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Wirkung von Mate-Tee: Das steckt drin und das sagen Studien
Mate-Tee wirkt anregend, liefert Antioxidantien und ist in Südamerika ein traditionelles Kulturgut. Erfahren Sie, was die Wissenschaft zu den gesundheitlichen Vorteilen und Risiken von Mate sagt und wie Sie den Tee richtig zubereiten.

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Was ist Mate-Tee?
Mate-Tee stammt aus den getrockneten und gerösteten Blättern des Baumes Ilex paraguariensis, der in Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay beheimatet ist. Streng genommen handelt es sich also nicht um Tee im klassischen Sinne, sondern um ein teeähnliches Kräutergetränk aus einer Stechpalmenart.
Nach der Ernte werden die Blätter kurz bei sehr hohen Temperaturen erhitzt, getrocknet und anschließend mindestens zwölf Monate gelagert. Erst durch diese Reifung entwickelt sich der charakteristische Geschmack, der je nach Herkunft und Verarbeitung mild oder kräftig, erdig oder leicht bitter ausfallen kann.
In den Ursprungsländern ist Mate tief im Alltag verwurzelt: Uruguay liegt mit einem Verbrauch von bis zu zehn Kilogramm pro Person und Jahr weltweit an der Spitze. In Deutschland ist Mate als loser Tee, in Erfrischungsgetränken und als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
Was ist der Unterschied zwischen Yerba Mate und Mate-Tee?
Der Begriff „Yerba Mate" stammt aus dem Spanischen und Quechua und bedeutet wörtlich „Kräuter aus der Kalebasse" – eine Anspielung auf die traditionellen Trinkgefäße aus getrocknetem Kürbis, in denen das Getränk ursprünglich zubereitet wurde. „Mate" bezeichnet also eigentlich das Gefäß, nicht das Getränk selbst. Heute wird der Begriff aber auch für das Getränk verwendet.
Die Zubereitungsform variiert übrigens je nach Land: Während in Argentinien, Brasilien und Uruguay heißes Wasser über die Blätter gegossen wird, ist in Paraguay und im angrenzenden Teil Brasiliens der sogenannte Tereré verbreitet, ein kalt zubereiteter Mate, oft mit Zitrusfrüchten verfeinert.
Warum hat Mate-Tee eine stimulierende Wirkung?
Die anregende Wirkung von Mate-Tee ist auf seinen Koffeingehalt zurückzuführen: Koffein stimuliert die Hirnrinde, verbessert die Konzentration und das Reaktionsvermögen, lindert geistige sowie körperliche Erschöpfung und beschleunigt den Stoffwechsel. Konsumierende berichten, dass Mate-Tee wach macht, ohne Nervosität zu erzeugen.
Zum Vergleich: Eine Tasse Filterkaffee enthält rund 90 mg Koffein, eine Dose Energy Drink jeweils etwa 80 mg, schwarzer Tee kommt auf rund 45 mg und grüner Tee auf etwa 30 mg pro Tasse. Mate-Tee liegt mit rund 80 mg Koffein pro Tasse im oberen Bereich. Beim mehrfachen Aufgießen kann die Gesamtaufnahme jedoch deutlich höher ausfallen.
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Wie gesund ist Mate-Tee wirklich?
Mate-Blätter enthalten Mineralstoffe, darunter Kalium und Magnesium. Hinzu kommen Saponine, Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C. Außerdem vereinen die Blätter antioxidativ wirkende Gerbstoffe. Die Menge der Inhaltstoffe variiert je nach Anbaugebiet und Verarbeitung.
Besonders reich ist Mate an Polyphenolen, vor allem an Chlorogensäure und ihren Isomeren. Eine Tasse Mate, mit einem Teelöffel Blätter zubereitet, liefert bis zu 0,9 Gramm Polyphenole. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die pflanzlichen Verbindungen starke antioxidative Eigenschaften besitzen und oxidativem Stress entgegenwirken.
Viele der angepriesenen Gesundheitswirkungen, etwa eine gewichtsreduzierende oder entwässernde Wirkung, sind wissenschaftlich aber nicht ausreichend belegt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat entsprechende Health Claims abgelehnt. Ob Mate-Tee gesund ist, hängt vor allem davon ab, wie und in welchen Mengen er konsumiert wird.
