Psychologie
Gesundheit und Schönheit: Passt das zusammen?
Eine gesunde Bräune, ein schmuckes Tattoo, ein schlanker Körper: Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen von Schönheit. Und nicht alles, was schön machen soll, ist gesund. Tipps für ein positives Körperbild und mehr Gesundheit im Alltag.

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Welchen Einfluss kann das Körperbild auf die Gesundheit haben?
Das Körperbild beschreibt, wie wir über unseren Körper denken und fühlen. Diese Wahrnehmung kann das Wohlbefinden im Alltag mitbestimmen und beeinflussen, wie sicher oder belastet sich jemand im eigenen Körper fühlt. Ein positives Körperbild wird häufig mit einem besseren psychischen Wohlbefinden und einer besseren körperlichen Gesundheit in Verbindung gebracht.
In der Gesellschaft besitzt das Körperbild einen hohen Stellenwert und kann weitreichende Folgen haben: Laut dem Good Childhood Report steht die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen in Zusammenhang mit einem geringeren Wohlbefinden junger Menschen. Ein negatives Körperbild kommt häufig vor, und kann in jedem Alter auftreten, auch bei älteren Personen.
Ein belastetes Körperbild wird mit verschiedenen psychischen Problemen in Zusammenhang gebracht, wie Angstzuständen und Depressionen. Menschen, die unzufrieden mit ihrem Körperbild sind, empfinden häufig Scham oder fühlen sich belastet. Außerdem wird ein negatives Körperbild mit einem erhöhten Risiko für eine Essstörung in Verbindung gebracht.
Beeinflussen soziale Medien die Vorstellung von Gesundheit und Schönheit?
Soziale Medien wie Instagram und Facebook haben die Wahrnehmung vom Körperbild verändert. Durch die ständige Präsenz idealisierter Bilder entsteht ein Umfeld, in dem Nutzende ihren Körper häufig nach gesellschaftlichen Maßstäben wie Gewicht, Körpergröße oder dem Body-Mass-Index (BMI) bewerten. Das kann mit erhöhter Unzufriedenheit und psychischer Belastung verbunden sein.
Ein wichtiger Mechanismus ist der Vergleich im digitalen Raum. Studien zeigen: Eine intensive Nutzung sozialer Medien steht im Zusammenhang damit, sich häufiger mit anderen zu vergleichen. Dieser Vergleich kann wiederum mit stärkeren Sorgen rund um das eigene Körperbild einhergehen und die Bewertung des eigenen Aussehens kritischer machen.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Zusammenhang bei Jugendlichen. Idealbilder im Netz sowie Influencerinnen und Influencer verstärken oft den Druck, das eigene Aussehen zu hinterfragen oder verändern zu wollen. Das große Problem: Viele Bilder sind stark bearbeitet oder mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt, sie spiegeln also nicht die Realität wider.
Zwischen Körperbild und Schönheitspraktiken
Viele Menschen verbinden Gesundheit und Schönheit im Alltag miteinander. Eine Jugendstudie zum Thema „Schönheitsideale im Internet“ zeigt, dass über die Hälfte der Jugendlichen gerne etwas an ihrem Körper ändern würde, bei Mädchen liegt der Anteil mit 60 Prozent noch höher. Möglichkeiten gibt es viele, wie Styling oder kosmetische Produkte. Doch nicht alles davon ist gesund.
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Gesund und schön dank gebräunter Haut?
Gebräunte Haut gilt für viele Menschen als attraktiv, entsteht aber als Reaktion auf UV-Strahlung. Wenn UVB-Strahlen auf die Haut treffen, bildet der Körper vermehrt Melanin, um sich zu schützen. Die sichtbare Bräunung ist damit kein Zeichen von Gesundheit, sondern ein Hinweis darauf, dass die Haut bereits auf eine Belastung reagiert.
Gleichzeitig wirken UVA-Strahlen tiefer in die Haut ein und greifen das Bindegewebe an. Dadurch kann die Haut an Elastizität verlieren und früher altern, sichtbar ist das etwa an Falten oder Pigmentflecken. Starke UV-Belastung und Sonnenbrände erhöhen das Risiko für Zellschäden, was wiederum langfristig Hautkrebs begünstigt.
Inwieweit unterstützen Kosmetikprodukte die Gesundheit und Schönheit?
