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Würziges Kraut: Wie gesund ist Dill?

Veröffentlicht am:10.06.2026

6 Minuten Lesedauer

Dill verleiht Fischgerichten, Gurkensalat oder Kräuterquark Aroma. Aber das Kraut kann mehr als nur würzen: Dill enthält sekundäre Pflanzenstoffe und wirkt entzündungshemmend. Mehr über die Inhaltsstoffe und Ideen für die Zubereitung.

Frischer Dill liegt in einem Bündel auf dem Tisch, daneben geschnittener Dill in einer Schüssel.

© iStock / Elena Rui / KI-bearbeitet

Wie gesund ist Dill?

Dill ist mehr als ein Küchenkraut: Seit Jahrhunderten wird er in Klostergärten als traditionelle Heilpflanze kultiviert. Vor allem im Mittelalter kam er bei Appetitlosigkeit oder Verdauungsbeschwerden zum Einsatz, denn die enthaltenen ätherischen Öle können wohltuend auf den Magen-Darm-Bereich einwirken.

Neben den ätherischen Ölen enthält Dill eine Vielzahl pflanzlicher Verbindungen wie Flavonoide, Terpene und phenolische Stoffe. Diese Inhaltsstoffe bringen Forschende mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung.

Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe kann je nach Herkunft und Pflanzenteil variieren. Typische Bestandteile der ätherischen Öle sind unter anderem Carvon, Limonen und α-Phellandren. Europäischer Dill ist besonders reich an Carvon und Limonen, wohingegen der amerikanische Dill mehr α-Phellandren enthält.

Hilft Dill bei Verdauungsbeschwerden?

Die Dillpflanze wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Vor allem die Samen enthalten ätherische Öle, die krampflösend wirken sollen. Dadurch können sie Bauchkrämpfe oft etwas lindern – außerdem unterstützen Dillsamen laut Studie die Verdauung.

Die ätherischen Öle im Dill gelten als verdauungsfördernd und können helfen, die Gasbildung im Darm zu reduzieren. Dadurch eignen sich die Dillsamen auch bei Völlegefühl oder Blähungen. Gleichzeitig kann Dill den Appetit anregen, was ihn in der traditionellen Anwendung zu einem typischen Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden macht.

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Wirkt sich Dill positiv auf den Blutzucker aus?

Untersuchungen zeigen, dass Dill den Zuckerstoffwechsel beeinflussen kann: Bei Probanden und Probandinnen, die ein Dillpräparat einnahmen, verbesserten sich Insulinwerte und Insulinempfindlichkeit, der Nüchternblutzucker veränderte sich aber nicht deutlich. Einen klaren blutzuckersenkenden Effekt können Forschende daraus nicht ableiten.

Weitere Untersuchungen deuten außerdem darauf hin, dass Dill die Ausschüttung von Insulin anregen könnte. All diese Ergebnisse stammen allerdings aus kleineren oder experimentellen Studien. Insgesamt reicht die Datenlage noch nicht aus, um Dill gezielt zur Blutzuckerkontrolle zu empfehlen.

Welche Nährstoffe machen Dill so gesund?

Dill enthält vor allem Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Eisen. Zusätzlich liefert das Kraut die Vitamine A und C. Somit ist Dill in der Küche nicht nur als aromatisches Gewürz, sondern auch aus ernährungsphysiologischer Sicht interessant.

Inhaltsstoffe pro 100 g DillMenge
Kalorien65
Eiweiß3,7 g
Kohlenhydrate8 g, Ballaststoffe 5,3 g
Natrium27 mg
Kalium647 mg
Calcium230 mg
Phosphor85 mg
Magnesium28 mg
Eisen5,5 mg
Vitamin A508 μg
Vitamin E1,7 mg
Niacin3,22 mg
Vitamin C70 mg

Die Dillpflanze aus botanischer Sicht

Dill (Anethum graveolens) ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütler und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum sowie Teilen Süd- und Zentralasiens. Menschen nutzen Dill bereits seit mehr als 5.000 Jahren als Gewürz- und Aromakraut.

Für welche Gerichte kann man Dill verwenden?

Dill passt gut in warme Gerichte und wird häufig in Suppen, Soßen sowie Fisch- und Gemüsegerichten verwendet – Beispiele sind Kräutersuppen, Dillsaucen oder Lachs mit Dill.

In der kalten Küche kommt Dill vor allem in Gurken- sowie Kartoffelsalaten und Joghurt-Dressings als Zutat hinzu. Zudem würzt er Kräuterbutter, Aufstriche und Frischkäse mit einer frischen Note.

