Stanztechnik und Werkzeugbau Wolfgang Loch GmbH & Co. KG

Steckbrief
Stanztechnik und Werkzeugbau Wolfgang Loch
Die Stanztechnik und Werkzeugbau Wolfgang Loch GmbH & Co. KG beschäftig in Idar-Oberstein rund 350 Mitarbeiter, die vom BGM profitieren: Nachdem in den letzten Jahren schon einiges umgesetzt wurde, können die Mitarbeiter mit einem „BGM-Antrag“ weitere Verbesserungsvorschläge einreichen.
Branche
Stanz- und Montageteile für die Automotive-Branche, Haushaltswarenindustrie, Medizintechnik u.v.m
Region
Rheinland-Pfalz/Saarland
Unternehmensgröße
350 Beschäftigte

Kontakt zum Unternehmen

Das 1976 gegründete Unternehmen Wolfgang Loch GmbH & Co. KG ist ein weltweit operierendes mittelständisches, inhabergeführtes Familienunternehmen mit Sitz in Idar-Oberstein. Die Produktpalette umfasst zurzeit einige tausend Stanz- und Montageteile: Von verschiedenen Containern und Modulen für diverse Airbags bis zum Ventil für Schnellkochtöpfe. In der Automotive-Branche und Haushaltswarenindustrie, der Medizintechnik und im Bereich der erneuerbaren Energien sorgen Produkte der Wolfgang Loch GmbH & Co. KG durch hohe Qualitätsstandards für Sicherheit, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit.
Wichtig ist die Ausbildung in kaufmännischen und technischen Berufen. Nur so sichert sich das Unternehmen die bestens ausgebildeten Nachwuchskräfte. 

Das stark mitarbeiterorientierte Unternehmen „Stanztechnik und Werkzeugbau Wolfgang Loch GmbH & Co KG“ beschloss 2013, sich intensiver für die Gesundheit seiner rund 350 Mitarbeiter zu engagieren und ein standardisiertes betriebliches Gesundheitsmanagement einzuführen. Das Schaffen gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen sowie die Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber für Fachkräfte standen hierbei im Focus. Bereits in der Vergangenheit hat der Betrieb bei der Umsetzung von Einzelmaßnahmen wie z. B. tätigkeitsspezifische Rückenschulen auf die Unterstützung und Fachkompetenz der AOK gesetzt. In der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat die Firma Loch einen kompetenten Partner zur Implementierung des betrieblichen Gesundheitsmanagement gefunden.

Maßgeschneidertes Angebot für den Betrieb

Analyse der IST-Situation

2013 wurden zum Auftakt neun Arbeitssituationsanalysen durchgeführt, um ein erstes Bild von den gesundheitlichen, arbeitsbedingten Belastungen im Unternehmen zu erhalten. An den Analyseworkshops nahmen 87 Mitarbeiter/-innen teil. Diese bewerteten ihre Arbeitsplätze hinsichtlich der Handlungsfelder Arbeitsorganisation, Tätigkeit, Umgebung und soziale Beziehungen. 2014 folgte eine ergonomische Arbeitsplatzanalyse (ErgoCheck) in der Produktion und in der Verwaltung des Unternehmens. Zusätzlich wurden AOK-Betriebsprofile erstellt. Durch den Einsatz der verschiedensten Analysetools konnte der betriebsinterne Arbeitskreis Gesundheit wichtige Erkenntnisse für die Maßnahmenplanung gewinnen.
Aus den Ergebnissen der Arbeitssituationsanalysen wurden 51 Maßnahmen abgeleitet. Neben organisatorischen Aspekten benannten die Mitarbeiter/-innen Umgebungsfaktoren wie Lärm, Zugluft, erhöhte Luftfeuchtigkeit und Ölnebel als belastend.

67 Maßnahmen konnten aus den Ergebnissen des ErgoChecks geschlussfolgert werden. Die Bandbreite reichte hier vom Austausch diverser Stühle über die Korrektur von Fehlhaltungen bis hin zu Organisationsveränderungen.

Beratung und Coaching

Alle Analyseergebnisse wurden im Arbeitskreis Gesundheit bewertet und diskutiert und in einen Problemlösebericht übertragen. Dieser wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Mit Unterstützung der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland wurde bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Ein zentraler Baustein war hierbei die Qualifizierung der Führungskräfte für ihre Rolle im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Die Führungskräfte haben Seminare zu den Themen „Mitarbeiter gesund führen“, „Wertschätzung“ und „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ besucht. Der Arbeitskreis Gesundheit hat im Rahmen seiner Fürsorge für die Gesundheit der Mitarbeiter/-innen Aufklärungsarbeit zur Früherkennung und Vorsorge von Erkrankungen geleistet. Die Belegschaft der Firma Loch konnte an zwei kostenfreien Venenscreenings teilnehmen und erhielt die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Darmkrebsvorsorgeuntersuchung.

Die Mitarbeiter/-innen erhielten die Möglichkeit an einem Kurs „Autogenes Training“ teilzunehmen, der individuell für sie angeboten wurde. Das Erlernen der Entspannungstechnik stand hierbei im Vordergrund.

Weitere Maßnahmen sorgten für eine Verbesserung der Arbeitsplatzverhältnisse:

Anti-Ermüdungsmatten wurden angeschafft, um die Belastung der Gelenke an reinen Steharbeitsplätzen zu vermindern. Im Bereich „Stanzerei“ wurde die Aktion „Saubere Raumluft“ durchgeführt. Um die Belastung durch Ölnebel zu minimieren, wurden alle Filtereinheiten überprüft und mit neuen Filtern ausgestattet. Eine sofort wahrnehmbare Verbesserung konnte erreicht werden. Mit dem Bereich Instandhaltung wurde ein verkürzter Wechselintervall für alle Filter vereinbart. Zukünftige Anschaffungen werden im Unternehmen über „BGM-Anträge“ gesteuert, Der Arbeitskreis Gesundheit bewertet den Antrag hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten und leitet diesen mit einem entsprechenden Vermerk an den Bereich Einkauf weiter. Ein BGM-Antrag kann sowohl von Führungskräften als auch von Mitarbeitern gestellt werden.

Erfolge und Nachhaltigkeit (Projektergebnisse)

Die Arbeitsverhältnisse im Unternehmen konnten hinsichtlich des Lärmschutzes, der Arbeitssicherheit sowie der ergonomischen Gegebenheiten und Hilfsmittel verbessert werden. Dadurch konnte die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter erhöht werden. BGM wird von der Belegschaft positiv wahrgenommen und die Möglichkeit, einen BGM-Antrag zu stellen, wird von vielen Mitarbeitern genutzt.
Derzeit sind Evaluationsworkshops in Planung und es erfolgt die weitere Abarbeitung der Ergebnisse aus der ergonomischen Arbeitsplatzanalyse.

Das Unternehmen Stanztechnik und Werkzeugbau Wolfgang Loch GmbH & Co KG hat es geschafft innerhalb kürzester Zeit ein funktionierendes betriebliches Gesundheitsmanagement zu etablieren. Dies ist eindeutig auf die stark mitarbeiterorientierte Einstellung des Betriebes, das Engagement der Mitglieder des Arbeitskreises Gesundheit und die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland zurückzuführen.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Sandra Di Toro
Betrieblicher Gesundheitsmanager/ SV (Universität Bielefeld)
AOK – Die Gesundheitskasse in Rheinland-Pfalz/Saarland
Beethovenstr. 30
54516 Wittlich
06571-919 252
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