Schönheits- und Körperpflegeprodukte haben auf viele Menschen eine große Anziehungskraft, weil sie die selbst empfundene Attraktivität und das Selbstvertrauen stärken können. Laut Studien enthalten viele Produkte aber bestimmte Inhaltsstoffe, die Hautreizungen verursachen können, möglicherweise hormonell wirken und mit Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung gebracht werden.
Besonders bei Kindern und Jugendlichen wird das Thema kritisch gesehen, etwa im Zusammenhang mit dem Trend „Sephora Kids“, bei dem Make-up und Hautpflegeprodukte früh im Alltag genutzt werden. Diese Produkte können zwar den Selbstausdruck und die Selbstfürsorge unterstützen, ihre Sicherheit und Wirksamkeit sind für junge Anwendende jedoch oft nicht ausreichend belegt.
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Kann man mit Tattoos und Permanent Make-up schön und gesund sein?
Tattoos und Permanent Make-up werden weltweit immer beliebter. Die möglichen Folgen für die Gesundheit unterschätzen aber viele Menschen. Schließlich wird dabei Farbe unter die Haut eingebracht. Noch gibt es keine breite wissenschaftliche Basis, die alle Gesundheitsrisiken genau erfasst.
Die Literatur und Erfahrungswerte von Menschen mit Tattoos und Permanent Make-up zeigen aber: Durch die Behandlung sind allergische Reaktionen und Infektionen möglich. Dabei spielen die verwendeten Tattoofarben und die Hygienestandards im Studio eine große Rolle. Wer sich auf diese Weise verschönern möchte, sollte sich also unbedingt ausreichend informieren.
Welche Rolle spielt das Gewicht bei Schönheits- und Gesundheitsidealen?
Das Gewicht spielt als sichtbares Körpermerkmal eine entscheidende Rolle, wenn Menschen über Schönheit und Gesundheit sprechen. Es ist stark an Bewertungen durch die Gesellschaft geknüpft und kann beeinflussen, wie Menschen ihren eigenen Körper wahrnehmen.
Menschen mit höherem Körpergewicht sind oft gesellschaftlichem Druck ausgesetzt. Sie können Vorurteile und Diskriminierung erfahren, und zwar in vielen Lebensbereichen. Das wiederrum kann sich auf die Gesundheit auswirken, etwa, wenn sich Betroffene psychisch belastet fühlen oder sich sozial zurückziehen. Das kann aber auch auf Menschen mit Untergewicht zutreffen.
In sozialen Medien kann dieser Druck noch zusätzlich verstärkt werden. Inhalte, die schlanke und „optimierte“ Körper als Ideal zeigen, prägen häufig besonders bei jungen Menschen die Vorstellung vom „richtigen“ Körper. Gleichzeitig entstehen neue Begriffe und Trends, die bestimmte Körpermerkmale bewerten und dadurch das Gefühl verstärken können, nicht zu genügen oder ständig am eigenen Körper arbeiten zu müssen.

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Wie hängen Gesundheit und Aussehen zusammen?
Wer sich in seinem Körper wohlfühlen und etwas für die eigene Gesundheit tun möchte, sollte sich weniger von einzelnen Trends abhängig machen. Viel wichtiger ist es, das eigene Körperbild zu reflektieren und auf eine ganzheitliche Gesundheitsfürsorge zu achten. Dazu ein paar Tipps:
- Informieren Sie sich vor einem Tattoo oder Permanent Make-up genau darüber, wie das Studio arbeitet, welche Farben verwendet werden und welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Je klarer die Angaben, desto besser lässt sich das Risiko einschätzen.
- Viele Schönheitsbilder entstehen online und wirken oft perfekter als es im echten Leben ist. Machen Sie sich diesen Unterschied bewusst und werfen Sie einen Blick auf echte, alltägliche Körper.
- Ein bewusster Umgang mit sozialen Medien kann Sie im Alltag entlasten, zum Beispiel durch weniger Scrollen, regelmäßige Pausen von TikTok & Co. oder durch das Folgen von Inhalten, die ein realistisches Körperbild vermitteln.
- Denken Sie daran: Für die Haut ist ein UV-Schutz wichtig, da starke Sonneneinstrahlung die Haut langfristig schädigen und frühzeitige Hautalterung begünstigen kann.
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