Auch beim Einlegen spielt Dill eine wichtige Rolle, besonders bei Gurkenkonserven. Die Dillspitzen gelten dabei als besonders aromatisch. Zusätzlich nutzt man die Samen als Gewürz und setzt sie geschmacklich ähnlich wie Kümmel oder Anis ein.

Eine Schüssel mit einer hellen Dill-Suppe steht auf einem Holztisch.

© iStock / MaharaMK

Dill passt wunderbar zu Fisch, verfeinert aber auch viele Suppen.

Wie schmeckt Dill und welche Aromen hat er?

Dill hat ein intensives, charakteristisches Aroma mit leicht süßlicher Note. Geschmacklich erinnert er an eine Mischung aus Anis und Kümmel und bringt außerdem frische Noten von Petersilie und Zitrone mit. Dadurch wirkt Dill würzig, aber gleichzeitig leicht und frisch im Geschmack.

Worauf sollte man beim Einkauf, Lagern und Zubereiten von Dill achten?

Beim Einkauf zeigt sich gute Qualität an kräftig grünen Blättern und stabilen Stielen. Dill aus dem Bund besitzt ein intensives Aroma, ist aber nur kurz haltbar. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt er eingeschlagen in ein feuchtes Küchentuch etwa eine Woche frisch, getrocknete oder gefrorene Varianten halten länger – unzerkleinerte Dillsamen beispielsweise bis zu fünf Jahre.

Für die Zubereitung gilt: Dill erst kurz vor dem Servieren mit einem scharfen Messer oder einer Schere zerschneiden, damit die ätherischen Öle möglichst lange erhalten bleiben. Zerkleinert oder erhitzt man das Kraut zu früh, verliert es schnell an Aroma.

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Rezept: feine Gurkensuppe mit Dill

Frisch und sommerlich kühl – diese Gurkensuppe mit Dill schmeckt leicht säuerlich mit feinem Kräuteraroma und eignet sich ideal als Vorspeise oder leichte Mahlzeit an warmen Tagen.

Zutaten

4 Portionen
  • 400gSalatgurke
  • 1kleine Zucchini
  • 100gJoghurt
  • 100gsaure Sahne
  • 1kleine Knoblauchzehe
  • 1TeelöffelObstessig
  • 100mlkalte Gemüsebrühe
  • 1Esslöffelfein gehackter Dill
  • 1EsslöffelZitronensaft
  • 1PriseSalz
  • 1PrisePfeffer
  • 1EsslöffelOlivenöl
  • 1kleine Schalotte
  • einige Dillspitzen zum Garnieren

Zubereitung

  1. Gurken und Zucchini waschen, grob würfeln und etwa ein Viertel der Gurkenwürfel beiseitelegen. Schalotte und Knoblauch fein hacken.

  2. Restliche Gurken- und Zucchiniwürfel mit Joghurt, saurer Sahne, Brühe, Essig, Zitronensaft, Olivenöl, Schalotte, Knoblauch, Salz, Pfeffer und gehacktem Dill in ein Gefäß geben und fein pürieren. Anschließend kaltstellen und durchziehen lassen.

  3. Suppe vor dem Servieren nochmals abschmecken, in Schalen füllen und mit den zurückgelegten Gurkenwürfeln sowie Dillspitzen anrichten.

Rezept: gefüllte Pitas mit Dill-Dip

Leicht würzig und sättigend: Diese gefüllten Pitabrote kombinieren warmes Fladenbrot mit einem bunten Gemüsesalat und einem Joghurt-Minz-Dip – ein gelungenes Rezept für eine Hauptmahlzeit oder für zwischendurch.

Zutaten

2 Portionen
  • 2Pitabrote
  • 100gJoghurt
  • 2StieleMinze
  • 2StieleDill
  • 3BlätterMangold
  • 0 ½Stückgekochte Rote Bete
  • 0 ½Stückrote Zwiebel
  • 0 ¼StückGurke
  • 2EsslöffelApfelessig
  • 1EsslöffelOlivenöl
  • 1kleine Knoblauchzehe
  • 1kleine Karotte
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Mangold waschen und in feine Streifen schneiden. Rote Bete, Zwiebel, Gurke und Karotte in kleine Würfel schneiden. Dill fein hacken. Alles mit Apfelessig mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  2. Minze fein hacken und mit Joghurt, Olivenöl und fein geriebenem Knoblauch verrühren. Mit Salz abschmecken und kaltstellen.

  3. Pitabrote im Ofen oder Toaster anrösten und danach mit Salat und Dip füllen – fertig.

Fachlich geprüft
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