Betriebliche Gesundheit im Februar

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Mehr Komfort mit dem E-Rezept * BGM-Kooperation: Stadtwerke Erfurt und AOK PLUS * Soziale Selbstverwaltung * Mentoring neuer Startups * Schutzimpfungen für geplante Auslandsreisen * Staffing: wenn Führungskräfte gemobbt werden * Personalmangel und Gesundheit * Interkulturelle Pflegeteams * KI-Fachleute sind gefragt

Weniger Wege und mehr Komfort mit dem E-Rezept

Das rosa Papier-Rezept hat ausgedient. Jetzt werden Arzneimittel elektronisch verordnet. Seit dem 1. Januar 2024 ist das E-Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland verbindlich. Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen können nun beim Arztbesuch ein elektronisches Rezept erhalten, das sie in der Apotheke einlösen können. Der bisherige Papierausdruck ist nicht mehr nötig.

Versicherte laden dazu nur die E-Rezept-App der gematik GmbH auf ihr Handy (im Play-/AppStore) und registrieren sich mit ihrer AOK-Gesundheitskarte samt PIN. Der Arzt verschreibt die Medikamente dann über einen Rezeptcode, den Patienten einfach in der Apotheke per App vorzeigen. Wer diesen vorab übermittelt, erspart sich doppelte Wege, falls das Mittel erst bestellt werden muss. In der Apotheke, in der sie das Rezept einlösen möchten, geben sie ihre elektronische Gesundheitskarte (eGK) einfach nur in den Kartenterminal. Alternativ kann das Rezept auch in einer Online-Apotheke eingelöst werden.

Das Rezept wird dabei nicht auf der elektronischen Gesundheitskarte des Patienten gespeichert. Stattdessen fordert die Apotheke nach dem Stecken der Karte die Nachweise, die für das Einlösen des Rezepts benötigt werden, digital bei der Krankenkasse des Versicherten – hier der AOK PLUS – an.

Für Patienten bietet das E-Rezept mehr Komfort und weniger Wege in die Arztpraxis. Die digitalen Gesundheitsanwendungen sollen weiter ausgebaut werden. So können künftig auch Leistungen für Heilmittel, Hilfsmittel und die häusliche Krankenpflege elektronisch verordnet werden.

Versicherte, die die App nicht nutzen können oder wollen, lassen den Rezeptcode beim Arzt ausdrucken und legen ihn dann vor.

Weitere Infos auf der AOK-Website, Suchwort: E-Rezept oder hier.

Stadtwerke Erfurt und AOK PLUS vereinbaren BGM-Kooperation

Nach vielen Jahren der guten, aber thematisch punktuellen Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Erfurt ist es seit dem 11. Januar 2024 schriftlich ­– gemeinsam mit der AOK PLUS gehen die Stadtwerke Erfurt mittels einer Kooperationsvereinbarung das Thema Mitarbeitendengesundheit offiziell an.

Damit begleiten wir fast 2.000 Mitarbeitende der Stadtwerke Erfurt für vorerst zwölf Monate bei Themen wie gesunde Ernährung und Schlaf. Gerade für Menschen im Schichtdienst sind das wichtige Themen. Es gilt, wirksame und passende Maßnahmen zu finden, die die Gesundheit der Mitarbeitenden individuell fördern und unterstützen.

Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst alle Maßnahmen im Unternehmen zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Dazu gehören die drei Felder Verbesserung der Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen, Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung und Stärkung persönlicher Kompetenzen. So können Rahmenbedingungen gezielt beeinflusst werden und zugleich erreicht man auch solche Zielgruppen, die individuelle Angebote zur Prävention und Gesundheitserhaltung seltener in Anspruch nehmen. Mehr erfahren im Fachportal für Arbeitgeber.

