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Leberkrebs: Symptome, Ursachen und Therapie im Überblick
Veröffentlicht am:06.07.2026
7 Minuten Lesedauer
Leberkrebs ist selten und verursacht im Frühstadium keine typischen Beschwerden. Oft wird ein Leberzellkarzinom zufällig entdeckt. Die Behandlung richtet sich nach der Ausdehnung des Tumors und danach, wie gut die Leberfunktion ist.

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Inhalte im Überblick
- Was ist Leberkrebs?
- Wie häufig ist Leberkrebs?
- Symptome: Was sind die ersten Anzeichen bei Leberkrebs?
- Was sind Ursachen und Risikofaktoren für Leberkrebs?
- Wie kann man Leberkrebs vorbeugen?
- Diagnose: Wie wird Leberkrebs festgestellt?
- Therapie: Wie wird Leberkrebs behandelt?
- Wie sehen Reha und Nachsorge nach einer Behandlung von Leberkrebs aus?
Was ist Leberkrebs?
Leberkrebs ist ein bösartiger Tumor, der in der Leber entsteht. Er wird auch primärer Leberkrebs genannt. Die häufigste Form von Leberkrebs ist Leberzellkrebs. Dieser entsteht aus den Zellen der Leber und wird als hepatozelluläres Karzinom (HCC) oder Leberzellkarzinom bezeichnet.
Zum primären Leberkrebs gehört der Gallengangkrebs, sofern er seinen Ursprung in der Leber hat. Er kann aber auch außerhalb der Leber entstehen. Die Erkrankung wird cholangiozelluläres Karzinom genannt.
Lebermetastasen sind kein Leberkrebs
Lebermetastasen bilden sich aus Krebszellen, die von einem Tumor außerhalb der Leber stammen und sich in der Leber angesiedelt haben. Sie werden deshalb auch sekundärer Leberkrebs genannt. Sie kommen häufiger vor als Tumore, die primär in der Leber entstehen.
Wie häufig ist Leberkrebs?
Leberkrebs ist eine seltene Krebsart. Er gehört jedoch zu den Hauptursachen für krebsbedingte Todesfälle. In Deutschland erkranken jährlich rund 9.800 Menschen an einem Leberzellkarzinom. Fast 8.200 von ihnen sterben an den Folgen der Erkrankung.
Die Zahl der Neuerkrankungen an Leberkrebs steigt mit dem Alter an und ist bei Männern insgesamt höher als bei Frauen. Seit einigen Jahren zeichnet sich bei Männern jedoch ein Rückgang der Erkrankungs- und Sterberaten ab.
Symptome: Was sind die ersten Anzeichen bei Leberkrebs?
Es gibt keine spezifischen Frühsymptome für Leberkrebs. Die Beschwerden sind unspezifisch und nicht von den Symptomen anderer Leber- oder Gallenwegserkrankungen zu unterscheiden. Zu den ersten Anzeichen gehören:
- allgemeine Schwäche
- Appetitlosigkeit
- ungewollter Gewichtsverlust
- Druckgefühl und Schmerzen im Oberbauch, insbesondere auf der rechten Seite
- gelb gefärbte Haut und Augen (Gelbsucht)
Häufig wird Leberkrebs im Rahmen von Untersuchungen entdeckt, ohne dass Beschwerden auftraten.
Was sind Ursachen und Risikofaktoren für Leberkrebs?
Bei fast allen Patientinnen und Patienten entsteht Leberkrebs durch eine dauerhaft geschädigte Leber, die bindegewebig umgebaut wird, bis eine sogenannte Leberzirrhose entsteht. Risikofaktoren für eine chronische Leberschädigung erhöhen deshalb auch das Risiko für Leberkrebs.
Zu den Risikofaktoren einer chronsichen Leberschädigung zählen:
- ein hoher Alkoholkonsum
- eine chronische Infektion mit Hepatitis-B- oder C-Viren
- nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen
- Fettleibigkeit (Adipositas)
- Typ-2-Diabetes
- Stoffwechselerkrankungen wie Hämochromatose oder ein Morbus Wilson
- Rauchen
Die Ursachen von Leberkrebs sind weltweit unterschiedlich. In Deutschland wird Leberkrebs am häufigsten durch Alkohol oder eine Hepatitis C ausgelöst. In Südostasien und Afrika sind Infektionen mit Hepatitis B und C die häufigste Ursache.
Wie kann man Leberkrebs vorbeugen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das persönliche Risiko für Leberschäden und somit für Leberkrebs zu senken. Dazu gehören:
- ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung
- ein gesundes Körpergewicht
- eine Hepatitis-B-Impfung
- wenig Alkohol
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Wie können Risikogruppen Leberkrebs vorbeugen?
Bestimmte Menschen haben ein erhöhtes Risiko, an Leberkrebs zu erkranken. Sie können ergänzend zu den allgemeinen Empfehlungen weitere Maßnahmen ergreifen:
- Menschen mit Typ-2-Diabetes können ihr Risiko für Leberkrebs durch eine gute Einstellung des Diabetes senken.
- Menschen mit Hepatitis C sollten ihre Infektion mit Medikamenten behandeln lassen.
- Menschen mit einer chronischen Lebererkrankung sollten auf Alkohol verzichten.
