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Dem Rad mehr Raum geben

Diesmal klang der Startschuss zur jährlichen Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“ von ADFC Hessen und AOK Hessen etwas anders als sonst üblich: Keine Tour, kein Konvoi quer durch die Mainstadt, sondern Theorie und Praxis zum wohl leisesten und ökonomischsten Ver-kehrsmittel und zur Nahverkehrspolitik in Wort und Bild.

Dem Rad mehr Raum geben

Auftakt zu „Mit dem Rad zur Arbeit“ in Frankfurt mit Vorträgen und Diskussion

Frankfurt. Diesmal klang der Startschuss zur jährlichen Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“ von ADFC Hessen und AOK Hessen etwas anders als sonst üblich: Keine Tour, kein Konvoi quer durch die Mainstadt, sondern Theorie und Praxis zum wohl leisesten und ökonomischsten Verkehrsmittel und zur Nahverkehrspolitik in Wort und Bild. Im AOK-Gebäude an der Konstablerwache wurde über verschiedene Aspekte des Radfahrens referiert und diskutiert.

Um die 10.000 Teilnehmer nehmen hessenweit an der jetzt auf vier Monate ausgeweiteten Aktion teil, die 2016 schon ab dem 1. Mai beginnt. Insgesamt 20 Radtage müssen in dieser Zeit absolviert werden, dann kommen Teams oder Einzelpersonen in den Lostopf und haben die Chance auf wertvolle, gesponserte Gewinne. Schirmherr der Kampagne ist Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

Maximaler Fahrspaß

„Frei von Stau und Parkplatzsuche, frei von starren Fahrplänen und großem Gedränge ist Radfahren schnell und praktisch, erfrischt Körper und Geist und kann auf Dauer süchtig machen“, so Stefan Janke, Landesvorsitzender des ADFC Hessen. Hinter den Kulissen sorgen die ADFC-Experten in Arbeitsgruppen, Gremien und Ausschüssen freilich dafür, dass die Rahmenbedingungen stimmen, die Straße „demokratisch aufgeteilt“ wird. Gleichzeitig handelt es sich beim Fahrrad auch um eine „Gesundheitsmaschine“, wie man sie sich kaum effektiver wünschen könnte, so Dr. Michael Karner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen. „Die Zahl der internationalen Studien zur Präventionswirkung des Radfahrens ist nahezu unüberschaubar, die Ergebnisse immer wieder verblüffend und einander bestätigend“, meint Karner. Er hofft, dass die Zahl der Radabstinenzler – laut Fahrrad-Monitor 2015 steigen 38 Prozent der Deutschen sehr selten oder nie auf den Sattel – in den kommenden Jahren wieder sinkt.

Mit bestem Beispiel voran

Wie die Nahmobilität in Hessen effektiv gestärkt wird, stellte Stefan Burger vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung vor. Er ging konkret auf den Berufsverkehr und den geplanten Radschnellweg zwischen Frankfurt und Darmstadt ein. Georgios Kontos, Radverkehrsbeauftragter im Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main, skizzierte dem Publikum, wie fahrradfreundliche Gewerbegebiete aussehen können, exemplarisch dargestellt am Gateway Gardens (Airport Frankfurt). Die passende Ergänzung hierzu lieferte Randolf Kämpfer von der Messe Frankfurt, der zeigte, wie durch Mitarbeiterinitiative das Thema Radfahren in einem Betrieb an Bedeutung gewinnen kann. Juliane Kemen schließlich, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität und dort in der Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung am Institut für Humangeographie tätig, stellte ihre Studienergebnisse zu gesundheitlichen Vorteilen des Radfahrens vor. Die Inhalte wurden in einer anschließenden Diskussion weiter vertieft.