Verwaltungsrat der AOK PLUS zum hohen Gut der Selbstverwaltung

Mit dem „Gesetz über den Neuaufbau des Reichs" vom 30. Januar 1934 wurden unter dem NS-Regime in Deutschland auch Weichen für die Abschaffung der sozialen Selbstverwaltung gestellt. Der Beschluss des Reichstages jährt sich zum 90. Mal. Daran erinnern die Vorsitzenden des Verwaltungsrates der AOK PLUS, Sven Nobereit und Daniela Kolbe.

„Die soziale Selbstverwaltung ist ein wichtiges Gut der Demokratie. Damit tragen Versicherte und Arbeitgeber – diejenigen, die täglich die Sozialversicherungsbeiträge erwirtschaften – wieder die Verantwortung für die zielgerichtete Verwendung dieser Gelder. In der Selbstverwaltung arbeiten sie über ideologische Grenzen hinweg zusammen”, sagt Sven Nobereit, Vorsitzender des Verwaltungsrats der AOK PLUS für die Arbeitgeberseite.

Daniela Kolbe, die dem Verwaltungsrat für die Versichertenseite vorsitzt, sagt: „Die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände sind sich in bestimmten Fragen zur Gestaltung der Arbeit oder der Sozialpolitik nicht immer einig. Es ist jedoch ein wichtiges Signal gelebter Demokratie, wenn die Sozialpartner in den Gremien der sozialen Selbstverwaltung gemeinsam an Lösungen zur Sicherstellung von Prävention, Rehabilitation sowie für die Versorgung von Versicherten im Krankheitsfall erarbeiten. Allen, die an den Grundfesten der sozialen Selbstverwaltung rütteln, sollte der 30. Januar 1934 eine Mahnung sein.”

Mehr erfahren.

Mentoring neuer Startups ist gestartet

Bereits Anfang Januar hat das SpinLab gemeinsam mit der AOK PLUS drei neue Startups mit Bezug zur Gesundheitsbranche begrüßt. Damit startet erneut ein 6-monatiges Mentoring. Der HHL Accelerator Spinlab ging mit der Rekordzahl von über 500 Bewerbungen für den 16. Jahrgang in die nächste Runde. Aus diesem Bewerberpool wurden zehn internationale Startups aus den Bereichen Energie, Smart City und E-Health ausgewählt. Die Vielfalt der Geschäftsideen der aufstrebenden Unternehmer ist enorm. Die AOK PLUS begleitet als Partner im Förderprogramm des Leipziger Accelerator innovative Jungunternehmer der folgenden Startups im Bereich eHealth:

  • Lipocheck: KI-gestützte Gesundheitsplattform zur Verbesserung der Diagnose und Pflege von Lipödemen.
  • Breathment: Digitale Therapie für eine individualisierte COPD-Behandlung mit Hilfe eines KI-Trainers. 
  • StreamCheck24: Früherkennung für zuhause mit KI-gestützter Urin-Analyse per App. 

Die teilnehmenden Teams profitieren von Mentoring und Zugang zu einem renommierten Netzwerk von Unternehmen und Investoren, um ihr Potenzial zu maximieren und wertvolle Partnerschaften aufzubauen. Auf Seiten der AOK PLUS werden die Startups durch eine  bereichsübergreifende Arbeitsgruppe begleitet. Mehr Informationen finden Sie auf unserem Innovationsportal oder beim Spinlab.

Für geplante Auslandsreisen den eigenen Impfstatus kontrollieren

Wenn für den Sommer 2024 eine Auslandsreise geplant ist, ist jetzt die richtige Zeit, den eigenen Impfstatus zu überprüfen. Nicht nur aus Schutz vor Krankheiten, sondern auch, weil einige Länder bestimmte Reiseschutzimpfungen vorschreiben. Die AOK PLUS übernimmt dabei die Kosten für alle vom Centrum für Reisemedizin (CRM) empfohlenen Impfungen. Mehr erfahren.

