Lebensmittel
Shiitake: leckerer Speisepilz mit gesundheitlicher Wirkung
Sie bereichern die Küche durch ihr intensives Umami-Aroma. Doch auch mit ihren Nährstoffen punkten Shiitake-Pilze: Welche positiven Effekte auf die Gesundheit belegt sind, warum der Inhaltsstoff AHCC im Fokus steht und ein Rezept zum Ausprobieren.

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Warum ist Shiitake so gesund?
Shiitake-Pilze enthalten viele Antioxidantien, Eiweiß und Ballaststoffe bei gleichzeitig sehr niedrigem Fettgehalt. Diese Zusammensetzung macht sie sättigend und leicht verdaulich.
Zudem liefern Shiitake zahlreiche bioaktive Inhaltsstoffe, darunter Polysaccharide sowie verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Sie machen den Pilz aus ernährungswissenschaftlicher Sicht wertvoll.
Shiitake-Pilze enthalten darüber hinaus B-Vitamine, Magnesium und nur wenige Kalorien – etwa 42 Kilokalorien pro 100 Gramm.
Diese Nährstoffe machen Shiitake-Pilze so gesund:
| Inhaltsstoff | Menge pro 100 g |
|---|---|
| Eiweiß | 1,6 g |
| Kohlenhydrate | 12,3 g, 2 g Ballaststoffe |
| Kalium | 120 mg |
| Calcium | 3 mg |
| Phosphor | 29 mg |
| Magnesium | 14 mg |
| Niacin | 2,07 mg |
| Vitamin C | 2 mg |
Wo kommen Shiitake-Pilze her?
Der Shiitake-Pilz stammt ursprünglich aus Ostasien. Menschen in China und Japan verwenden ihn seit mehr als 2.000 Jahren sowohl als Speisepilz als auch als Heilpilz. Erst später gelangte er nach Europa, wo er sich zu einem bekannten Kulturpilz entwickelte.
Heute wird Shiitake weltweit angebaut. Der Pilz gilt als einer der wichtigsten Speisepilze und wird wegen seiner Nährstoffe und möglicher gesundheitsförderlicher Eigenschaften erforscht. Er gehört zu den am häufigsten kultivierten Speisepilzen der Welt.
In Deutschland begann man erst in den 1970er-Jahren mit dem Shiitake-Anbau, zunächst auf Baumstämmen. Heute erfolgt die Zucht auf speziellen Substratblöcken aus Sägespänen. Aufgrund des hohen Aufwands für den Anbau und des überschaubaren Ertrags bei der Ernte ist der Pilz vergleichsweise teuer.
Was bewirkt AHCC aus Shiitake-Pilzen im Körper?
Forschende untersuchen die Shiitake-Wirkung auf das Immunsystem und den Stoffwechsel. Im Shiitake-Pilz befinden sich nämlich zahlreiche bioaktive Stoffe, die hauptsächlich in Laborstudien zu Effekten führten. Dazu gehören antioxidative Verbindungen, antientzündliche Substanzen sowie Komponenten mit antibakterieller und Anti-Pilz-Wirkung.
Ein besonderer Wirkstoff ist Active Hexose Correlated Compound (AHCC), eine aus Shiitake gewonnene Zuckerverbindung. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass AHCC das Immunsystem beeinflussen kann, die Aktivität von Abwehrzellen steigert und die Immunantwort unterstützt. Deshalb wird AHCC auch im Zusammenhang mit Therapien wie der Chemotherapie untersucht.
Darüber hinaus gibt es Hinweise auf weitere mögliche Effekte von Shiitake, etwa auf den Cholesterinspiegel oder den Blutdruck. Bisher sind diese Ergebnisse jedoch überwiegend experimentell. Forschende konnten beim Menschen in vielen Studien noch keine gesicherten gesundheitlichen Wirkungen nachweisen.
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Hilft der Shiitake-Pilz bei einer HPV-Infektion oder Krebs?
Studien weisen darauf hin, dass AHCC bei manchen Frauen das Immunsystem unterstützen kann, um hartnäckige Infektionen mit Humane Papillomviren (HPV) zu bekämpfen. Bei einem größeren Teil der Patientinnen verschwand die Infektion nach mehrmonatiger Einnahme eines fertig dosierten Präparates, anders als bei der Kontrollgruppe.
