Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Hessen
Ort/Kasse korrigieren
Beratungscenter werden geladen ...

Hautkrebs-Screening ab sofort über die KV-Karte

AOK Hessen empfiehlt neue Vorsorgeleistung für Versicherte ab 35 Jahren

Das Hautkrebs-Screening wird als neue Kassenleistung mittlerweile von immer mehr speziell fortgebildeten Hausärzten und Dermatologen in Hessen angeboten. Die AOK Hessen empfiehlt ihren Versicherten, das Screening im zweijährigen Turnus in Anspruch zu nehmen. „Die Haut wird von vielen Menschen nicht so genau beobachtet. Dabei ist sie das größte Organ des Menschen und zudem sichtbar“, sagt Dr. Angela Smith, Ärztin bei der AOK Hessen. Ratsam ist es jedoch, erst im Laufe des August einen Termin auszumachen. Dann dürfte ein Großteil der Hausärzte die notwendige Fortbildung absolviert haben.

Etwa 140.000 Menschen erkranken in Deutschland pro Jahr an Hautkrebs. Die Zahl der Todesfälle wird auf 3.000 geschätzt. Es werden verschiedene Typen von Hautkrebs unterschieden: Stachelzell-Hautkrebs (Spinaliom), Basalzell-Hautkrebs (Basaliom) und Schwarzer Hautkrebs (Melanom). Der Basalzell-Hautkrebs ist am häufigsten und gilt als „halb-bösartiger“ Tumor, da er nicht im Körper streut. Der Schwarze Hautkrebs hingegen ist eine der bösartigsten und gefährlichsten Krebsarten überhaupt. Besonders hellhäutige Menschen sind durch die UV-Strahlung gefährdet und sollten diese Möglichkeit der Früherkennung unbedingt nutzen, ebenso wie Personen, die sich berufsbedingt oder in der Freizeit viel im Freien aufhalten und Solarienbenutzer.

Das Screening kann im Idealfall zusammen mit dem Check-up erfolgen. Hierbei ist keine Praxisgebühr zu entrichten, da es sich um eine Vorsorgeleistung handelt. Zur Untersuchung gehört eine Befragung des Patienten und eine genaue Begutachtung seines Hautzustandes, wobei auch die behaarte Kopfhaut und so genannte Scheuerstellen (z. B. Fußsohle, Achselhöhlen) kontrolliert werden. Sollten sich Verdachtsmomente ergeben, wird eine eingehendere Untersuchung beim Dermatologen notwendig sein.

Das Aussehen von Muttermalen
„Die beste Vorsichtsmaßnahme ist neben einem zurückhaltenden Umgang mit der Sonne die Eigenbeobachtung der Haut. Hautveränderungen, die rechtzeitig behandelt werden, haben gute Heilungschancen“, so Dr. Smith. Als auffällig gelten Flecken, die in ihrer Form nicht gleichmäßig rund oder oval aufgebaut sind. Auch sollte die Begrenzung eines Pigment-Males scharf und regelmäßig sein. Zungenförmige Ausläufer sind eher kritisch zu beurteilen. Zudem spielt die Farbe eine wichtige Rolle. Haben Muttermale schwarze, rötliche oder graue Anteile, sollten sie einem Hautarzt gezeigt werden. Ist der Durchmesser größer als 2 Millimeter, wird dies ebenfalls empfohlen. Flache Male sind außerdem eher unverdächtig als „erhabene“ Flecken.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de