Obst & Gemüse
Zuckerschoten: perfekt für die leichte Sommerküche
Veröffentlicht am:26.06.2026
5 Minuten Lesedauer
Ganz ohne Schälen: Im Gegensatz zu Erbsen punktet die Zuckerschote mit einer essbaren Hülse. Welche gesunden Inhaltsstoffe in dem knackig-grünen Gemüse stecken, ob Sie es auch roh genießen können und wie die Zubereitung garantiert gelingt.

© iStock / bhofack2
Was sind Zuckerschoten?
Zuckerschoten, auch Zuckererbsen genannt, gehören zu den Hülsenfrüchten und haben einen hohen Proteinanteil. Ihren Namen verdanken sie ihrem relativ hohen Zuckergehalt. In Deutschland werden Zuckerschoten von Juni bis August geerntet, zu einem Zeitpunkt, an dem sie noch nicht reif sind. Das unterscheidet sie von anderen Erbsensorten.
Ihre grüne Hülse ist noch weich und die enthaltenen Erbsen sind nur etwa so groß wie ein Samenkorn. Mit ihrem süßlichen Erbsenaroma bereichern Zuckerschoten die leichte Sommerküche. Je frischer sie sind, desto zarter, saftiger und feiner ist ihr Geschmack.
Ob Zuckerschoten frisch sind, lässt sich leicht testen: Dazu werden die Schoten aneinander gerieben. Wenn sie dabei quietschen oder sie beim Durchbrechen knacken, sind sie frisch. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Zuckerschoten unbeschädigt sind und keine Verfärbungen aufweisen.
Die Kaiserin unter den Erbsen
Manchmal werden Zuckerschoten auch als Kaiserschoten bezeichnet. Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. soll von der Hülsenfrucht so begeistert gewesen sein, dass er in Teilen des Louvre-Parks einen Erbsengarten anlegen ließ. Die Kaiserin unter den Erbsen ist auch als Kefe oder Mange-Tout bekannt.
Sind Zuckerschoten gesund?
Zuckerschoten sind gesund und punkten mit
- Vitaminen
- Ballaststoffen
- Mineralstoffen
- Spurenelementen (Mangan, Zink, Jod, Kupfer)
- und wenig Fett.
Außerdem sind Zuckerschoten reich an Proteinen, sodass sie eine gute Alternative zu Fleisch in der veganen oder vegetarischen Ernährung sind. Die enthaltenen Kohlenhydrate sorgen dafür, dass Zuckerschoten aufgrund ihres hohen Anteils an Ballaststoffen (5g auf 100g) gut sättigen.
Der Verzehr von Erbsen kann dazu beitragen, einem Typ-2-Diabetes vorzubeugen. Da Erbsen glutenfrei sind, können sie den Speiseplan von Menschen mit einer Zöliakie gut ergänzen. Zudem fördern sie die Darm- und Herzgesundheit, sie können den Blutzuckerspiegel stabilisieren und wirken entzündungshemmend.
Zuckerschoten sind im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten recht gut verdaulich und wirken kaum blähend. Kann man Zuckerschoten auch roh essen? Ja, da sie kaum Lektine enthalten, die Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Rohe Zuckerschoten sollten trotzdem nur in Maßen gegessen werden. Denn ihre typische Süße entwickeln sie erst beim Garen. Es reicht, Zuckerschoten drei Minuten in heißem Salzwasser zu blanchieren.
Wie lassen sich Zuckerschoten zubereiten?
Zuckerschoten schmecken roh sowie gegart und sind vielseitig einsetzbar. Vor der Zubereitung sollten sie kurz unter fließendem Wasser abgespült und anschließend abgetupft werden. Harte Stielenden können mit einem Messer entfernt und störende Fäden von den Enden aus längs abgezogen werden.
Werden Zuckerschoten als Beilage serviert, genügt es, sie kurz in Butter mit frisch gehackten Zwiebeln und fein geschnittenem Knoblauch zu schwenken. Zuckerschoten passen auch gut in Suppen, Risotto, Couscous, Pasta oder roh in einen Salat, zum Beispiel mit Kirschtomaten, frischem Basilikum, Pinienkernen und in einer würzigen Vinaigrette.
Damit sie schön knackig bleiben, sollten Sie Zuckerschoten erst zum Schluss in ein Wokgemüse oder ein Pfannengericht geben. Außerdem ist es ratsam, sie nur sparsam zu würzen, da das feine Aroma der Zuckerschoten sonst überdeckt wird.
Passende Artikel zum Thema
Warum gelten Zuckerschoten als „Turbo-Gemüse“?
Zuckerschoten zählen neben Champignons und Brokkoli zu den sogenannten Turbo-Gemüsen, weil sie nur kurz gegart werden müssen. Mit diesen Sorten lassen sich gesunde Gerichte schnell zubereiten – zum Beispiel in Kombination mit Reis, der etwa 15 bis 20 Minuten gekocht werden muss.
Eine andere Möglichkeit ist, Nudeln oder Kartoffeln am Abend vorher zu kochen und sie am nächsten Tag mit Zuckerschoten zu ergänzen. So sparen Sie Zeit im hektischen Alltag und können mit wenigen Zutaten in wenigen Minuten eine gesunde Mahlzeit zubereiten.
Wie lassen sich Zuckerschoten aufbewahren?
Frische Zuckerschoten sind sich nicht besonders lange haltbar. Sie verlieren schnell ihr Aroma und sollten daher nach dem Einkauf möglichst bald zubereitet werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks können sie etwa drei bis vier Tage aufbewahrt werden, wenn sie in ein feuchtes Tuch eingewickelt sind.
Eine andere Möglichkeit ist, die Zuckerschoten kurz zu blanchieren, sie abkühlen zu lassen und anschließend im Gefrierfach einzufrieren. So bleiben Frische und Nährstoffdichte am besten erhalten.
Passende Angebote der AOK
Die Angebote zur Ernährungsberatung der AOK
Ob Sie sich für eine ausgewogene Ernährung interessieren, Ihr Gewicht reduzieren möchten, an einer Lebensmittelallergie leiden oder chronisch erkrankt sind: Die Ernährungsexperten und -expertinnen der AOK sind gerne persönlich für Sie da.

© iStock / evgenyb
Rezept: Salat mit Zuckerschoten
Der Salat mit frischen Zuckerschoten ist schnell zubereitet und eignet sich besonders gut für die leichte Sommerküche.
Zutaten
- 600gZuckerschoten
- 6Tomaten
- 1große Salatgurke
- 4EsslöffelWeinessig
- 6EsslöffelOlivenöl
- 2TeelöffelHonig
- 2Teelöffelkörniger Senf
- Salz, Pfeffer, Chiliflocken
Zubereitung
Die gewaschenen und trocken getupften Zuckerschoten in 2 EL Olivenöl leicht anbraten. Danach müssen sie abkühlen.
Die Tomaten vierteln und die Gurke in Würfel schneiden. Anschließend gemeinsam in eine Salatschüssel geben.
Für die Vinaigrette Essig, Honig, Senf, Salz, Pfeffer und Chiliflocken miteinander verrühren. Anschließend das restliche Olivenöl unterquirlen und die Vinaigrette über die Zuckerschoten, Tomaten und Gurken gießen. Alles gründlich vermischen und servieren.
Die Inhalte unseres Magazins werden von Fachexpertinnen und Fachexperten überprüft und sind auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.







