jahr 2007 auf 5,3% im vergangenen Jahr. Jedes AOK-Mitglied kam dabei im Durchschnitt auf 19,3 Arbeitsunfähigkeitstage, ein Anstieg um 4,0%. Damit bestätigt sich der allgemein zu beobachtende Trend steigender Krankenstände auch bei den 1,5 Millionen Versicherten der hessischen Gesundheitskasse. Besonders hoch war er im Regierungsbezirk Gießen (5,7%).

„Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 4,6 % sind die hessischen Zahlen damit relativ hoch“, sagt der Verwaltungsratsvorsitzende der AOK Hessen, Dr. Werner Scherer. Er möchte aber noch nicht von einer Trendumkehr sprechen, dazu sei es viel zu früh. Denn tatsächlich sei auch der Wert von 5,3% nicht besorgniserregend, vor allem im Vergleich zu den Spitzenwerten Mitte der neunziger Jahre. Damals habe der Krankenstand noch bei 6% und mehr gelegen.

Nach Wirtschaftszweigen betrachtet gab es erneut deutliche Unterschiede. Besonders hohe Ausfallzeiten waren in der Straßenreinigung bzw. Abfallbeseitigung (31,5 Tage), bei Waldarbeitern (29,4 Tage) oder im Straßenbau (27,3 Tage) zu verzeichnen. Ausgesprochen geringe Fehlzeiten hatten z.B. EDV-Fachleute (9,2 Tage) oder Sprechstundenhelfer (8,9 Tage). Auffällig: Auch Praktikanten und Volontäre mit noch nicht feststehendem Beruf waren überdurchschnittlich selten arbeitsunfähig erkrankt (9,1 Tage).

Sorge bereitet Scherer der stetige Anstieg psychischer Erkrankungen. Machte diese Diagnosegruppe im Jahre 2001 nur 6,1% aller Fehltage aus, so sind es mittlerweile bereits 8,2%. Tendenz steigend. „Erkrankungen der Psyche sind besonders problematisch, weil sie in der Regel extrem langwierig sind; deshalb führt jeder Anstieg in diesem Bereich zu einer vergleichsweise starken Erhöhung des Krankenstandes,“ so Scherer.

Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Verantwortung der gesetzlichen Krankenkassen, den Unternehmen mit maßgeschneiderten Angeboten zu helfen. „Viele Unternehmer brauchen diese Hilfe dringend, um bessere gesundheitliche Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeiter schaffen zu können. Denn nur gesunde Mitarbeiter sichern unternehmerischen Erfolg und nur gesunde Unternehmen bieten den Mitarbeitern wiederum attraktive Arbeitsplätze.“

Die AOK Hessen hat schon vor Jahren reagiert. Mit ihrem Service „Gesunde Unternehmen“ geht sie zielgerichtet in die Betriebe und analysiert zunächst die Arbeitssituation. In welcher Abteilung ist der Krankenstand am höchsten? Wie zufrieden sind die Mitarbeiter? Welche Arbeitsprozesse können aus gesundheitlicher Sicht optimiert werden? Nach dieser ersten Phase wird ganz konkret umgesetzt: Stressmanagement, verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol und Zigaretten, die Einrichtung gesundheitsgerechter Arbeitsplätze oder auch Fitnesskurse.

Wer sich für das Angebot interessiert, kann sich an den Firmenkundenservice der AOK Hessen wenden: 0180 1 232318; Flatratekunden wählen kostenlos die Rufnummer 0561 5106-4880. E-Mail: Firmenservice@he.aok.de.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de