Gibt es ein Angebot zur Früherkennung von Leberkrebs?
Leberkrebs verursacht im frühen Stadium meist keine Beschwerden, ein gesetzliches Früherkennungsprogramm gibt es nicht. Fachleute empfehlen Menschen mit Leberzirrhose, einer chronischen Hepatitis B oder C oder bestimmten Stoffwechselerkrankungen jedoch regelmäßige Ultraschallkontrollen der Leber.
Diagnose: Wie wird Leberkrebs festgestellt?
Bei Verdacht auf Leberkrebs stehen Ärztinnen und Ärzten verschiedene Untersuchungsverfahren zur Verfügung:
- Ultraschalluntersuchung
- Magnetresonanztomographie (MRT)
- Blutuntersuchung
Eine Ultraschalluntersuchung kann erste Hinweise liefern. Als weitere Untersuchungen können eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine spezielle Ultraschalluntersuchung (CEUS), jeweils mit Kontrastmittel, zum Einsatz kommen. Sollte eine MRT nicht möglich sein, kann eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden.
Zusätzlich sind Blutwerte wichtig, um die Leberfunktion abzuschätzen. Eine Erhöhung des Tumormarkers AFP erhärtet den Verdacht auf ein Leberzellkarziom. Die sichere Diagnose kann jedoch erst nach einer Gewebeprobe erfolgen.
Wenn die Diagnose Leberkrebs sicher feststeht, bestimmen Ärztinnen und Ärzte die Ausdehnung des Tumors. Dies erfolgt in der Regel mit einer CT des Bauch- und Brustraums.

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Therapie: Wie wird Leberkrebs behandelt?
Die Behandlung von Leberkrebs hängt von mehreren Faktoren ab:
- Ausdehnung des Tumors
- Leberfunktion
- allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit
Haben Betroffene zudem eine chronische Hepatitis-B- oder C-Infektion, sollte auch diese behandelt werden.
Wie lange kann man mit Leberkrebs noch leben?
Die Wissenschaft macht bei der Behandlung von Leberkrebs Fortschritte, sodass Betroffene länger leben können. Dennoch bleibt Leberkrebs lebensbedrohlich. Wie lange man mit Leberkrebs leben kann, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Krebsstadium, dem Ansprechen auf die Therapie, der Leberfunktion und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Wie wird Leberkrebs behandelt, wenn eine Heilung möglich ist?
In einem frühen Stadium ist eine Heilung möglich, wenn das Leberzellkarzinom vollständig entfernt werden kann. Dazu stehen eine operative Entfernung von Leberteilen, eine Lebertransplantation oder die Zerstörung des Lebertumors durch Hitze zur Verfügung.
Bei einer Lebertransplantation sind die Wartezeiten auf eine Spenderleber oft lang; der Tumor wächst weiter. Diese Zeit wird häufig mit anderen Behandlungen überbrückt.
Wie wird Leberkrebs behandelt, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist?
Ist eine Heilung nicht mehr möglich, zielt die Behandlung darauf ab, das Krebswachstum so lange wie möglich aufzuhalten und Beschwerden zu lindern. Alle Therapien setzen eine ausreichende Leberfunktion voraus. Diese wird von den Ärztinnen und Ärzten anhand von Leberwerten im Blut bestimmt. Basierend darauf wird eine geeignete Therapie abgeleitet.
Es kommen verschiedene Therapien infrage:
- Bei der örtlichen Therapie gibt es mehrere Möglichkeiten, um den Tumor in der Leber direkt zu behandeln. Dazu gehören minimal-invasive Verfahren mit einem Gefäßkatheter. Auch eine Strahlentherapie ist manchmal möglich.
- Bei der medikamentösen Therapie haben sich die Immuntherapie und die zielgerichtete Therapie als hilfreich erwiesen. Die Immuntherapie aktiviert bestimmte körpereigene Abwehrzellen, sodass diese Krebszellen angreifen können. Die zielgerichtete Therapie setzt bei den biologischen Eigenschaften von Tumorzellen an, die für das Fortschreiten der Erkrankung wichtig sind.
- Eine unterstützende Therapie ist besonders in einem fortgeschrittenen Stadium wichtig. Sie zielt darauf ab, die durch den Krebs oder die Therapie verursachten Beschwerden zu lindern und die allgemeine Lebensqualität zu steigern.
Wie sehen Reha und Nachsorge nach einer Behandlung von Leberkrebs aus?
Die medizinische Rehabilitation (Reha) nach einer Krebstherapie soll Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, mit den Folgen von Leberkrebs und dessen Behandlung umzugehen. Die Maßnahmen orientieren sich an der individuellen Erkrankung und der körperlichen Verfassung. Dazu gehören etwa eine psychologische Beratung, eine Ernährungsberatung sowie eine berufliche und soziale Wiedereingliederung.
Mithilfe von Nachsorgeuntersuchungen können Rückfälle oder durch die Behandlung verursachte Beschwerden erkannt und behandelt werden. Nach der vollständigen Entfernung des Leberkrebses werden Betroffene regelmäßig in immer länger werdenden Abständen untersucht.
Ist die Krebserkrankung nicht heilbar, helfen regelmäßige Kontrollen dabei, belastende Beschwerden zu erkennen und zu behandeln.
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