Minijobs und Sozialversicherung

Es gibt zwei Arten von Minijobs: geringfügig entlohnte und kurzfristige Beschäftigungen. Arbeitnehmer in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung sind grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Allerdings können sie auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreit werden.

Wann liegt ein Minijob vor?

Eine geringfügige Beschäftigung – auch Minijob genannt – kann vorliegen, wenn in dieser Beschäftigung das Arbeitsentgelt oder der zeitliche Umfang gering ist. So gibt es

  • die geringfügig entlohnte Beschäftigung, in der ein monatliches Arbeitsentgelt von 450 Euro nicht überschritten werden darf (450-Euro-Job), und
  • die kurzfristige Beschäftigung, die einer Zeitgrenze von drei Monaten beziehungsweise 70 Arbeitstagen im Kalenderjahr unterliegt und die nicht berufsmäßig ausgeübt werden darf. Im Zeitraum vom 1. Juni bis 31. Oktober 2021 liegt die Zeitgrenze vorübergehend bei vier Monaten oder 102 Arbeitstagen.

Minijobs sind sozialversicherungsfrei. Ausnahme: Geringfügig entlohnte Beschäftigungen können beim Arbeitgeber die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragen.

Sozialversicherungspflicht bei mehreren Minijobs

Es können mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen gleichzeitig bei verschiedenen Arbeitgebern ausgeübt werden. Allerdings darf bei Zusammenrechnung der Entgelte die 450-Euro-Grenze nicht überschritten werden. Ansonsten besteht keine Versicherungsfreiheit mehr.   

Neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung kann aber nur ein 450-Euro-Job versicherungsfrei sein.

Stand

Zuletzt aktualisiert: 15.06.2021

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