Selbstbewusstsein
Doc Felix erklärt, warum Kritik nicht immer schlecht sein muss
Veröffentlicht am:02.11.2026
4 Minuten Lesedauer
Kritik von anderen an der persönlichen Leistung macht viele Menschen traurig oder sogar wütend. Doch häufig ist Kritik gar nicht so schlecht. Arzt und Medfluencer Doc Felix weiß, wie wir Kritik besser annehmen und sie sogar nutzen können.

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Felix Berndt alias Doc Felix
Felix Berndt ist Arzt und Fitnessprofi. Auf Instagram und YouTube begeistert der Hagener als „Doc Felix“ seine Follower und Followerinnen mit Gesundheitstipps.
Ob unnötig oder konstruktiv: Warum kritisieren wir eigentlich?
Wir kennen sie alle – und keiner mag sie: Kritik. Wenn andere dir sagen, dass du etwas falsch gemacht hast oder was sie an dir nicht mögen, fühlt sich das einfach nicht toll an. Kommt die Kritik von deinem besten Freund oder deiner besten Freundin, kann sie sogar richtig wehtun. Klar, denn deren Meinung ist uns besonders wichtig. Aber warum kritisieren wir dann überhaupt?
Es gibt hilfreiche und überflüssige Kritik. Gute Kritik ist ein Zeichen von Wertschätzung, davon bin ich überzeugt. Kritisieren wir eine Person, die uns nahesteht, dann tun wir das, weil uns etwas an ihr liegt. Warum sonst würden wir uns die Mühe machen, hin und her zu überlegen, wie wir am besten ansprechen, was uns problematisch scheint?
Denn wir wollen doch gerade die Menschen, die uns wichtig sind, nicht verletzen. Oder mit unserer Kritik vielleicht sogar die Freundschaft aufs Spiel setzen. Studien zeigen übrigens, dass gemeinsame Krisenbewältigung Nähe schafft. Eure Freundschaft hält das also aus.
Konstruktive Kritik kann helfen, wenn man sie annimmt
Wichtig beim Kritisieren ist jedoch das Wie: Wer kritisiert dich und mit welcher Absicht? Im Arbeitskontext basiert Kritik idealerweise auf objektiven Kriterien. Es gibt klar definierte Aufgaben, die du erfüllt hast – oder eben nicht. Zeigt dir dein Chef, wo du nachbessern musst, und gibt dir vielleicht sogar ein paar Tipps, ist die Kritik konstruktiv. Du verstehst sie, kannst sie annehmen und damit weiterarbeiten.
Egal in welchem Kontext, konstruktive Kritik kann dich zum Nachdenken anregen und in deiner Persönlichkeit weiterbringen. Manchmal braucht es einen Moment, um zu verstehen, dass die andere Person es gut mit dir meint.
Darum rate ich, erst einmal ruhig zuzuhören. Dann kannst du entscheiden, ob du die Kritik annimmst. Allerdings ist nicht jede Kritik konstruktiv. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche. Seit ich in der Öffentlichkeit stehe, ist mir ein ziemlich dickes Fell gewachsen. Vieles lasse ich inzwischen nicht mehr an mich ran.
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Kritik funktioniert besser zusammen mit positivem Feedback
Meine Haltung – und das gilt besonders für den privaten Felix: Ich akzeptiere Kritik nur von Menschen, über deren Lob ich mich auch freuen würde. Überhaupt finde ich, wir sollten viel öfter loben. Denn positives Feedback funktioniert viel besser als Kritik.
Studien zeigen, dass Anerkennung uns motiviert, im Arbeitskontext Stress verringert und sogar Resilienz steigern kann. Wenn man dir sagt, was du gut machst, fühlst du dich wertgeschätzt und kannst die Kritik an dem, was vielleicht nicht so gut geklappt hat, viel besser annehmen. Also, warum nehmen wir uns nicht vor, mehr zu loben? Am besten heute noch.
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Felix Berndt, Arzt und Fitnessprofi.