Lentinan, ein weiterer Inhaltsstoff des Shiitake, beeinflusste in Labor- und Tierstudien Krebszellen. Durch die Verabreichung wurden Mechanismen aktiviert, die zum programmierten Zelltod führen – in Mausmodellen nahmen durch die Behandlung Tumorgröße und Tumorgewicht ab.
In Deutschland spielt der Shiitake-Pilz in der Krebstherapie bislang keine anerkannte Rolle. Zell- und Tierexperimente sowie erste kleine Studien an Menschen liefern zwar Hinweise auf mögliche Effekte, ihre Aussagekraft ist jedoch begrenzt. Ob der Verzehr des Pilzes ähnliche Ergebnisse wie isolierte Inhaltsstoffe erzielt, ist unklar.
Können Shiitake-Pilze Nebenwirkungen haben?
Bei sehr empfindlichen Personen können rohe und gekochte Shiitake-Pilze Hautausschläge, starken Juckreiz oder Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Das Einatmen von Pilzsporen kann zu Atemproblemen führen.
Solche Reaktionen sind aber selten. Vorsicht ist besonders bei Nahrungsergänzungsmitteln aus Heilpilzen geboten: Sie sind keine geprüften Arzneimittel, oft importiert und können Verunreinigungen mit bedenklichen Substanzen enthalten.
Wie schmecken Shiitake-Pilze und wie werden sie zubereitet?
Shiitake-Pilze zeichnen sich durch ein intensives Aroma aus, das leicht an Knoblauch erinnert. Ihr Geschmack gehört zur Richtung „umami“, die Menschen als fleischig und herzhaft beschreiben. Verantwortlich für den Geschmack ist das natürliche Glutamat der Pilze.
In der Küche bereichern Shiitake Suppen, Eintöpfe, Risotto, Pasta und asiatische Wokgerichte. Sie ergänzen Geflügel, Fisch oder Meeresfrüchte und sorgen dafür, dass Gemüsegerichte intensiver schmecken. Durch die kräftige, aromatische Note der Pilze erhalten alltägliche Speisen eine besondere geschmackliche Tiefe und Raffinesse.

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Wann sollte man Shiitake-Pilze nicht mehr essen?
Essen Sie die Pilze nicht mehr, wenn das Fleisch weich, schleimig und verfärbt ist oder unangenehm riecht. Frische Shiitake besitzen ein festes Fleisch und einen gewölbten Hut. Entfernen Sie vor der Zubereitung den Schmutz vorsichtig mit Küchenkrepp oder spülen Sie die Pilze kurz ab und tupften sie trocken.
Im Gemüsefach bleiben Shiitake in der Originalverpackung ein bis zwei Tage frisch. Bewahren Sie lose Shiitake-Pilze in einer Papiertüte oder in einem Kunststoffbehälter auf. Alternativ können Sie die Pilze auch in ein trockenes Tuch einschlagen.
Rezeptidee: fruchtige Kohlpfanne mit Shiitake
Dieses aromatische Shiitake-Gemüsegericht bereiten Sie in wenigen Minuten zu. Es eignet sich hervorragend für ein leichtes, geschmackvolles Mittag- oder Abendessen.
Zutaten
- 1kleiner Wirsing oder ein mittelgroßer Spitzkohl
- 2EsslöffelOlivenöl
- 1PriseKurkuma
- 1PrisePaprikapulver
- 1PriseKreuzkümmel
- 1PriseIngwerpulver
- 1Priseschwarzer Pfeffer
- 0 ½StückPapaya oder Mango
- 150gShiitakepilze
- 1EsslöffelSesam- oder Meersalz
Zubereitung
Den Wirsing oder Spitzkohl in feine Streifen schneiden, gründlich waschen und abtropfen lassen. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, den Kohl mit Kurkuma, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Ingwer und schwarzem Pfeffer unter Rühren anschwitzen. Etwas Wasser hinzufügen und den Kohl kurz dünsten, bis er leicht weich, aber noch bissfest ist.
Eine Hälfte der Papaya oder Mango schälen, in kleine Würfel schneiden und beiseitestellen. Shiitakepilze mit Küchenpapier abreiben, in Scheiben schneiden und in 1 EL Olivenöl anbraten. Mit Sesam- oder Meersalz würzen.
Die Früchte vorsichtig unter das gedünstete Gemüse heben und kurz erwärmen. Das Gemüse auf zwei Tellern verteilen und die Shiitakepilze darüber geben.
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