Staffing: wenn Mitarbeitende die Führungskraft mobben

Auch Vorgesetzte können von Mobbing betroffen sein. Dann spricht man von „Staffing“. Betritt die Führungskraft den Raum, verstummen zum Beispiel Gespräche. Informationen werden gezielt zurückgehalten, damit die Führungskraft in Bedrängnis gerät. 

Das kann gesundheitliche Auswirkungen für die betroffene Person haben, von seelischen Beeinträchtigungen bis hin zu Depression oder Angststörungen. Staffing wirkt sich aber auch auf die Performance des Unternehmens aus. Denn unter dem Verhalten der Mitarbeitenden leiden Produktivität, Qualität und Image des Unternehmens.

Bis Betroffene das Staffing wahrnehmen, kann einige Zeit vergehen. Dagegen vorzugehen, ist eine Herausforderung. Das können betroffene Führungskräfte gegen Staffing tun:

  • Die Situation bewerten und mit einer vertrauten Person erörtern.
  • Eigene kommunikative Skills stärken, zum Beispiel mit dem AOK-Programm „Gesund führen“ (siehe unten).
  • Mit dem Team sprechen und klare Konsequenzen aufzeigen.

Bleibt dieses Vorgehen wirkungslos, kann es helfen, mit dem eigenen Vorgesetzten zu sprechen – ohne Angst, den eigenen Aufgaben nicht gewachsen zu sein. 

Am wirksamsten ist Prävention, damit Staffing gar nicht erst entsteht. Das kostenlose AOK-Programm „Gesund führen“ unterstützt Führungskräfte dabei, ihr Führungsverhalten und ihren Kommunikationsstil zu reflektieren, zu verbessern und neben der eigenen Gesundheit auch die der Mitarbeitenden zu stärken. Das Programm, das darüber hinaus auch Unsicherheit thematisiert, besteht aus sechs Modulen (Zeitaufwand: jeweils 20 Minuten). Wie Arbeitgeber psychischen Belastungen am Arbeitsplatz entgegenwirken können, erfahren sie zudem im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

Personalmangel mit Gesundheitsförderung entschärfen

Bundesweit können 1,73 Millionen offene Stellen nicht besetzt werden, so das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB). Der Personalmangel führt dazu, dass Aufträge nicht angenommen werden können oder der Zeitbedarf für Projekte steigt.

Unter dauerhaft zu wenig Personal leidet auch die Gesundheit der Beschäftigten: Aufgrund anhaltend zu hoher Belastung können Mitarbeitende ernsthaft erkranken – was den Personalmangel weiter verschärft. Ein Beispiel: Laut Fehlzeiten-Report 2023 der AOK stieg allein die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen in Deutschland seit 2012 um 48 Prozent. Diese Erkrankungen ziehen mit 29,6 Tagen die längsten Fehlzeiten nach sich (Durchschnitt aller Erkrankungen: 11,3 Tage).

Geeignetes Personal zu finden, ist darum nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, sich um die Gesundheit der bestehenden Belegschaft zu kümmern, damit sie motiviert und leistungsfähig bleibt. Mit Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) ist das möglich. Diese kann neben körperlicher Fitness auch die psychische Gesundheit in den Blick nehmen. 

Die AOK unterstützt Unternehmen dabei, Betriebliche Gesundheitsförderung gezielt mit Blick auf eine langfristig stabile Personaldecke umzusetzen. Die BGF-Expertinnen und -Experten bei der AOK finden Sie im Fachportal für Arbeitgeber.

Miteinander in interkulturellen Pflegeteams

Interkulturelle Teams sind Alltag in der Pflege. Die Personalsituation in der Branche wird diese Entwicklung weiter verstärken: Das Statistische Bundesamt prognostiziert, dass im Jahr 2060 mehr als 30 Prozent der Menschen in Deutschland älter als 65 Jahre sein werden – und damit potenziell pflegebedürftig. Um die dafür benötigten Kräfte bereitzustellen, ist die Anwerbung von qualifizierten Menschen aus dem Ausland bereits an der Tagesordnung: 2022 hatten 14 Prozent der in der Pflege Beschäftigten einen Migrationshintergrund.

