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Gesundheit: Multikulturelle Projekte in Hessen geplant

Wegweisender Vertrag zwischen AOK Hessen und Türkisch-Deutscher Gesundheitsstiftung unterzeichnet

14.12.2010

Gemeinsam mit der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung (TDG) will die AOK Hessen Versicherte mit Migrationshintergrund besser über Prävention und Gesundheit informieren. Beide Partner starten im kommenden Jahr mehrere Projekte für Türken, darunter bilinguale Kurse, Veranstaltungen und Stadtteilprojekte. Hierfür wurde heute ein Kooperationsvertrag in Marburg unterzeichnet.

Bereits 2010 wurde die langjährige Zusammenarbeit intensiviert. Neben der Beteiligung an einem Kochwettbewerb und Ernährungsseminaren für türkische Frauen wurden Selbsthilfegruppen für Rheumatikerinnen in drei hessischen Städten gegründet. Nun werden die Aktivitäten deutlich ausgeweitet und damit eine deutschlandweit einmalige Kooperation gestartet. „Viele Migranten sind bei der AOK versichert. Somit verfügt sie über breite Erfahrungen und genießt in dieser Bevölkerungsgruppe auch ein hohes Vertrauen“, sagt Dr. Yasar Bilgin, Vorsitzender der TDG. Fast alle Präventionsmaßnahmen seien bisher nur in deutscher Sprache verfügbar, doch bestimmte Krankheitsbilder kämen bei Migranten häufiger vor, z. B. Bluthochdruck, Adipositas und Diabetes. Detlef Lamm, Bevollmächtigter des Vorstandes der AOK Hessen, sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf: „Wir kümmern uns insbesondere um diejenigen Versicherten mit Migrationshintergrund , die von solchen Angeboten wegen sprachlicher und anderer Barrieren ausgeschlossen sind.“

Das Maßnahmenpaket umfasst nicht nur Angebote zur Vorsorge im Bereich chronischer Krankheiten, sondern auch zur Suchtprävention und sogar Bewerbungstrainings. Die Partner wollen darüber hinaus für Früherkennung beim Arzt werben und Spezialkurse zu den Themen Bewegung und Gesunde Ernährung starten. Über den Vertrag hinaus gehend wird die AOK Hessen in Kürze eine Beratungshotline in türkischer Sprache anbieten. Bei erfolgreicher Umsetzung soll das Programm perspektivisch auch auf andere Migrantengruppen ausgeweitet werden.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de