Mentale Fitness fördern

Verschiedene Faktoren wirken sich positiv auf mentale Gesundheit und Fitness aus. Geistiges Training und Sport, Entspannung und Achtsamkeit sowie erholsamer Schlaf: All das erhöht nachweislich das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Das sorgt für psychische Ausgeglichenheit, Selbstvertrauen und Kommunikationsfähigkeit.
Lächelnder Mann jongliert Bälle© andresr / Getty Images

Rundum fit – auch im Kopf

Mentale Fitness bedeutet nicht, durchgehend auf einem hohen geistigen Leistungsniveau zu sein. Wichtig ist, dann fit zu sein, wenn es darauf ankommt. Im Verlauf eines Tages können (geistige) Pausen eingelegt werden, um sich zu erholen.

Vom Mittagstief zur geistigen Hochleistung

Übungen zur mentalen Fitness helfen dabei, zum Beispiel ein Mittagstief zu überwinden. Sie sind ganz einfach durchzuführen und der ideale Wachmacher für geistige Leistungen.

Nach einer guten Stunde, spätestens, wenn Unlustgefühle beginnen, sollte die Arbeit für wenige Minuten unterbrochen und entspannt werden. Der Neuaufbau der persönlichen Hochleistungsphase dauert dann wieder ein paar Minuten. Diese drei Schritte „Aufwärmphase – Hochleistung erbringen – Leistung runterfahren“ halten bei regelmäßiger Anwendung eine insgesamt hohe Vitalität und geistige Fitness aufrecht.

So werden Sie wieder geistig fit

Ob im Faulenzerurlaub oder bei beruflich geringen geistigen Anforderungen und viel Routine: Diese Übungen helfen dem Gehirn auf die Sprünge:

  • Sudoku
  • Schach 
  • Skat oder andere strategische Kartenspiele  
  • Ein Instrument spielen  
  • Eine Fremdsprache lernen

Das vom Bundesgesundheitsministerium und der AOK mit dem Leonardo-Preis ausgezeichnete Online-Programm „NeuroNation“ bietet ein kostenloses, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Trainingsprogramm zur mentalen Fitness.

Nach erstmaliger Anmeldung erhalten Teilnehmer täglich neue Übungen aus den Bereichen Rechnen, Sprache, Logik, Gedächtnis und Sensorik.

Dokumente zum Download von der AOK Baden-Württemberg

Ausdauersport steigert mentale Fitness

Zur längerfristigen Unterstützung der mentalen Fitness eignen sich vor allem Ausdauersportarten wie Laufen, Walken, Schwimmen oder Radfahren. Sie stärken die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems, das durch jede geistige Aktivität ununterbrochen gefordert wird.

Insbesondere steigen Blutdruck, Puls und Atemfrequenz, um den Blutfluss im Gehirn zu erhöhen und es mit dem Mehrbedarf an Sauerstoff und Glukose zu versorgen. Im Großen und Ganzen gilt: Je besser die körperliche Ausdauerleistung ist, desto besser sind beispielsweise das Sprachvermögen, das logische Verständnis sowie das rechnerische, bildliche und räumliche Denken.

Bewegung in den Alltag einbauen

Körperliche Ausdauerleistungen können auch in Alltagssituationen trainiert werden, in denen der Kopf wenig arbeitet. Beispiele:

  • Zügiges Gehen zum Dienstgebäude oder zur Werkhalle
  • Treppensteigen
  • Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren
  • Besorgungen (Einkauf, Post) zu Fuß zu erledigen

Entspannt und achtsam im Arbeitsalltag

Regelmäßiges Achtsamkeitstraining wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Achtsamkeit ist die bewusste Wahrnehmung des aktuellen Moments, ohne jegliche Wertung, weder positiv noch negativ. Das fördert die Konzentration und reduziert das Erleben von Stress und Überforderung. Es erfolgt beispielsweise durch Achtsamkeits- und Meditationsübungen, die in jeder Situation angewandt werden können (etwa beim Essen, Gehen und Arbeiten). In Achtsamkeit geschulte Arbeitnehmer sind resistenter gegen Stress. Sie arbeiten konzentrierter, kreativer und zufriedener und sind in der Folge seltener krank.

aok.de
Online-Angebote für Achtsamkeit

Die AOK bietet zahlreiche Übungen und Kurse an, die dabei helfen die Psyche zu stärken und innere Balance zu finden.

Damit Achtsamkeit im Arbeitsalltag verankert werden kann, können Arbeitgeber einiges tun, um die richtigen Voraussetzungen zu schaffen. Zum Beispiel 

  • mit einem Workshop, der Beschäftigte und die Führungsebene für mehr Achtsamkeit sensibilisiert, 
  • mit einem „Raum der Stille“, in dem meditiert oder Übungen durchgeführt werden können,
  • durch Meetings, die mit einer Minute der Achtsamkeit beginnen,
  • mit konkreten Entspannungsübungen gegen Stress am Arbeitsplatz,
  • mit täglichen Achtsamkeitsübungen, die den „Achtsamkeits-Muskel“ an jedem Ort und bei jeder Tätigkeit trainieren

Für eine achtsame Unternehmenskultur ist es besonders wichtig, dass Führungskräfte selbst Achtsamkeit in ihrem Arbeitsalltag vorleben, etwa durch achtsame Meetings und handhabbare Arbeitsmengen ohne Multitasking. Das fördert die Zusammenarbeit und Kommunikation im Team und ermöglicht eine gute Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben.

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AOK-Podcast: Achtsamkeit im Job

Werner Winter, Experte für Betriebliche Gesundheitsförderung beim AOK-Bundesverband, informiert über den positiven Effekt von Achtsamkeit im Arbeitsalltag.

Schlafen macht fit

Ein ausgewogener Schlafrhythmus und ein gutes Zeitmanagement sorgen ebenfalls für Ausgeglichenheit und mentale Stärke. 
Die Rahmenbedingungen sollten daher nicht nur im Büro stimmen, wenn es darum geht, einen ausgeschlafenen Eindruck zu machen.

Stand

Zuletzt aktualisiert: 03.02.2022

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