In den Blick zu nehmen sind dabei vor allem:

  • Generell kulturelle Unterschiede, auch hinsichtlich des Führungsstils 
  • Insbesondere unterschiedliche Sichtweisen auf Krankheit und Gesundheit
  • Kommunikative Gepflogenheiten, zum Beispiel der Umgang mit Betagten
  • Die Empathiefähigkeit der Teammitglieder

Durch das Festlegen von Standards können Einrichtungen die Zusammenarbeit grundsätzlich erleichtern.

Fünf Beispiele aus der Praxis

  • Das Team wird über den bisherigen Berufsweg neuer Kolleginnen und Kollegen informiert. Zu wissen, ob jemand im Herkunftsland bereits in dem Beruf ausgebildet wurde und gearbeitet hat oder nicht, reduziert Missverständnisse.
  • Im Team wird statt des regionalen Dialekts Hochdeutsch gesprochen. Das vereinfacht das Verständnis untereinander und erleichtert es Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund, die deutsche Sprache zu lernen.
  • Informationsmaterial wie zum Beispiel Schulungsunterlagen werden gesammelt, aktualisiert und für alle verfügbar gehalten, vor allem auch für neue Mitarbeitende.
  • Feiertage der verschiedenen Kulturen werden gemeinsam begangen.
  • Die Einrichtung selbst und jedes Team benennt einen Kulturlotsen. Sie stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung und entwickeln bestehende Standards im Austausch mit der Belegschaft kontinuierlich weiter.

Die AOK unterstützt Einrichtungen gezielt dabei, Diversität und damit auch Interkulturalität in der Pflege gut zu managen. Mehr Informationen.

Passend zum Thema
BGF in der Pflege

Die AOK unterstützt Pflegebetriebe dabei, sich für den Erhalt von Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten einzusetzen – auch in interkulturellen Pflegeteams.

KI-Boom: Nachfrage nach Fachkräften um 50 Prozent gestiegen

Unternehmen in Deutschland suchen zunehmend Fachkräfte für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Das belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft für das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Im ersten Quartal 2023 kamen demnach 72 Prozent der Stellenanzeigen aus den Einsatzbereichen Big Data und Business Intelligence und 29 Prozent aus dem Fachgebiet Beratung. Für Forschung und Wissenschaft wurden 13 Prozent geschaltet – Mehrfachzuordnungen waren möglich. Damit stieg die Nachfrage nach Experten für KI in den vergangenen fünf Jahren um rund 50 Prozent.

Gesucht werden Spezialisten, die KI an die Unternehmen anpassen können. Sie sollen zudem in der Lage sein, die Technik zu verbessern und praktisch anzuwenden. Damit treibt KI einen Wandel in der Arbeitswelt voran, der Arbeitsabläufe generell und auch Unternehmenskulturen verändert – was bei betroffenen Beschäftigten, die bislang ohne KI gearbeitet haben, zu Ängsten und Unsicherheiten führen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, Mitarbeitende von Anfang an einzubeziehen und den Veränderungsprozess aktiv mitgestalten zu lassen. 

Tipps zur Einbindung der Belegschaft gibt unter anderem die Initiative Neue Qualität der Arbeit. Die AOK unterstützt Unternehmen mit Angeboten rund um New Work dabei, die neue Arbeitswelt gesund zu gestalten.

Stand

Erstellt am: 15.02.2024

Kontakt zur AOK PLUS
Grafik Ansprechpartner

Persönlicher Ansprechpartner

Ihr Ansprechpartner steht Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
Grafik Firmenkundenservice

Firmenkundenservice

Besuchen Sie uns oder vereinbaren Sie einen Termin in Ihrem Unter­nehmen.
Grafik e-mail

E-Mail-Service

Melden Sie uns Ihr Anliegen, wir antworten umgehend oder rufen Sie zurück.