Wie viel Mate-Tee ist gesund?
Eine konkrete Dosierungsempfehlung für Mate-Tee gibt es nicht, in moderaten Mengen getrunken gilt er als unproblematisch. In den Ursprungsländern trinken Menschen durchschnittlich bis zu einem Liter täglich. Als indirekter Richtwert kann die allgemeine Koffeinempfehlung dienen: Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 400 mg Koffein pro Tag als unbedenklich – bei rund 80 mg Koffein pro Mate-Tasse wären das etwa vier bis fünf Tassen täglich. Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Personen sollten deutlich weniger Koffein konsumieren, maximal 200 mg.
Was sagt die Wissenschaft zur Wirkung von Mate-Tee?
Getrocknete Yerba-Mate-Blätter enthalten rund 200 Inhaltsstoffe. Einige davon wirken sich laut Studien positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, indem sie etwa den Cholesterinspiegel regulieren. Erste Studien deuten darauf hin, dass der Tee-Aufguss auch die Leber und den Stoffwechsel positiv beeinflussen.
Saponine aus den Mate-Blättern wirken laut Studien entzündungshemmend und können den Cholesterinspiegel senken. Tierstudien deuteten außerdem darauf hin, dass Yerba Mate bei regelmäßigem Konsum Übergewicht und Leberverfettung reduzieren und die Insulinempfindlichkeit verbessern kann. Ob sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, ist aber noch nicht geklärt.
Eine Übersichtsarbeit von 32 Studien deutete auf positive Effekte von Mate für Stoffwechsel, Gewicht, Stimmung und Appetit hin. Zudem wurden antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen beobachtet. Wegen der stark variierenden Studienqualität ist die Datenlage jedoch zu dünn.

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Erhöht Mate-Tee das Krebsrisiko?
Bereits vor rund 30 Jahren wurden erste Warnungen vor einem Zusammenhang zwischen dem Mate-Konsum und einem erhöhten Krebsrisiko in der Speiseröhre, im Mund und Rachen veröffentlicht. Die Internationale Agentur für Krebsforschung stufte Mate daraufhin als „wahrscheinlich krebserregend" ein.
Eine Auswertung zweier südamerikanischer Fall-Kontroll-Studien zeigte, dass das Risiko für Speiseröhrenkrebs mit der konsumierten Mate-Menge linear anstieg und mit höherer Trinktemperatur deutlich stärker ausfiel. Eine 2025 veröffentlichte Studie mit fast einer halben Million Teilnehmenden zeigte diesen Zusammenhang auch für andere heiße Getränke wie Tee und Kaffee.
Aktuelle Forschungen deuten darauf hin, dass nicht die Pflanze selbst das Problem ist, sondern eher die Trinktemperatur, vor allem kombiniert mit Alkohol- und Tabakkonsum. Beim Räuchern und Rösten der Blätter können jedoch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie krebserregende Anthrachinone entstehen, die ins Getränk übergehen.
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So lagern Sie Mate-Tee richtig und bereiten ihn zu
Mate-Tee ist in der Zubereitung recht anspruchslos. Wer beim Kauf und der Lagerung auf diese Punkte achtet, reduziert gleichzeitig mögliche Risiken:
- Greifen Sie beim Kauf zu grünem, ungeräucherten Mate in Bio-Qualität, denn geröstete oder geräucherte Sorten können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Anthrachinone enthalten, die beim Rösten über offenem Feuer entstehen.
- Lassen Sie den Tee auf unter 65 Grad Celsius abkühlen, bevor Sie ihn trinken, besonders beim traditionellen Trinken mit Trinkhalm fehlen die üblichen Warnsignale wie die Wärme der Tasse an den Händen.
- Für die Zubereitung zu Hause eignet sich ein einfacher Teefilter oder Teebeutel. Die Blätter können problemlos zwei- bis dreimal mit kochendem Wasser aufgegossen werden, wobei viele Teeliebhabende den ersten Aufguss weggießen – er ist recht bitter.
- Bewahren Sie Mate-Tee trocken, dunkel und luftdicht in einem Metall-, Glas- oder Porzellanbehälter auf, um das Aroma und die Qualität zu bewahren.
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